Stein für Skulptur kam aus dem Iran

Fünf Kunstwerke zieren fortan die Firmenzentrale von „F&S“ in Euskirchen – Bildhauer der Alanus-Hochschule stellten sich dem K unst-Wettbewerb

Die „F&S“-Geschäftsleitung Georg Schmiedel (v.l.), Uwe Czypiorski und Jörg Frühauf zeigten sich begeistert von den Kunstwerken wie dem abgebildeten Sitzstein von Karin Humberg. Landschaftsarchitektin Julia Hüllbrock hatte die Idee zu dem Skulpturen-Wettbewerb unter der künstlerischen Leitung von Prof. Andreas Kienlin. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die „F&S“-Geschäftsleitung Georg Schmiedel (v.l.), Uwe Czypiorski und Jörg Frühauf zeigten sich begeistert von den Kunstwerken wie dem abgebildeten Sitzstein von Karin Humberg. Landschaftsarchitektin Julia Hüllbrock hatte die Idee zu dem Skulpturen-Wettbewerb unter der künstlerischen Leitung von Prof. Andreas Kienlin. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Die Euskirchener Firmenzentrale von „F&S“ ist um eine Attraktion reicher – genauer gesagt sogar um fünf. Denn am vergangenen Freitagnachmittag enthüllten Bildhauer der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter Skulpturen im Garten rund um das Firmengebäude, in der bereits beispielsweise eine „lebende Wand“, einen vollständig begrünte Innenwand, ein Blickfang ist. Bis zu 4,50 Meter hoch sind die neuen Kunstwerke, das schwerste besitzt über zwei Tonnen Gewicht und ließ sich nur mit einem Kran dazu bewegen, seinen Platz auf der Terrasse einzunehmen.

Julia Hüllbrock, Landschaftsarchitektin und im Team des Projektentwickler „F&S concept“, berichtete bei der Einweihungsfeier: „Skulpturen waren vor vornherein für das Firmengelände vorgesehen. Wir fanden es interessant, diese im Rahmen eines Wettbewerbs entstehen zu lassen.“

Zahlreiche Gäste verfolgten die „Enthüllungen“ bei „F&S“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Zahlreiche Gäste verfolgten die „Enthüllungen“ bei „F&S“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Dazu hatten die Bildhauer im Vorfelderst einmal Modelle im Maßstab 1:25 eingereicht. Die Geschäftsleitung und Mitarbeiter von F&S sowie Prof. Andreas Kienlin von der Kunsthochschule haben dann die fünf besten Ideen ausgewählt. Dann hatten die Künstler ein Jahr Zeit, die Miniaturen in großem Maßstab zu realisieren.

Dabei gab es durchaus einige Rückschläge, wie Julia Hülbrock sagte: „Da passte etwa die Materialauswahl nicht, aber mit viel Kreativität sind dann doch alle pünktlich fertiggeworden.“ Und verrät am Rande der Veranstaltung, dass eines der Kunstwerke erst eine halbe Stunde vor der Feierstunde vollendet wurde.

Die Künstler enthüllten bei einem kleinen Rundgang um den Firmensitz ihre Werke selbst, live begleitet von eigens zu jedem Kunstwerk komponierten Saxofon-Stücken von Heiner Schmitz. Bildhauerin Karin Humberg machte den Anfang mit ihrem         „Kraftbündel“, ein vor dem Eingang platzierter Sitzstein aus 800 Kilogramm schwerem norwegischem dunklem Labrador – keine Hunderasse, sondern ein auch Larvikite genannter Naturstein.

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Über vier Meter hoch ist diese Kunstwerk von Sebastian Scherl. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Über vier Meter hoch ist diese Kunstwerk von Sebastian Scherl. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Ein wesentlich leichteres Material wählte Sebastian Scherl, nämlich den Hartschaum „Styrodur“. Die einzelnen Elemente seines Werks „Dialog“ überzog er mit Kunststoff und Silberlack und fügte sie zu einem 4,50 Meter hohem Gesamtwerk zusammen.

„Grüner Aufbruch“ heißt das Siegerkunstwerk des Wettbewerbs, eingereicht und umgesetzt von Jörn Friedrichs. Der Name ist Programm: Eine Hülle aus 400 Kilogramm getriebenem Stahl ist wie ein Ei aufgebrochen, darunter kommt grünes Plexiglas zum Vorschein, welches von innen beleuchtbar ist. Damit passt es gut zu dem Solaranlagenbauer „F&S solar“, der nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile europaweit für den Aufbruch in ein grünes Energiezeitalter sorgt.

Mit „eins + eins ist drei“ zeigte Frieder Falk eine Arbeit aus gebogenem Stahl, in der ein überdimensionaler Ring mehr als zwei Meter über dem Boden schwebt.

Der Basalt für die Stele hat einen langen Weg auf dem LKW hinter sich: Der Stein stammt aus dem Iran. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Basalt für die Stele hat einen langen Weg auf dem LKW hinter sich: Der Stein stammt aus dem Iran. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Einen weiten Weg hat die Basaltsäule hinter sich, aus der Jan- Moritz Stahl das Werk „Das Innere ist das Äußere“ erstellt hat: Die Basaltstehle von über zwei Tonnen Gewicht und mehr als drei Metern Höhe stammt nämlich aus dem Iran. Jan- Moritz Stahl: „Leider war in Deutschland kein Werk in der Lage, mir Basalt in diesen Dimensionen zu liefern.“

Georg Schmiedel und Jörg Frühauf, Geschäftsführer des Solarspezialisten „F&S solar“ und der Baugebiete-Projektentwicklung „F&S concept“, zeigten sich begeistert von den Kunstwerken. Frühauf: „Sie haben wirklich Großes geschaffen. Die fertigen Werke sind noch viel besser und beindruckender als die Modelle!“

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