„Nicht jeder Beruf bietet viele Ausbildungsplätze“

Auszubildende der Kreissparkasse Euskirchen machen Euskirchener Schüler fit für die Bewerbung

Die beiden KSK-Azubis Timo Bong (v.l.) und Benjamin Hoppe gaben Euskirchener Realschülern handfeste Tipps für gute Bewerbungen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die beiden KSK-Azubis Timo Bong (v.l.) und Benjamin Hoppe gaben Euskirchener Realschülern handfeste Tipps für gute Bewerbungen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – „Bewerbt euch rechtzeitig – nicht jeder Beruf bietet viele Ausbildungsplätze“, mahnte Benjamin Hoppe, Auszubildender bei der Kreissparkasse Euskirchen (KSK). Zusammen mit seinem Azubi-Kollegen Timo Bong bot er am Montagvormittag der 9. Jahrgangsstufe der Euskirchener Kaplan-Kellermann-Realschule ein Bewerbungstraining im Sparkassenzentrum Euskirchen an. „Bewerbt euch für eine Berufsausbildung bereits ein bis eineinhalb Jahre im Voraus“, riet Hoppe.

Die beiden Azubis sind eigentlich gerade in der Mechernicher Filiale der KSK beschäftigt. Denn die Auszubildenden des 2. und 3. Lehrjahres bei der Kreissparkasse leiten einmal im Jahr eines der KSK-Beratungscenter (BC) in Eigenregie, im Rahmen des „Azubi-BC“. Dabei besuchen die angehenden Bankkaufleute aber auch Schulen, halten Vorträge oder geben ein Bewerbungstraining.

Wichtig sei auch, so Hoppe, sich im Vorfeld über die Bewerbungsverfahren und benötigten Unterlagen zu informieren: „Die einen Arbeitgeber wollen noch die Papierform und bestehen auf ein Bild, andere bieten zusätzlich oder ausschließlich eine Online-Bewerbung an.“ Nach weiteren Tipps zu Bewerbungsschreiben gab Timo Bong einige Beispiele aus der Praxis, zwar mit geschwärzten Daten und Namen, aber aus dem Eingangskorb der Personalabteilung. „Wer wie hier bei einer Bewerbung bei der Kreissparkasse im letzten Absatz schreibt »bewerbe ich mich hiermit in Ihrem Krankenhaus«, der hat natürlich schon einen schlechten ersten Eindruck hinterlassen“, so Bong.

Er gab den Rat, die Bewerbung vor dem Absenden immer noch einmal von einem Familienmitglied oder Freund gegenlesen zu lassen. Hoppe: „Und wenn ihr euch etwa in einem Sportverein als Kassenwart oder in einer gemeinnützigen Organisation engagiert, gehört das unbedingt in den Lebenslauf – auf so etwas stehen die Arbeitgeber. Dadurch könnt ihr euch auch von anderen Bewerbern abheben.“

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Um die Anforderungen und den Zeitdruck bei einem Einstellungstest zu verdeutlichen, durften die Schüler dann einen Probe-Eingangstest absolvieren. Gegen die Uhr galt es, Fragen verschiedenster Bereiche von Allgemeinbildung über Mathematik und Deutsch bis zur visuellen Wahrnehmung zu beantworten, immer mit konkreter Zeitvorgabe.

Im Mechernicher Azubi-BC tragen die Auszubildenden tageweise lockere Kleidung ohne „Schlips und Kragen“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Im Mechernicher Azubi-BC tragen die Auszubildenden tageweise lockere Kleidung ohne „Schlips und Kragen“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Während Benjamin Hoppe und Timo Bong sich um die Schüler kümmerten, verrichteten ihre Azubi-Kollegen ihren Dienst in Mechernich in eher ungewöhnlicher Aufmachung. Jonas Schulte, ebenfalls KSK-Azubi und Leiter des „Azubi-BCs“: „Wir experimentieren gerade ein wenig mit der Kleidung: Jeweils montags, mittwochs und freitags lassen wir Krawatte, Tuch und Sakko im Schrank.“ Stattdessen sei dann „business casual“, also zwar noch geschäftsmäßige, aber lockerere Kleidung wie Jeans und Hemd angesagt. Schulte: „Die Kunden reagieren überwiegend positiv darauf.“ Noch bis Freitag, 22. Juli, werden die jungen Leute zu den regulären Öffnungszeiten sämtliche im Mechernicher BC anfallenden Arbeiten übernehmen, vom Kundenservice am Schalter bis zu den Beratungen im Back-Office-Bereich.

Eifeler Presse Agentur/epa

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