„Starship“ hebt im City-Forum ab

„Offbeat“-Projekt geht in die Schlussphase – KSK-Vorstandsvorsitzender Udo Becker: „Ein kreisweites Jugendprojekt von besonderer Bedeutung“

Musiker, Sponsoren und Organisatoren des kreisweiten Jugendprojektes „Offbeat“ fiebern dem großen Finale mit Aufführungen im City-Forum entgegen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Musiker, Sponsoren und Organisatoren des kreisweiten Jugendprojektes „Offbeat“ fiebern dem großen Finale mit Aufführungen im City-Forum entgegen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen – 13 Monate lang haben Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren aus dem gesamten Kreisgebiet mit professionellen Künstlern beim Jugendprojekt „Offbeat“ zusammen gearbeitet. Bevor die jungen Leute bei zwei großen Aufführungen Ende Juni im City-Forum Euskirchen zeigen wollen, was sie in den Sparten Musik, Tanz und Schauspiel gelernt haben, trafen sich Akteure und Sponsoren am Dienstagmittag im S-Forum der Kreissparkasse Euskirchen (KSK), um Bilanz zu ziehen.

Als besonders wertvoll für die positive Entwicklung von Jugendlichen sieht Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der KSK Euskirchen, das „Offbeat“-Projekt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Als besonders wertvoll für die positive Entwicklung von Jugendlichen sieht Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der KSK Euskirchen, das „Offbeat“-Projekt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

KSK-Vorstandsvorsitzender Udo Becker betonte, dass es sich bei „Offbeat“ um ein „kreisweites Jugendprojekt von besonderer Bedeutung“ handele. „Offbeat bedeutet zwar »weg vom Schlag«, ist aber am Puls der Zeit“, so Becker. Das Wichtigste an diesem Jugendmusiktheater sei es gewesen, jungen Leuten einen „enormen Selbstbewusstseinsschub“ zu vermitteln. Mit 35.000 Euro habe die KSK daher das Projekt unterstützt, bei dem bekannte Musiker wie Emiliy Intsiful, Nico Gomez und Rapper Nilo sowie Tänzer Courb und Schauspielerin Neele Marie Nickel den Nachwuchs unterrichteten. Darüber hinaus standen Profis wie Musicaldarstellerin Valerie Simmonds und weitere Gesangs- und Theaterfachleute zur Verfügung.

Die jungen Musiker um Achim Sondermann (2.v.r.), unterstützt von den Profis Nico Gomez (r.) und Emily Intsiful, gaben Kostproben des Musicals. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die jungen Musiker um Achim Sondermann (2.v.r.), unterstützt von den Profis Nico Gomez (r.) und Emily Intsiful, gaben Kostproben des Musicals. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Wenn sich junge Leute öffentlich darstellen können, dann ist das ein guter Start auf dem Weg zum Erwachsenwerden“, so Landrat Günter Rosenke, der betonte, dass das „Offbeat“-Projekt ohne die massive Unterstützung der KSK nicht möglich gewesen wäre. Der Kreis habe noch weitere 8000 Euro aus dem „Kulturrucksack NRW“ zusteuern können. Als Mitglied des Vorstandes des Rheinischen Sparkassen und Giroverbandes (RSGV) habe er darüber hinaus das Projekt der Sparkassenstiftung Rheinland ans Herz gelegt. „Bis auf das Thema Denkmalpflege erfüllen wir ja alle Kriterien“, so der Landrat. Die Sparkassenstiftung gab dann nochmals 12.000 Euro. Zwingende Voraussetzung für eine solche Förderung war es, dass die Sparkasse vor Ort das Projekt ebenfalls unterstützt.

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Euskirchens Bürgermeister Dr. Uwe Friedl betonte, dass die Stadt vor allem für die Logistik gesorgt habe und das City-Forum und manchen Bus zur Verfügung stellte.

Der Landrat Günter Rosenke lobte nicht nur die jungen Musiker, sondern auch die Kreissparkasse, ohne deren Förderung „Offbeat“ so nicht möglich gewesen wäre. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Landrat Günter Rosenke lobte nicht nur die jungen Musiker, sondern auch die Kreissparkasse, ohne deren Förderung „Offbeat“ so nicht möglich gewesen wäre. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Achim Sondermann, Kopf und Organisator des „Offbeat“-Projekts sowie Leiter der Musikschule Weilerswist, bedankte sich bei der KSK für die hervorragende Projektbetreuung vor allem durch die Direktorin des Vorstandsstabs Rita Witt. „Es war eine tolle Zusammenarbeit, Frau Witt hat für mich viele Kontakte geknüpft und stand bei allen Fragen stets für mich zur Verfügung“, so Sondermann. Auch der Landrat wurde für sein außergewöhnliches Engagement mit Dank überschüttet, ebenso die Stadt Euskirchen und die Initiative „Kulturrucksack NRW“, bei deren Jahresversammlung die Idee zu „Offbeat“ entstanden war.

Dann aber ließ Sondermann für die Presse ein paar Zahlen sprechen. Die Kerngruppe, die im jetzigen Projekt aktiv ist, ist zwischen 10 und 15 Jahre alt. Beim Vorstellungsgespräch im City-Forum habe man 25 Jungen und 98 Mädchen gezählt. Davon seien sechs Jungen und 42 Mädchen übriggeblieben. „Jeden Samstag sechs Stunden Probe, das war für einige einfach zu viel“, so Sondermann. Und natürlich sei die Ausbildung zum Teil auch recht streng gewesen. „Am Ende sind aber die Richtigen übriggeblieben, bei denen die Leidenschaft für die Sache im Vordergrund steht und nicht die Eitelkeit, unbedingt eine Hauptrolle spielen zu wollen“, so Sondermann.

Die Proben fanden in fünf Orten des Kreises Euskirchen statt. Die Jugendlichen seien aus dem ganzen Kreis gekommen. Insgesamt seien 43 Leute an der Organisation des Projekts beteiligt gewesen. Die Kinder hätten insgesamt 200 Stunden Coaching erhalten.

Der Weilerswister Musikschullehrer betonte jedoch, dass nicht die Aufführung im City-Forum das Wichtigste am Projekt sei, sondern die pädagogische Arbeit im Verlauf der letzten 13 Monate. „Der Weg ist das Ziel“, so Sondermann, der bereits darüber nachdenkt, ein transnationales Offbeat-Projekt ins Leben zu rufen.

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Während und nach der Veranstaltung gab ein kleiner Kreis von jungen Musikerinnen und Musikern zusammen mit Achim Sondermann, Emily Intsiful und Nico Gomez bereits ein Vorgeschmack auf das, was die Besucher am Wochenende 25. und 26. Juni, 17 bis 19 Uhr, im City-Forum erwartet. Dann nämlich werden Captain Leopold und seine Crew auf einem fremden Planeten bruchlanden und zu allem Überfluss auch noch in die Querelen der beiden hier lebenden Völker verwickelt, die kurz davor stehen, einen Krieg zu beginnen. Das 90-minütige Bühnenstück ist für die ganze Familie geeignet. Karten gibt es unter: www.offbeatprojekt.de/shop

Eifeler Presse Agentur/epa

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