„Windpark im Wald ist mit Mut und Umsicht geplant“

NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat den größten Waldwindpark Nordrhein-Westfalens in Dahlem eingeweiht

Thilo Wemmer-Geist (v.l.), Projektleiter Dunoair, Arjen Ploeg, Geschäftsführer Dunoair, Umweltminister Johannes Remmel, Manfred Poth, Allgemeiner Vertreter Landrat Kreis Euskirchen und Jan Lembach,  Bürgermeister Gemeinde Dahlem, bei der offiziellen inbetreibnahme des Windparks Dahlem-Baasemer Wald. Foto: Hans Gerritsen
Thilo Wemmer-Geist (v.l.), Projektleiter Dunoair, Arjen Ploeg, Geschäftsführer Dunoair, Umweltminister Johannes Remmel, Manfred Poth, Allgemeiner Vertreter Landrat Kreis Euskirchen und Jan Lembach, Bürgermeister Gemeinde Dahlem, bei der offiziellen inbetreibnahme des Windparks Dahlem-Baasemer Wald. Foto: Hans Gerritsen

Dahlem – Der Windpark Dahlem-Baasemer Wald, die bisher größte Anlage Nordrhein-Westfalens zur Windenergieerzeugung im Wald, ist jetzt offiziell eingeweiht worden. NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat zusammen mit Vertretern des Betreibers Dunoair sowie Jan Lembach, Bürgermeister Dahlem, und Manfred Poth, Allgemeiner Vertreter Landrat Kreis Euskirchen, den symbolischen Startknopf der Ökostromanlage betätigt.

Acht Anlagen mit einer Leistung von je drei Megawatt und 149 Metern Nabenhöhe, sowie zwei Anlagen mit einer Leistung von je 2,35 Megawatt und 138 Meter Nabenhöhe können rein rechnerisch mehr als 22.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen – das sind ein Drittel der Haushalte des Kreises Euskirchen.

Remmel bei der Eröffnung: „Gerade bei Windenergieanlagen im Wald herrscht eine große Sensibilität. Wir haben in Nordrhein-Westfalen mit dem Windenergieerlass aus dem Jahre 2011 die Grenzen hierfür klar definiert und sehr genau geregelt, was im Wald an Windkraftausbau möglich ist, und was nicht. Doch Artenvielfalt und Natur, wie wir sie kennen, ist erheblich bedroht, wenn wir den Klimawandel nicht wirksam eindämmen. Windenergie ist dazu eines der besten Instrumente, daher können wir auf gute Standorte in unseren Wäldern nicht komplett verzichten.“

Laut Windmessungen sei der Standort einer der windreichsten Standorte in Nordrhein-Westfalen, wie Arjen Ploeg, Geschäftsführer und Inhaber Dunoair, sagte. Die Auswahl habe in einem intensiven Prozess unter strengen Kriterien stattgefunden, bei dem neben zahlreichen Ortsterminen mit Vertretern der Genehmigungsbehörde, Forst und Gutachtern auch die Telemetriedaten aus einer bisher einmaligen Wildkatzenstudie eine Rolle gespielt hätten. Die Beteiligung der Öffentlichkeit an den Planungen sei groß gewesen, wodurch eine Anmerkungen von Anwohnerinnen und Anwohnern, Naturschutzverbänden und Interessierten auch zu Änderungen an der Projektplanung geführt hätten und etwa drei der ursprünglich geplanten Standorte zurückgezogen und geändert worden seien.

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Für die Einspeisung wurde ein eigenes Umspannwerk errichtet, zudem hat Dunoair, deren Hauptsitz in Rees am Niederrhein liegt, eine eigene Betreibergesellschaft für das Projekt mit Sitz in Dahlem gegründet, damit die Gemeinde von den Einnahmen direkt profitiert.

Mit einem Energieertrag von prognostizierten jährlichen 92.000.000 kWh  können im 65 Millionen Euro teurem Windpark gegenüber herkömmlicher Kohleverstromung etwa 48.000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxyd (CO2) eingespart werden. (epa)

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