Andere Länder, andere (Müll-) Sitten

Flüchtlinge besichtigten Abfallwirtschaftszentrum in Mechernich

Neun Flüchtlinge, eine Übersetzerin der Caritas, Dirk Hoss (3. v. li.) und Hubert Krämer (5. v. li.), Anleiter des Integrationsprojektes der Caritas, erhalten von der Abfallberatung Einkaufstaschen am Ende der Besichtigung des Abfallwirtschaftszentrums. Foto: Karen Beuke
Neun Flüchtlinge, eine Übersetzerin der Caritas, Dirk Hoss (3. v. li.) und Hubert Krämer (5. v. li.), Anleiter des Integrationsprojektes der Caritas, erhalten von der Abfallberatung Einkaufstaschen am Ende der Besichtigung des Abfallwirtschaftszentrums. Foto: Karen Beuke

Mechernich-Strempt – Dass man Müll trennen muss, ist hierzulande seit vielen Jahren bekannt. In anderen Ländern ist das nicht unbedingt so, Abfall wird dort „achtlos auf die Straße geworfen“, wie ein Flüchtling der Abfallberaterin des Kreises mitteilte. Neun Flüchtlinge aus Ghana, Syrien, Afghanistan und dem Irak nahmen jetzt an einer Exkursion im Abfallwirtschaftszentrum des Kreises Euskirchen teil, um mehr über Mülltrennung zu erfahren.

Unter dem Motto „Wie geht Deutschland?“ sollte der Flüchtlingsgruppe auch der Umgang mit Abfällen näher gebracht werden. Seit knapp vier Monaten nehmen die Männer am Projekt „BIG – Beschäftigung und Integration für Geflüchtete“ aktiv teil. Das Projekt wird vom Caritasverband Euskirchen in Kooperation mit der Stadt Euskirchen ausgeführt.

Hubert Krämer von der Caritas hatte den Flüchtlingen das Grundwissen zur Abfallentsorgung im Kreis Euskirchen vorab vermittelt. Um das Wissen zu vertiefen, führte Karen Beuke, Abfallberaterin des Kreises Euskirchen, die Gruppe durch das Abfallwirtschaftszentrum Mechernich. Im Fokus standen die Trennung und das Recycling der Abfälle. Ein Flüchtling stellte sehr verwundert fest, dass zum Teil noch gut erhalte Holzmöbel im Sperrmüll landen. Darüber waren alle Flüchtlinge fassungslos. Auch die Erzeugung von Kompost aus dem Bio- und Grünabfall war für sie eine Neuigkeit. Dass auch alte Elektrogeräte recycelt werden können, führte genauso zum Erstaunen, wie die Tatsache, dass aus Altreifen rutschfeste Teppichmatten hergestellt werden können.

Am Ende der Besichtigung bekamen alle Teilnehmer eine mehrfach verwendbare Einkaufstasche aus Baumwolle samt Infomaterial geschenkt – ganz nach dem Motto „der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“.

Bei Interesse an Informationsmaterial rund um Abfälle oder an einer kostenlosen Besichtigung des Abfallwirtschaftszentrums (nur Gruppen aus dem Kreisgebiet) können sich Interessenten an die Abfallberatung der Kreisverwaltung wenden.
Kontakt: Telefon 0 22 51 / 15 – 371 (Karen Beuke); E-Mail: karen.beuke@kreis-euskirchen.de

(epa)

Ein Gedanke zu „Andere Länder, andere (Müll-) Sitten“

Kommentar verfassen