NRW-Programm will Integrationsprojekte fördern

„KOMM-AN NRW“ stellt unter anderem Gelder für Koordinationsaufgaben und Ankommens-Treffpunkte zur Verfügung

Sara Jesus Pinto, sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Bildung und Inklusion informierte die Presse über das neue Förderprogramm. Bild: Privat
Sara Jesus Pinto, sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Bildung und Inklusion, informierte die Presse über das neue Förderprogramm. Bild: Privat

Kreis Euskirchen – Die Mitglieder des Ausschusses für Bildung und Inklusion wurden in ihrer letzten Sitzung über den Sachstand und die Umsetzung des bundesweit einmaligen Förderprogramms „KOMM-AN NRW“ informiert. Dabei handelt es sich um ein Programm im Integrationsbereich für Kommunen in Nordrhein-Westfalen (NRW). Es soll Kommunen dabei unterstützen, Strukturen, Prozesse und Netzwerke innerhalb der Stadt so zu optimieren, dass sie die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund besser organisieren können. Städte und Kommunen können einen entsprechenden Antrag auf Förderung ihrer Integrationsprojekte beim Land NRW stellen.

Insbesondere für das kommunale Integrationszentrum bedeutet das eine Entlastung. „Durch die Einrichtung von sogenannten »Ankommens-Treffpunkten« soll künftig die sprachliche, kulturelle, soziale und räumliche Orientierung von Flüchtlingen in ihrer neuen Nachbarschaft erleichtert werden“, erläutert Sara Jesus Pinto, sachkundige Bürgerin im Fachausschuss.

Das Programm setze sich aus vier Teilen zusammen: Der Kreis Euskirchen richte zunächst mit Programmmitteln eine Stelle eines Ehrenamtskoordinators/in ein. Zentrale Aufgabe sei die Koordination und Begleitung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe. Darüber hinaus würden 10.000 Euro für Sachausgaben zur Verfügung gestellt.

Sodann erhalte der Kreis ca. 90.000 Euro für die Einrichtung von „Ankommens-Treffpunkten“.  „Dort sollen auch Ehrenamtliche den Geflüchteten eine Grundorientierung in ihrem neuen Umfeld geben. So können etwa vom örtlichen Schulangebot über Möglichkeiten des Sports im Verein bis hin zu simplen Regeln wie Abfalltrennung alle örtlich relevanten Fragen in diesen Treffpunkten eine Rolle spielen“, so Sara Jesus Pinto weiter. Auch sollten Grundwerte des Zusammenlebens wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das friedliche Miteinander der Religionen in Deutschland vermittelt werden. Ankommens-Treffpunkte würden damit auch zu Räumen der Begegnung zwischen Geflüchteten und Einheimischen.

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Weiterhin sei die Stärkung der Integrationsagenturen wie u.a. das Deutsche Rote Kreuz geplant. Und schließlich solle eine Wertebroschüre erstellt werden. „Die Broschüre wird die Grundwerte und Grundrechte sowie Pflichten unseres Zusammenlebens in Deutschland verdeutlichen“, heißt es weiter.

Johannes Mertens, Ausschusssprecher der CDU, dazu: „Damit wird ein weiterer wichtiger Baustein im vernetzten System unserer Integrationsarbeit installiert. Das ist ein erneuter Beweis für die vorbildliche und vorausschauende Arbeit unserer Verwaltung!“ (epa)

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