Gleich drei Top-Acts bei der Mechernicher Oldienacht

Von Reiner Züll Traditionsveranstaltung kehrt zurück in die Kernstadt – Hilfsgruppe Eifel feiert 25. Geburtstag – „Moviestar“ Harpo wieder dabei – Acht Stunden Programm – Karten gibt es ab dem 1. Dezember

Präsentierten im Mechernicher Rathaus das Programm der 20. Mechernicher Oldienacht. Von links: Osman Gelisgen, Bürgermeister Dr. Hans Peter Schick, Willi Greuel, Paul Schneider und Thomas Tampier. Foto: Reiner Züll
Präsentierten im Mechernicher Rathaus das Programm der 20. Mechernicher Oldienacht. Von links: Osman Gelisgen, Bürgermeister Dr. Hans Peter Schick, Willi Greuel, Paul Schneider und Thomas Tampier. Foto: Reiner Züll

Mechernich – Die Mechernicher Oldienacht zugunsten der Hilfsgruppe Eifel kehrt zu ihren Wurzeln zurück. Am Samstag, 1. April, nächsten Jahres findet die 20. Auflage des weit über die Kreisgrenzen hinweg beliebten Oldie-Klassikers wieder an dem Ort im Zentralort Mechernich statt, wo alles vor 20 Jahren begann. In der Festhalle im Schulzentrum an der Bruchgasse präsentierte die Hilfsgruppe am ersten Apriltag ein Programm mit gleich drei Top-Acts. Der Kartenvorverkauf beginnt bereits am 1. Dezember, weil die Tickets seit Jahren beliebte Weihnachtsgeschenke sind.

„Wir feiern im nächsten nicht nur die 20.Oldienacht, sondern auch das 25-jährige Bestehen unserer Hilfsgruppe“, freute sich der Vorsitzende, Willi Greuel, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Mechernicher Rathaus, in dessen Verlauf die Hilfsgruppe und Bürgermeister Dr. Hans Peter Schick über das Programm der Jubiläums-Oldienacht informierten. Man habe das Publikum zum Jubiläum nach seinen Wünschen gefragt und danach das Programm gestaltet.

Dean Barton, Sohn des 1995 bei Köln tödlich verunglückten Smokie-Fontmannes Alan Barton, hat die gleiche Stimme wie sein betühmter Vater. Bereits 2014 begeisterte er das Publikum bei der 17. Mechernicher Oldienacht. Foto: Reiner Züll
Dean Barton, Sohn des 1995 bei Köln tödlich verunglückten Smokie-Fontmannes Alan Barton, hat die gleiche Stimme wie sein betühmter Vater. Bereits 2014 begeisterte er das Publikum bei der 17. Mechernicher Oldienacht. Foto: Reiner Züll

Und das hat es in sich, wie Greuel verspricht: Mit „Spirit of Smokie“, Harpo & Band und Pussycat & Band habe man gleich drei Top-Acts im Programm des Oldie-Marathons. Hinzu kommen der Brite und Joe Cocker-Begleiter Dee Arthur James, die Band „Roxx Busters“, die Westernhagen Coverband „Mit 18“, die BAP-Coverband „MAM“ und die Oldie-Formation „Magic Touch“, die schon in den Anfangsjahren bei der Mechernicher Oldienacht aufgespielt hat. Zum Warm up spiele die Band „Eifelperlen“ auf. Präsentiert werde das Programm von dem Moderator-Urgestein Tom Sauer.

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Bürgermeister Dr. Hans Peter Schick freute sich darüber, dass die Oldienacht wieder zu ihren Wurzeln in die Kernstadt zurückkehre. Er dankte allen Organisatoren, Sponsoren und Bands für das Engagement zugunsten der Hilfsgruppe Eifel. Er sei stolz über deren Aktivitäten innerhalb der Stadt Mechernich. Schick hoffte, dass auch die 20. Oldienacht wieder ein großer Erfolg werde.

Die Hilfsgruppe Eifel entsprach dem vielfachen Wunsch des Publikums, den beliebten Sänger Harpo bei der 20. Oldienacht auf die Bühne zu holen. Foto: Reiner Züll
Die Hilfsgruppe Eifel entsprach dem vielfachen Wunsch des Publikums, den beliebten Sänger Harpo bei der 20. Oldienacht auf die Bühne zu holen. Foto: Reiner Züll

Willi Greuel erinnerte an die ersten Oldienacht, die anlässlich des 100-jährigen Bestehens der TuS Mechernich in der Dreifachturnhalle veranstaltet worden sei. Inzwischen habe die Oldienacht Kultstatus erreicht. Greuel: „Wir können uns die Bands aussuchen, weil sich immer wieder so viele anbieten, für die Hilfsgruppe zu spielen“. Bei jährlichen Verpflichtungen von rund 240.000 Euro sei die Hilfsgruppe jedoch auch auf die Einnahmen aus dem Erlös der Oldienacht angewiesen,

Froh ist Willi Greuel über das tolle Ambiente der renovierten Festhalle. „Die Halle wird jetzt der Bezeichnung als Festhalle rundum gerecht“, so der Hilfsgruppen-Vorsitzende. Die Dimension der Festhalle sei zwar kleiner als die Diskothek in der ehemaligen Tonfabrik. Man werde für das ältere Semester eine Tribüne mit 200 bis 300 Sonderplätzen installieren.  Die Halle biete Platz für 1200 Personen.

Erinnert an die Songs von Joe-Cocker: Der Brite Dee Arthur James (rechts) faszinierte letztes Jahr die Besucher der Mechernicher Oldienacht. Er freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem Publikum am 1. April nächsten Jahres in Mechernich. Foto: Reiner Züll
Erinnert an die Songs von Joe-Cocker: Der Brite Dee Arthur James (rechts) faszinierte letztes Jahr die Besucher der Mechernicher Oldienacht. Er freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem Publikum am 1. April nächsten Jahres in Mechernich. Foto: Reiner Züll

Das Programm werde sich wieder über rund acht Stunden hinziehen. Ein großer Wunsch des Publikums sei das Wiedersehen mit Harpo gewesen. Dem sei man gern nachgekommen und habe dabei Wert darauf gelegt, dass Harpo mit Band auftritt. „Playback wird es an diesem Abend nicht geben“, so Greuel. Das gelte auch für Pussycat mit der Originalsängerin Toni Willé.

Einer der absoluten Top-Acts sei die britische Band Spirit of Smokie, die 2014 erstmals bei der Mechernicher Oldienacht dabei war und jetzt gern zur 20. Auflage wiederkommt. Smokie Top-Hit „Living next door to Alice“ ging in der 70er Jahren weltweit 30 Millionen Mal über die Ladentheken der Musikgeschäfte. Heute gehört mit Dean Barton der Sohn des ehemaligen Smokie-Frontmannes Alan Barton der Band an. Deans Vater war am 19. Marz 1995 auf der Autobahn 4 bei Gummersbach tödlich verletzt worden, als der Bandbus auf der Rückfahrt vom Konzert in einem Hagelsturm verunglückte. Mit Bartons Tod ging damals die Ära Smokie zu Ende.

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Bei der 20. Mechernicher Oldie-Nacht wird Pussycat & Band in Mechernich auf der Bühne stehen. Unser Foto zeigt Pussycat-Urgestein Toni Willé. Foto: Bandfoto
Bei der 20. Mechernicher Oldie-Nacht wird Pussycat & Band in Mechernich auf der Bühne stehen. Unser Foto zeigt Pussycat-Urgestein Toni Willé. Foto: Bandfoto

Um den musikalischen Geist von Alan Barton und der legendären Band aufrecht zu erhalten, gründete der Smokie-Schlagzeuger Ron Kelly mit Bartons Sohn Dean und zwei weiteren Musikern 2008 eine Formation, die seitdem als „Spirit of Smokie“ das musikalische Erbe von Smokie in die ganze Welt trägt.

Im Verlauf der Pressekonferenz verwies Willi Greuel auf das 25-jährige Bestehen der Hilfsgruppe im nächsten Jahr. Es werde mehrere Veranstaltungen geben. So werde die Bigband der Bundeswehr im Dezember gleich zwei Konzerte im Kulturkino Vogelsang geben. Die Kinderkirmes in Lückerath zugunsten der Hilfsgruppe werde es allerdings im nächsten Jahr nicht mehr geben. Stattdessen gehe die Kinderkirmes auf Tour. So finde am 28. Mai ein großes Familienfest im Urfter Schullandheim statt. Dabei sollen wie bisher in Lückerath die Kinder im Mittelpunkt stehen. Zusammen mit der DKMS plane man eine Jubiläums-Veranstaltung, bei der sich ehemalige Leukämiekranke mit ihren Stammzellenspendern treffen.

Der Kartenverkauf für die Jubiläums-Oldienacht beginnt am Donnerstag, 1. Dezember. Vorverkaufsstellen sind in Mechernich im Lädchen im Bahnhof sowie in der Buchhandlung Schwinning; in Kall im Rewe-Center und in der Bauzentrale Schumacher. In Kommern gibt es Tickets an der Lottoannahmestelle Winter-Thelen und im Rewe-Center, in Gemünd in der Buchhandlung Wachtel, in Schleiden bei der Postagentur Herr, in Zülpich im Rewe-Center, in Weilerswist bei Edeka Interbieten und in Euskirchen im Wochenspiegelbüro und im SVE-Ticketshop.  Auch im Internet können Eintrittskarten erworben werden.

www.mechernicher-oldienacht.de

www.kinderkrebshilfe-eifel.de

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