Bördeexpress soll regelmäßig fahren

Regelmäßiger Pendelverkehr zwischenn den Kreisen Euskirchen und Düren

Der Bördeexpress soll alltägliches Verkehrsmittel werden. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Bördeexpress soll alltägliches Verkehrsmittel werden. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen/Kreis Düren – Was die Rurtalbahn seit langen Jahren zwischen Düren und Jülich ist, soll die Bördebahn zwischen den Düren und Euskirchen werden: Ein alltägliches Verkehrsmittel für Bürgerinnen und Bürger, sicher, zuverlässig, umweltfreundlich, schnell und preiswert.

Das ist das erklärte Ziel der Kreise Euskirchen und Düren und des Bürgerbahnvereins Düren-Zülpich-Euskirchen, wie der Kreis Euskirchen jetzt in einer Presseinformation mitteilt. Unterstützt werden sie dabei vom Nahverkehr Rheinland (NVR). Der erste Schritt auf dem Weg zum alltäglichen Betrieb sei bereits getan: Ab Karfreitag rollt der BördeExpress beim so genannten Startverkehr an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen Pendelzug im Drei-Stunden-Takt zwischen Düren – Vettweiß – Zülpich – Euskirchen.

Der Nahverkehr Rheinland (NVR) finanziert den Löwenanteil des Startbetriebs. Einen Bewilligungsbescheid für 2015 über rund 130.000 Euro überreichte NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek im Kreishaus Düren an die Landräte Günter Rosenke (Euskirchen) und Wolfgang Spelthahn (Düren), die den Bürgerbahnverein als Vorsitzende führen. Aus den Kreisen Düren und Euskirchen wird der Startverkehr durch einen Eigenanteil von jeweils 30.000 Euro unterstützt.

„Die Erfolgsgeschichte der Rurtalbahn zeigt, dass die Menschen qualitativ hochwertige Bahnangebote schätzen und nutzen. Täglich verkehrende Personenzüge zwischen den beiden Mittelzentren sind mit Blick auf die immer älter werdende Bevölkerung unverzichtbar. Zudem entlasten die Züge die Straßen und beleben den Austausch und damit die Wirtschaft in unserer Region“, unterstreicht Landrat Wolfgang Spelthahn.

„Mit der Ausweitung des Fahrtenangebotes an Samstagen und dem Wechsel vom saisonalen Verkehr zu einem ganzjährigen Verkehrsangebot ist ein entscheidender Schritt hin zu einem regelmäßigen SPNV zwischen den Kreisen Euskirchen und Düren und damit auch in Richtung Aachen vollbracht“, erklärt Landrat Günter Rosenke. Der Euskirchener Landrat ist besonders erfreut darüber, dass sich die jahrelangen Bemühungen beider Kreise und insbesondere der beteiligten ehrenamtlich Tätigen nun auszahlen.

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„Ab Karfreitag wird der BördeExpress an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen die Lücke im Schienennetz zwischen Düren und Euskirchenschließen und zur Attraktivität des Nahverkehrs in der Region beitragen. Darüber hinaus ist dies eine wichtige Maßnahme zur Sicherung der vorhandenen Schieneninfrastruktur. Das unterstützen wir gerne. Die Mitglieder des Bürgerbahnvereins leisten dabei große Hilfe. Vielen Dank für dieses tolle Engagement“, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek.

Ab Düren Hbf verkehrt der BördeExpress der Rurtalbahn von Gleis 4 an Samstagen und Sonn- und Feiertagen jeweils um 08:49 Uhr, 11:49 Uhr, 14:49 Uhr und 17:49 Uhr in Richtung Zülpich/Euskirchen. In Euskirchen werden dann die Anschlusszüge in die Eifel, nach Köln/Bonn und nach Bad Münstereifel erreichbar.

Ab Euskirchen kann der BördeExpress von Gleis 4 um 10:04 Uhr, 13:04 Uhr, 16:04 Uhr und 19:04 Uhr in Richtung Düren genutzt werden, mit den jeweiligen Anschlüssen nach Aachen, Jülich/Linnich oder Heimbach. Mit einer Fahrtzeit von rund 60 Minuten für die Gesamtstrecke ist der BördeExpress zwar kein ICE, bietet auf direktem Wege aber die Möglichkeit der Umfahrung des oft überlasteten Kölner Hauptbahnhofs und dessen unsicheren Anschlüssen.

Im BördeExpress werden Fahrkarten des VRS-Tarifs und des AVV-Tarifs sowie Tickets des NRW-Tarif anerkannt. Der Pendelverkehr wird ganzjährig eingerichtet und ist auch bereits für 2016 in Planung. (Gesamtfahrplan: www.Boerdeexpress.de)

Dem Startverkehr wird eine zweite Phase des Ausbaus der Bördebahn folgen. In diesem Vorlaufbetrieb, der für 2017 anvisiert wird, soll die Bördebahn auch unter der Woche betrieben werden. Die schrittweise Inbetriebnahme ist durch die Phasen des Startbetriebs und des Vorlaufbetriebs auf den Weg gebracht.

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