Seltenes Schauspiel: Museumswindmühle wird neu beflügelt

Gäste der Veranstaltung „Verrücktes Holz“ können die Arbeiten hautnah erleben

Derzeit müssen Teile des Drehkranzes ausgebessert werden, auf dem die Kappe sitzt. Bild: Ute Herborg/LVR
Derzeit müssen Teile des Drehkranzes ausgebessert werden, auf dem die Kappe sitzt. Bild: Ute Herborg/LVR

Mechernich-Kommern – In diesen Tagen wird die Kappenwindmühle im LVR-Freilichtmuseum Kommern neu beflügelt. Die 1780 im niedersächsischen Schmalförden-Cantrup erbaute Windmühle war 1969 ins Freilichtmuseum überführt worden – als Beispiel für den Mühlentyp „Holländermühle“, der auch am Niederrhein anzutreffen ist.

Seit einigen Jahren laufen bereits umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen an der inzwischen auch im Museum gealterten Mühle: Spektakulär war die Thermobehandlung der Mühle zur Bekämpfung des ausgeprägten Schädlingsbefalls bis in die drehbare Kappe mit den Flügeln hinein. Immer wieder mussten die Zimmerleute des Museums hölzerne Mühlenteile erneuern oder richten.

Bevor die neuen Segel aufgezogen werden, gibt es noch einiges zu tun. Bild: Ute Herborg/LVR
Bevor die neuen Segel aufgezogen werden können, gibt es noch einiges zu tun. Bild: Ute Herborg/LVR

Jetzt ist eine Spezialfirma aus dem niedersächsischen Winsen-Luhe angerückt, um die Restaurierung der Mühlentechnik abzuschließen. Zunächst müssen Teile des Drehkranzes ausgebessert werden, auf dem die Kappe sitzt. Auch das „Krühwerk“, die aus der Kappe ragende Quer- und Strebenbalkenkonstruktion mit dem Sterz zum Drehen der Kappe, verspricht noch einiges an Arbeit. Am Samstag, 23. April, werden dann die komplett neu angefertigten Flügel mit den Ruten angebracht, in die später die für die Einstellung der gewünschten Windkraft verstellbaren Jalousien eingesetzt werden.

Die Museumsgäste können das seltene handwerkliche Ereignis der Flügelmontage am Samstag von 11 bis 16 Uhr während der Veranstaltung „Verrücktes Holz“ mitverfolgen. (epa)

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