ene-Mobil steht jetzt auf dem Vellerhof

Die soziale Einrichtung will vor allem die täglichen Verwaltungsfahrten ins Ahrstädtchen und Arztbesuche mit dem CO2-neutralen Fahrzeug absolvieren

Stefanie Geschwind (v.l.) und Sandra Ehlen von der ene-Unternehmensgruppe übergaben das E-Mobil des regionalen Energiedienstleisters an Werner Hoff, Geschäftsführer des „Clemens-Josef-Haus“ in Blankenheim. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Stefanie Geschwind (v.l.) und Sandra Ehlen von der ene-Unternehmensgruppe übergaben das E-Mobil des regionalen Energiedienstleisters an Werner Hoff, Geschäftsführer des „Clemens-Josef-Haus“ in Blankenheim. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim-Vellerhof – Mit seiner Biogasanlage ist das „Clemens-Josef-Haus“, besser bekannt unter dem Namen „Vellerhof“, einer der grünen Vorreiter in der Region, wenn es um die Erzeugung von Strom aus regenerativen Quellen geht. An der Einrichtung des Rheinischen Vereins für Katholische Arbeiterkolonien wird mit 5000 Kilowattstunden Strom heute schon an einem einzigen Tag so viel Energie produziert, wie ein Durchschnittshaushalt im ganzen Jahr verbraucht. Während die entstehende Wärme direkt vor Ort benötigt wird und man dadurch im Jahr bis zu 150.000 Liter Öl einspart, wird der Strom ins Netz eingespeist und hilft somit der ene-Unternehmensgruppe ihrem Ziel, bis 2030 das Versorgungsgebiet einzig und allein aus Erneuerbaren Energien zu versorgen, ein Stückchen näher zu kommen.

„So viel Engagement für grüne Energie muss belohnt werden“, sagte Sandra Ehlen, Pressesprecherin der „ene“, die mit der Auszubildenden Stefanie Geschwind jetzt in besonderer Mission den Vellerhof besuchte. Die beiden fuhren nämlich mit dem E-Mobil des regionalen Energiedienstleisters vor, das die nächsten drei Monate an der Einrichtung verbleiben wird.

„Nachdem unser Elektroauto schon bei vielen Städten und Gemeinden sowie beim Kreis Euskirchen und beim Leader-Projekt »Dorfauto« seine Dienste geleistet hat, verleihen wir es jetzt erstmalig an eine soziale Einrichtung“, berichtete Ehlen. Gut 44.000 Kilometer habe das Fahrzeug bereits zurückgelegt, um damit in der Region für E-Mobilität zu werben. Ganz nebenbei seien so 6160 Kilogramm CO2 eingespart worden (laut Dekra 140 Gramm pro Kilometer).

Der Geschäftsführer des „Clemens-Josef-Hauses“, Werner Hoff, der die Einrichtung schon seit 17 Jahren leitet, freute sich über die Leihgabe. „Wir werden es vor allem für Botenfahrten nutzen“, berichtete er. „Denn wir sind zwei bis drei Mal am Tag in Blankenheim, um Verwaltungsangelegenheiten zu klären, Bewohner zum Arzt zu bringen, jemanden vom Bahnhof abzuholen oder einfach zur Post zu fahren.“

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Zum Vellerhof gehört ein Alten- und Pflegeheim für Suchtkranke und Obdachlose, die jüngsten Bewohner sind gerade einmal 18 Jahre alt. Insgesamt beherbergt die Einrichtung derzeit 204 Bewohner, 85 davon sind im Altenheim untergebracht. Die Bewohner können in gleich 15 arbeitstherapeutischen Bereichen einer Beschäftigung nachgehen.

„Wir setzen weiterhin auf Strom als Treibstoff von morgen“, sagte Sandra Ehlen. Aus diesem Grund schaffe die ene-Unternehmensgruppe auch bereits seit Jahren mit ihren E-Ladesäulen in der Region eine Infrastruktur für E-Mobilität.  So wurden bislang Ladesäulen für E-Mobile in Kall, Heimbach, Mechernich, Schleiden, Hellenthal und Euskirchen aufgestellt. Für E-Bikes gibt es darüber hinaus in Bad Münstereifel und am Kronenburger See Stationen, an denen man sein Elektrofahrrad „auftanken“ kann.

Das ambitionierte Eintreten des regionalen Energiedienstleisters für den Strom als Treibstoff von morgen hat mittlerweile auch bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Bundesverband eMobilität widmete den Eifeler Vorkämpfern für eine CO2-neurale Fortbewegungsart in ihrer Zeitschrift einen größeren Beitrag, und das Dorfauto-Projekt wurde unter anderem als Musterbeispiel für den Klimaschutz in NRW ausgezeichnet.

Eifeler Presse Agentur/epa

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