Spielen in der Wirtschaftswunderzeit

Das LVR-Freilichtmuseum Kommern gewährt wieder Einblicke in seine umfangreiche Spielzeugsammlung

Das Spielzeug aus dieser Zeit macht den Wandel deutlich, der sich in diesem Zeitraum in Technik, Wirtschaft, Kultur und sozialem  Leben vollzogen hat.  Bild: Hans-Theo Gerhards/LVR
Das Spielzeug aus dieser Zeit macht den Wandel deutlich, der sich in diesem Zeitraum in Technik, Wirtschaft, Kultur und sozialem Leben vollzogen hat. Bild: Hans-Theo Gerhards/LVR

Mechernich-Kommern – Ab dem 13. November gibt das LVR-Freilichtmuseum Kommern wieder neue Einblicke in seine umfangreichen Spielzeugbestände. Diesmal geht es in einer Sonderausstellung um Spielen und Spielzeug in den 1950er- und 1960er-Jahren. Die Zeit zwischen 1950 und 1967, dem Jahr der ersten Rezession in Deutschland, ist die Zeit des Wirtschaftswunders. Ist die Kindheit zuvor noch vom Mangel der Nachkriegszeit bestimmt, so wird in diesen Jahren durch den wirtschaftlichen Aufschwung das Angebot an Spielzeug und Freizeitmöglichkeiten für Kinder immer größer. So macht der technische Fortschritt mit der Verbreitung von Radio und Fernsehen wie auch der Motorisierung nicht vor dem Kinderzimmer halt und spiegelt sich im Spielzeug wider.

Aber auch das Spielen auf der Straße, damals trotz Zunahme des Verkehrs auch in den Städten noch möglich, die Frage der Berücksichtigung von Kinderwünschen im Familienurlaub sowie das Spielen und Erziehen in Kindergarten und Schule werden thematisiert. Die Ausstellung will diese spannungsreiche Zeit mit Spielzeugen, Kleidung, Fotos, Filmen und anderen Objekten wieder in Erinnerung rufen. Die Zeugnisse aus der Kinderwelt  verdeutlichen auf vielfältige Weise die Stimmung dieser Zeit.

Die heute Fünfzig- und Sechzigjährigen haben die Wirtschaftswunderzeit als Kinder erlebt. Viele ihrer Erinnerung sind in die neue Ausstellung eingeflossen. Seit einigen Jahren bildet diese Zeit einen Sammlungs- und Dokumentationsschwerpunkt im LVR- Freilichtmuseum Kommern und Rheinischen Landesmuseum für Volkskunde, unter anderem mit zeitgenössischen Bauten auf dem neuen „Marktplatz Rheinland“. (epa)

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