KSK Euskirchen unterstützt Schülerfrühstück an der GGS Nordstadt

Drei bis vier Kinder pro Klasse bringen regelmäßig kein Frühstück mit und haben auch zu Hause vor Schulbeginn noch nicht gefrühstückt – Katholische Jugendagentur organisiert das Projekt

Sie möchten, dass kein Kind hungrig die Schulbank drücken muss: Schulleiterin Monika Tilk, Uwe König, Silas Wiederer (beide KJA), Margret Schmitz, Lars Gippert (KJA) und Hartmut Cremer, Vorstandsmitglied KSK Euskirchen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Sie möchten, dass kein Kind hungrig die Schulbank drücken muss: Schulleiterin Monika Tilk, Uwe König, Silas Wiederer (beide KJA), Margret Schmitz, Lars Gippert (KJA) und Hartmut Cremer, Vorstandsmitglied KSK Euskirchen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Immer mehr Kinder kommen morgens in die Schule und haben noch nicht gefrühstückt. „Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich“, berichtete Margret Schmitz, die sich bislang in der Offenen Ganztagsschule der Gemeinschaftsgrundschule Nordstadt in Euskirchen ehrenamtlich um das Schülerfrühstück gekümmert hat. Am Ende waren es 16 Kinder, die sie jeden Morgen versorgte. „Nicht immer ist es so, dass die Kinder ohne Frühstück aus dem Haus geschickt werden, einige können morgens in der Früh auch einfach nichts essen“, so Schmitz.

„Angefangen haben wir mit einem Adventsfrühstück. Das hat den Kindern so gut gefallen, dass wir mit Hilfe von ortsansässigen Firmen, die uns mit Lebensmittel versorgt haben, drei Jahre lang ehrenamtlich das Schulfrühstück organisieren konnten“, berichtete die Leiterin der GGS Nordstadt Monika Tilk. Doch zum 1. November wird das Schülerfrühstück nun auf andere Beine gestellt. Die Schule hat sich die Katholische Jugendagentur Bonn mit ins Boot geholt. Die wiederum hat ihren Berufspraktikanten Silas Wiederer freigestellt, der sich fortan um das Einkaufen der Lebensmittel und das Anrichten des Frühstücks kümmert. Finanziert wird das Schülerfrühstück über Spenden.

Die Kreissparkasse Euskirchen (KSK) war von der Notwendigkeit des Schülerfrühstücks sogleich überzeugt und unterstützt dieses nun aus Mitteln der Bürgerstiftung. Hartmut Cremer, Vorstandsmitglied der KSK Euskirchen, betonte, dass der Förderschwerpunkt der KSK im Bereich Jugend und Bildung liege. Gemeinsam mit den Erlösen des PS-Zweckertrags würden beide KSK-Stiftungen über 600.000 Euro jährlich in soziale, kulturelle und sportliche Projekte des Kreises Euskirchen investieren. „Ich bin mir sicher, dass unser Engagement auch hier in der größten Offenen Ganztagsschule Euskirchens auf fruchtbaren Boden fällt“, so Cremer.

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„Die Kreissparkasse ist unser zuverlässigster Sponsor und unterstützt zahlreiche unserer Projekte“, bedankte sich Monika Tilk bei der KSK. Von den rund 300 Schülerinnen und Schülern der GGS besuchten 152 die Offene Ganztagsschule. „Allein das Mittagessen wird hier in drei Schichten ausgegeben“, so Tilk.

Uwe König, Bereichsleiter der Katholischen Jugendagentur, und sein Kollege Lars Gippert berichteten, dass die Schülerschaft an der GGS sehr heterogen sei. „Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund liegt bei 40 Prozent.“ Zurzeit besuchten auch 31 Flüchtlinge die Schule. „Drei bis vier Kinder pro Klasse bringen regelmäßig kein Frühstück mit und haben auch zu Hause vor Schulbeginn noch nicht gefrühstückt“, so Gippert. Das Mittagessen bzw. das Schulobst seien für diese Kinder häufig die erste Mahlzeit des Tages.

„Die Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, ihren Hunger zu stillen, um dadurch bessere Chancen auf Teilhabe an Lernen und Bildung zu haben“, so Gippert und König. Auch könnten die Kinder dadurch, dass sie in Gemeinschaft mit anderen frühstückten und kommunizierten, wichtige soziale Erfahrungen machen.

Das Schulfrühstück werde zunächst drei Mal wöchentlich angeboten. „Wir starten mit 15 Kindern, haben aber bis zu 25 Plätze frei“, so König. Silas Wiederer bereitet das Frühstück für die Kinder in Form eines Büfetts vor. Es gibt Brot, herzhafte Beläge, Müsli, Joghurt, Obst und Rohkost.

„Wir hoffen, dass sich neben der Kreissparkasse noch andere Unternehmen und Institutionen finden, die uns beim Schülerfrühstück unter die Arme greifen“, so Monika Tilk. Wer mit dafür sorgen möchte, dass kein Kind hungrig die Schulbank drücken muss, der kann sich direkt bei der Schulleitung melden.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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