Apps können im Katastrophenfall warnen

Pro Jahr gehen fast 30.000 Notrufe 112 und 155.000 Anrufe in der Rettungsleitstelle Kreis Euskirchen ein – „Katastrophenschutz im Kreis Euskirchen auf hohem Niveau“

Apps wie „Nina“ können im Katastrophenfall warnen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Apps wie „Nina“ können im Katastrophenfall warnen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen – „Wir werden in den vergangenen Wochen zunehmend auf Fragen zum Katastrophenschutz angesprochen“, so Andreas Schulte, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Euskirchen. Dabei ging es häufig um die Themen wie die Sicherheit des belgischen Atomreaktors Tihange, Terrorangst und extreme Unwetterlagen.

„Diese Gefahren schaffen ständig neue Voraussetzungen für die ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz Euskirchen. Deshalb haben wir den Dialog mit unserem sehr erfahrenen Kreisbrandmeister Udo Crespin gesucht“, informierte jetzt Schulte. Seine Einschätzung danach: „Der Katastrophenschutz im Kreis Euskirchen ist auf hohem Niveau.“

In dem Gespräch sei nicht nur etwa die aktuelle Diskussion um die Jodtabletten thematisiert, sondern die gesamte Alarmkette bis hin zur Information jedes einzelnen Bürgers genau durchgesprochen worden. Der Fraktionsvorsitzende: „Wir sind sehr beruhigt, dass der Kreis Euskirchen sich nicht nur seit vielen Jahren mit der Thematik Tihange befasst, sondern mit entsprechenden Alarmplänen bestens auf mögliche Störfälle vorbereitet ist.“

Aber auch bei anderen Extremlagen, wie sporadisch auftretende Unwetter, habe der Krisenstab des Kreises Euskirchen in den zurückliegenden Jahren bereits gezeigt, wie gut organisiert er arbeitet. Der vom Landrat angekündigte Erweiterungsbau der Rettungsleitstelle sei in der Tat dringend erforderlich: Aktuell sind pro Jahr fast 30.000 Notrufe 112 und 155.000 Anrufe für weitere Ersuchen zu bewältigen. Damit die Kreisleitstelle auf die aktuellen Anforderungen reagieren könne, müsse sie mit der entsprechenden Technik besser ausgestattet werden.

Andreas Schulte: „Darüber hinaus empfehlen wir allen Bürgerinnen und Bürgern im Kreisgebiet  die Apps »KATWARN«  und »NINA« auf ihrem Smatphone zu installieren.  Diese können im Falle einer Gefahrenlage sofort durch den Kreis Euskirchen und dessen Rettungs-Team den Smartphone-Nutzer informieren.“

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Eifeler Presse Agentur/epa

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