„Der Wilde Weg“ als UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet

Naturerkundungspfad im Nationalpark Eifel glänzt durch vermittelbar gemachte biologische Vielfalt

Professor Karl-Heinz Erdmann (von rechts) vom Bundesamt für Naturschutz übergab auf dem „Wilden Weg“ im Nationalpark Eifel die Auszeichnung an Michael Lammertz, Fachgebietsleiter Kommunikation und Naturerleben und Tobias Wiesen, Experte für Barrierefreies Naturerleben im Nationalpark Eifel. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel
Professor Karl-Heinz Erdmann (von rechts) vom Bundesamt für Naturschutz übergab auf dem „Wilden Weg“ im Nationalpark Eifel die Auszeichnung an Michael Lammertz, Fachgebietsleiter Kommunikation und Naturerleben und Tobias Wiesen, Experte für Barrierefreies Naturerleben im Nationalpark Eifel. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel

Heimbach/Nationalpark Eifel – „Der Wilde Weg“,Naturerkundungspfad im barrierefreien „Natur-Erlebnisraum Wilder Kermeter“ ist jetzt als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden. Dazu erhielt die Nationalparkverwaltung Eifel, vertreten durch Michael Lammertz und Tobias Wiesen vom Nationalparkforstamt Eifel, die Auszeichnung aus den Händen von Professor Karl-Heinz Erdmann vom Bundesamt für Naturschutz.

Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Erdmann: „Der Wilde Weg zeigt auf beeindruckende Weise, wie die biologische Vielfalt originell und mit viel Begeisterung allen Besucherinnen und Besuchern, egal ob mit oder ohne Behinderung, zugänglich gemacht und vermittelt werden kann.“

Auf dem 1.500 Meter langen Naturerkundungspfad können sich Besucher an zehn interaktiven Erlebnisstationen über Wildnis, Waldentwicklung und die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Eifel informieren. Zudem erfahren sie, wie sich Stürme auf einen Wald auswirken, auf einer Kletterstrecke ihre Kräfte messen oder sich in einer Forscherstation wie ein Wissenschaftler fühlen. Ein 210 Meter langer Holzsteg durch die Waldwildnis ermöglicht ganz besondere Perspektiven und Einblicke in die Natur. Insgesamt besuchten den „Wilden Weg“ seit seiner Eröffnung im Juni 2014 laut Statistik rund 115.000 Personen.

Für tiefere Informationen des „Wilden Weges“ ließ das Nationalparkforstamt Eifel zusätzlich Unterrichtsmaterialien erstellen. Diese wurden in die Umweltbildungs-Ordner der rund 50 zertifizierten Nationalpark-Schulen Eifel aufgenommen.

Befragungsergebnisse durch die Deutsche Sporthochschule Köln ergaben, dass  der Anteil mobilitätseingeschränkter Besucher im Wilden Kermeter rund 15 Prozent beträgt. 98 Prozent befragter Besucher aus dem Sommer 2015 gaben an, dass ihnen der Wilde Weg gut bis sehr gut gefallen hat. 96 Prozent konnten den Wilden Weg insgesamt problemlos nutzen. Besonders gut kamen der Baumstamm-Tunnel, die Pilzstation und die Kletterstrecke an.  Die Besucher empfanden den Naturerkundungspfad „Der Wilde Weg“ als „erlebnisreich“, „lehrreich“ und „barrierefrei“ sowie „interessant“, „detailverliebt“ und „spannend“.

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Der 2004 gegründete Nationalpark Eifel dient neben dem Schutz und Erforschung der Natur auch der Umweltbildung und dem Naturerlebnis der Bevölkerung. Michael Lammertz: „Wir  haben uns von Anfang an das Ziel gesetzt, den Nationalpark Eifel für Alle erlebbar zu machen, das heißt für Menschen mit und ohne Behinderungen.“ (epa)

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