THW Schleiden leistete 2015 über 8.200 ehrenamtliche Dienststunden

Von Räumen einer Hanfplantage bis Ausleuchten eines Einsatzes bei einem Großbrandes

Auch Öffentlichkeitsarbeit gehört zum THW: Hier stellen die Helfer ihre Arbeit in Schleiden vor. Foto: D. Schwarzer / OB
Auch Öffentlichkeitsarbeit gehört zum THW: Hier stellen die Helfer ihre Arbeit in Schleiden vor. Foto: D. Schwarzer / OB

Schleiden – Viele Menschen in der Eifel engagieren sich in verschiedenen Hilfsorganisationen, um im Notfall handfeste Hilfe zu leisten. Beim THW (Technisches Hilfswerk) Ortsverband Schleiden kamen allein im vergangenen Jahr 2015 über 8.200 ehrenamtliche Dienststunden zusammen. Dazu zählten viele Stunden zur örtlichen Gefahrenabwehr mit verschiedenen Einsätzen, wie zum Beispiel beim Ausleuchten eines Einsatzes bei einem Großbrand in Weilerswist, beim Räumen einer Hanfplantage in Schleiden-Herhahn sowie bei der Unterstützung der Deutschen Meisterschaft im Crossduathlon.

Beim Oxfamlauf in Eupen (Belgien) legte die Fachgruppe Beleuchtung die komplette Stromversorgung und stellte die komplette Beleuchtung für den Kontrollpunkt an Baraque Michel. Bei Flüchtlingseinsätzen beteiligten sich die THW Helferinnen und Helfer aus Schleiden ebenfalls. So wurden beispielsweise Transportfahrten von Feldbetten von Leerdamm (Niederlade) nach Dresden übernommen, Zelte wurden aus ganz NRW vom THW Landesverband NRW nach Feldkirchen (Bayern) transportiert.

Transportfahrten in der Region wurden ebenfalls übernommen. So wurden Etagenbetten in Wesseling abgeholt, zusammen mit den THW-Kameraden aus Simmerath in Monschau angeliefert und aufgebaut. Zum Ende des Jahres unterstützte der THW Ortsverband Schleiden die Polizei bei Grenzkontrollen in Aachen.

Im Mai feierte der THW Ortsverband sein 50-jähriges Bestehen. Während des Festaktes im Bürgersaal in Oberhausen wurde Richard Schwarzer die höchste Auszeichnung, die das THW verleiht, übergeben: Das THW-Ehrenzeichen in Gold. Am darauffolgenden Tag gab es eine Technikauststellung auf dem REWE-Parkplatz in Schleiden.

Im Herbst fand die große Dekontaminationsübung des Kreises Euskirchen in Schmidtheim statt. Sämtliche Übungen und Ausbildungen wurden im vergangenen Jahr so absolviert, das die THW-Spezialisten zu jeder Zeit in der Lage waren, ihr Material und Gerät gezielt einzusetzen. Zahlreiche Ausbildungen wurden unter schwerem Atemschutz ausgeführt. So stehen den Freiwilligen Feuerwehren des Kreises immer ausgebildete Atemschutzgeräteträger des THW im Einsatzfall zur Verfügung.

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An weiteren Lehrgängen wie etwa Digitalfunk, Ladungssicherung, Sanitätslehrgang, Fahrsicherheitstraining und Bootsführerausbildung nahmen Helfer des Ortsverbandes Schleiden erfolgreich teil.

Im Oktober fand auf dem Gelände der THW Unterkunft in Düren die Abschlussprüfung der Grundausbildung des Geschäftsführerbereiches Aachen statt, bei der die Schleidener Helfer Dirk Heck und Lukas Schreiber die Prüfung erfolgreich bestanden.

Im November gab es dann den Führungswechsel im Ortsverband Schleiden. Bei einem Festakt im Bürgersaal in Oberhausen, übernahm Daniel Schwarzer das Amt von Richard Schwarzer, der dieses 30 Jahre als Dienststellenleiter bekleidete. Der Zugführer-Nachfolger von Daniel Schwarzer wurde Sven Kohnen aus Herhahn.

Folgende Helferinnen und Helfer wurden zum Ende des Jahres geehrt:

Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurde Sven Kohnen geehrt, Gerd Schneidereit ist seit bereits drei Jahren beim THW Schleiden, und Gerd Kistemann hält den Helfern seit 40 Jahren die Treue. Das THW Helferzeichen in Gold für besondere Verdienste rund um das THW wurde an Gaby Schwarzer, Ignaz Dreßen, Timo Huy, Benedikt Pützer und Christoph Wiesen vergeben.

Für das Jahr 2016 stehen verschiedene Übungen auch mit anderen Hilfsorganisationen, sowie neue Aus- und Weiterbildungen im Helfer- und Jugendbereich an. Geplant ist dieses Jahr auch eine Wochenendübung.

Daniel Schwarzer: „Für Jugendliche, die Spaß und Spannung lieben, technisch interessiert sind und dabei noch gute Freunde finden möchten, ist die THW-Jugend genau die richtige Jugendorganisation.“ Unter dem Motto „Spielend Helfen Lernen“ können Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 18 Jahren in der THW-Jugend Mitglied werden. Die THW-Jugend hat sich zum Ziel gesetzt, die Jugendlichen in spielerischer Form an die Technik des THW heranzuführen. Dabei wird jedoch, neben der Ausbildung etwa in Stegebau, Transport von Verletzten, Ausleuchten von Einsatzstellen und anderen fachbezogenen Tätigkeiten, die rund ein Drittel des Jahresprogrammes ausmachen sollten, großer Wert auf allgemeine Jugendarbeit gelegt. Dazu werden regelmäßige Veranstaltungen wie gemeinsame Ausflüge angeboten.

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Weiterhin stehen zum Beispiel auch technische Hilfeleistungen und Umweltschutzaktionen in der Region auf dem Programm. Die neuen Diensttermine der Jugendgruppe sind alle 14 Tage, samstags von 9 – 12 Uhr. Der nächste Dienst soll am Samstag, 23. Januar, stattfinden. Dabei geht es um Arbeiten mit Leinen, Ketten und Rundschlingen. 14 Tage später ist dann das Bewegen von Lasten das Thema. Geplant ist in diesem Jahr auch die Teilnahme am Bundesjugendlager in Neumünster. Weitere Informationen beim Jugendbetreuer Jörg Bamberger unter Mobiltelefon 0157-73 42 98 39 oder per Email an: ov-schleiden@thw.de. Weitere Infos im Internet unter www.thw-schleiden.de

(epa)

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