„Klar sind wir gut, Mensch!“

Caritas Euskirchen beteiligt sich an Aktion #gutmensch des Erzbistums Köln

Martin Afagh, Caritas Euskirchen (2.v.l.), Juliane Wetzlar, Caritas Euskirchen (2.v.r.), Johanna Strömer, Praktikantin Caritas Euskirchen (1.v.r.) und Klienten der Flüchtlingshilfe vor der Caritasgeschäftsstelle in Euskirchen. Foto: Carsten Düppengießer/Caritas Euskirchen
Martin Afagh, Caritas Euskirchen (2.v.l.), Juliane Wetzlar, Caritas Euskirchen (2.v.r.), Johanna Strömer, Praktikantin Caritas Euskirchen (1.v.r.) und Klienten der Flüchtlingshilfe vor der Caritasgeschäftsstelle in Euskirchen. Foto: Carsten Düppengießer/Caritas Euskirchen

Euskirchen – Kann es schlecht sein, ein guter Mensch zu sein? Dieser Frage stellt sich das Erzbistum Köln mit der Aktion #gutmensch. Im gesamten Erzbistum Köln sind dieser Tage Menschen unterwegs, die mit Sprühkreide und Schablonen den Hashtag #gutmensch gut sichtbar in die Öffentlichkeit tragen. 

Auch die Caritasmitarbeiter Juliane Wetzlar, Martin Afagh und die Praktikantin Johanna Strömer sowie einige Klienten der Caritas-Flüchtlingshilfe haben sich auf den Weg gemacht, um #gutmensch auf die Bürgersteige vor Caritaseinrichtungen in Euskirchen zu sprayen.

Auf der Kampagnen-Webseite www.zusammen-gut.de informiert das Erzbistum über den Hintergrund der Aktion. Gutmensch sei in unserer Gesellschaft nahezu ein Schimpfwort geworden. Gutmenschen werde vorgeworfen naiv, dumm und weltfremd zu sein.

Das Erzbistum sagt dazu auf der Homepage: „Doch tatsächlich vereint ein Gutmensch in Wahrheit viele positive Eigenschaften: Ihm ist nicht egal, wie es seinem Nächsten geht. Er begegnet ihm mit Solidarität, sogar mit Liebe. Er fühlt mit ihm, anstatt sich nur mit sich selbst und seinen Bedürfnisse zu beschäftigen.

Er respektiert den Standpunkt des Anderen und seine Eigenheiten, ohne dabei die eigenen Überzeugungen aufzugeben. Dabei ist es ihm wichtig, das Gemeinwohl im Blick zu behalten – und das nicht nur national, sondern global.

Wenn er handelt, dann handelt er immer auf Grundlage dieser Überzeugungen. Er setzt sich aktiv für diejenigen ein, die seine Hilfe brauchen, wer auch immer sie sind und woher auch immer sie kommen.

Genau deshalb brauchen wir den Mut zu sagen: „Ja klar bin ich gut, Mensch!“. Selbstverständlich ist das nicht immer einfach und natürlich macht jeder Fehler. Auch das gehört zum Menschsein. Aber es zählt der Versuch. Unsere Gesellschaft braucht Gutmenschen, denn sie sind es, die die Gesellschaft zusammenhalten. Deshalb: Zusammen gut“

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Bilder der Aktion aus dem gesamten Erzbistum sind auf Instagram unter „zusammengut“ und über www.zusammen-gut.de zu sehen.

„Für die Sprayaktion in der Innenstadt liegt eine Genehmigung der Stadt Euskirchen vor“, betont Caritassprecher Carsten Düppengießer. Außerdem habe man bewusst nur auf den Gehwegen vor Caritaseinrichtungen gesprüht. Dennoch hätten sich erste Anwohner in einigen Nebenstellen gemeldet, die Vandalismus am Werk wähnten. „Hier können wir beruhigen. Die Kreide ist wasserlöslich und wird vom nächsten Regen wieder rückstandslos weggewaschen.“ Im Übrigen freue man sich darüber, dass die Aktion offensichtlich wahrgenommen werde. „Das Erzbistum formuliert es auf seiner Kampagnenwebseite wie folgt: Gute Menschen gibt es überall. Wir stellen sie in den Mittelpunkt. Darum steht es jetzt in neongrün auf Straßen, Gehwegen und vor Kirchen: #gutmensch. Dem stimmen wir voll und ganz zu“, so Düppengießer abschließend. (epa)

 

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