Archiv der Kategorie: Nachrichten

Mehr Muskeln oder mehr Hirn bei der Energiewende?

Die Bundesnetzagentur fordert den schnellen Ausbau der Stromnetze ebenso wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Denn um regenerative Energiequellen optimal nutzen zu können, bedarf es einer neuen Infrastruktur – und zwar nicht nur in den überregionalen Transportnetzen, sondern auch in den Verteilnetzen vor Ort. Doch was ist dafür nötig und welche Maßnahmen sind in der Eifel zu erwarten? Wir  fragten hierzu Helmut Klaßen, Geschäftsführer der KEV.

Frage: Warum ist der Netzausbau so wichtig?

Helmut Klaßen ist Geschäftsführer der KEV und Experte in Sachen "Intelligente Netze". Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Helmut Klaßen ist Geschäftsführer der KEV und Experte in Sachen "Intelligente Netze". Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Helmut Klaßen: Schlicht und ergreifend um auch in Zukunft unsere Stromversorgung zu sichern. Die Anforderungen an das Stromnetz haben sich in den vergangenen Jahren stark geändert. Früher war die erforderliche Stromerzeugung durch die Kraftwerke gut vorausplanbar. Durch den erheblichen Zubau von Windenergieanlagen und tagsüber auch durch Photovoltaikanlagen verändert sich die Menge an erzeugtem Strom mittlerweile ständig, kurzfristig und ist schwierig prognostizierbar. Wenn viel Sonne scheint oder Wind weht, kann aus einem bestimmten Gebiet auch viel Strom geliefert werden, fehlt diese Erzeugung, müssen stattdessen die Verbraucher mit Strom von außerhalb versorgt werden. Mehr Muskeln oder mehr Hirn bei der Energiewende? weiterlesen

„Kall hat noch große wirtschaftliche Potenziale“

Alfred Schmidt ist seit einem Jahr Erster Beigeordneter der Gemeinde Kall. Er möchte gemeinsam mit Bürgermeister Herbert Radermacher vor allem die regionale Energiewende vorantreiben sowie die Nahversorgung der Höhengebiete.

Seit einem Jahr im Amt der Ersten Beigeordneten: Alfred Schmidt sieht in der Energiewende eine große Chance für die Gemeinde Kall. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Seit einem Jahr im Amt des Ersten Beigeordneten: Alfred Schmidt sieht in der Energiewende eine große Chance für die Gemeinde Kall. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Vor einem Jahr wurde Alfred Schmidt einstimmig ins Amt des Ersten Beigeordneten der Gemeinde Kall gewählt. Seinen Entschluss, in der Eifel einen beruflichen Neustart zu wagen, hat er noch nicht bereut. „Es war die richtige Entscheidung“, sagt er, denn in Kall könne er anders als in der Gemeinde Anröchte seine langjährige Fort- und Weiterbildung endlich auch an den Mann bringen. Die neue Position und die Rahmenbedingungen machten da einiges möglich. Als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und in seiner Zuständigkeit für zwei von drei Fachbereichen wartet jeden Tag eine große Vielfalt von Aufgaben auf ihn. „Das macht das Arbeitsumfeld sehr interessant“, so Schmidt. „Zum einen bin ich als Fachbereichsleiter zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für alles zuständig, was mit den Themen Bauen, Bauplanung, Wohnen, Liegenschaften, Wirtschaftsförderung und Tourismus zu tun hat. Zum anderen kümmere ich mich um die Bereiche Soziales, Jugend, Sicherheit und Ordnung und auch um die Feuerwehr.“ „Kall hat noch große wirtschaftliche Potenziale“ weiterlesen

KEV investiert 1,1 Millionen Euro in den Vogelschutz

Eulenschützer Stefan Brücher und Mitarbeiter der KEV trafen sich im Rinnener Steinbruch – WDR filmte Vogelschutzmaßnahmen an einem Strommast

In einer aufwändigen Aktion hat die KEV jetzt die Vogelschutzsicherungen an einem Strommast in Rinnen auf den neusten Stand gebracht. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
In einer aufwändigen Aktion hat die KEV jetzt die Vogelschutz-sicherungen an einem Strommast in Rinnen auf den neusten Stand gebracht. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Neu ist das Thema Vogelschutz für die Kreis-Energie-Versorgung Schleiden GmbH (KEV) keineswegs. Lange bevor das Bundesnaturschutzgesetz aus dem Jahre 2002 im Paragrafen 53 den Vogelschutz reglementiert hat, machte der regionale Energieversorger bereits seit Ende der 1970er Jahre auf eigene Faust Strommasten für Großvögel sicherer. Bereits im Jahre 1979 sind die ersten Vogelschutzhauben im Versorgungsgebiet montiert worden. Vor dem Bundesnaturschutzgesetz regelte dann eine Bestimmung vom Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE) seit 1985 den Vogelschutz beim Bau von Freileitungen über 1000 Volt. „Bei Freileitungssanierungen wurden Masten, die für die Vögel gefährlich waren, mit »Vogelschutztechnik« ausgestattet“, berichtete KEV-Geschäftsführer Helmut Klaßen jetzt im Rinnener Steinbruch. Dort hatten er und sein Kollege Rainer Karls sich mit Eulenschützer Stefan Brücher, dem Vorsitzenden der „Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ getroffen, um gemeinsam einem Filmteam vom WDR zu erklären, welche Vogelschutzmaßnahmen die KEV gerade umsetzt. KEV investiert 1,1 Millionen Euro in den Vogelschutz weiterlesen

Jugendfeuerwehr "rettete" Forscher am Radioteleskop

Bei dem Übungs-Einsatz in Effelsberg legten sich die jungen Floriansjünger aus Bad Münstereifel kräftig ins Zeug

Die Jugendfeuerwehr der Stadt Bad Münstereifel probte am Radioteleskop Effelsberg den Ernstfall. Bild:: Beatrix Zimmermann
Die Jugendfeuerwehr der Stadt Bad Münstereifel probte am Radioteleskop Effelsberg den Ernstfall. Bild:: Beatrix Zimmermann

Bad Münstereifel – Zu einer großen Übung rückte jetzt die Jugendfeuerwehr Bad Münstereifel aus: Unter der Leitung des Stadtjugendwarts Alexander Zimmermann und seinem Vorgänger Karl Loest wurde ein größerer Störfall im Radioteleskop Effelsberg angenommen. Die Jugendfeuerwehr musste die angenommene Schadenslagen auf dem gesamten Gelände des Max Planck Instituts für Radioastronomie bekämpfen. Um Forscher vor dem Feuer zu retten, brachten die jungen Floriansjünger mehrere Steckleitern in Stellung. Gleichzeitig widmeten sich andere Jugendfeuerwehrleute der Brandbekämpfung mit Strahlrohren, um den Schaden zu minimieren und eine Ausbreitung zu verhindern. Jugendfeuerwehr "rettete" Forscher am Radioteleskop weiterlesen

Gut aufgestellt in der „Energierevolution“

Energie Nordeifel („ene“) weihte mit der Stadt Mechernich und dem Euskirchener Solarspezialisten „F&S solar concept“ bei Kalenberg neuen Solarpark ein – Es ist das erste Projekt in der Hand von „KEVER“, eine Beteiligungsgesellschaft, die für regenerative Projekte steht – Nachrichtenvideo dazu hier klicken

Anstoßen auf sonnige Zeiten in Kalenberg: Dieter Hinze (v.l.), Jörg Frühauf, Dr. Hans-Peter Schick, Georg Schmiedel, Markus Mertgens, Alexander Böhmer, Markus Böhm und Uwe Czypiorski. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich-Kalenberg – Mit großer Anteilnahme von Seiten der Bevölkerung sowie aus den Reihen der Politik wurde am Freitagmorgen der „Sun Park Kalenberg“ feierlich eröffnet. Begrüßt wurden die gut 120 Gäste durch den neuen Geschäftsführer der „KEVER“ (Kreisenergieversorgung Euskirchen Regenerative), Markus Mertgens aus Dreiborn. Das neu gegründete Unternehmen unter dem Dach der „ene“, das sich den Planungssachverstand von PE Becker aus Kall mit ins Boot geholt hat, will sich auf Erneuerbare Energien und die Nutzung der regionalen Ressourcen spezialisieren. Gut aufgestellt in der „Energierevolution“ weiterlesen

Blick über die Landesgrenze: So baut man im rheinlandpfälzischen Arzfeld einen Solarpark

Nachrichtenvideo dazu hier klicken – Während Politiker und Verwaltung noch verhandelten, errichtete die Euskirchener Firma „F&S solar concept“ bereits auf eigene Kappe den gewünschten Solarpark – Kommune und Kirchengemeinde sind die Nutznießer des grünen Stroms, der 420 Haushalte versorgt

Uwe Czypiorski, Jörg Frühauf und Hildegard Schwarz (2.,3. u. 4.v.l) von der Firma „F&S solar concept“ freuten sich mit Honoratioren der VG Arzfeld, allen voran Andreas Kruppert (4.v.r), über die Auszeichnung zur „Energiekommune“. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Arzfeld (Rheinland-Pfalz) – Wenn man den Solarpark Arzfeld aus der Luft betrachtet, dann könnte man denken, die Planer hätten bei der Errichtung der Solarmodule nach Feng Shui gearbeitet und inmitten des Parks dem Glücksdrachen eine Landebahn freigehalten. Die Wahrheit ist aber banaler und entpuppt sich weit mehr als ein Sinnbild des derzeitigen gesellschaftlichen Zustands nach dem verkündeten Atomausstieg. Blick über die Landesgrenze: So baut man im rheinlandpfälzischen Arzfeld einen Solarpark weiterlesen

„Windkraft dürfen wir nicht den Heuschrecken überlassen“

Rund 250 Blankenheimer Bürger folgten der Einladung der Eifel-Kommune zu der Bürger-Informationsveranstaltung „Windenergieanlagen im Gemeindewald Blankenheim“ – 14 Fachreferenten und Vertreter von Rat und Bürgerschaft im Podium

Dr. Kurt Berlo (2.v.r.) machte deutlich, dass Windenergie ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel ist. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim – Aufkleber mit der Aufschrift „Keine Windkraft im Wald“ prangten auf einigen Autos, die am Dienstagabend vor dem Schulzentrum Blankenheim parkten. Denn die Gemeinde Blankenheim hatte zu einer Bürger-Informationsveranstaltung zum Thema Windkraft eingeladen. Gleich 14 Redner saßen im Podium vor rund 250 Zuschauern, um ihre Erfahrungen und Ansichten über Windenergieanlagen kundzutun. Hintergrund der Veranstaltung: Durch den im Juli in Kraft getretenen NRW-Windenergieerlass sind die Kommunen verpflichtet, Windkraftkonzentrationszonen auszuweisen. „Windkraft dürfen wir nicht den Heuschrecken überlassen“ weiterlesen

Eifeler Naturpark wurde als „Qualitäts-Naturpark“ ausgezeichnet

Der kleinen Mannschaft rund um Geschäftsführer Jan Lembach ist es erneut gelungen, sich in der Spitzengruppe der besten Naturparke Deutschlands zu positionieren

Naturpark-Geschäftsführer Jan Lembach (2.v.l.) nahm vom hessischen Umwelt-Staatssekretär Mark Weinmeister (l.) die Auszeichnung zum Qualitäts-Naturpark entgegen. Bild: VDN

Nordeifel – Der Deutsch-Belgische Naturpark wurde kürzlich im Rahmen der „Qualitätsoffensive Naturparke“ auf der Jahrestagung des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) im Naturpark Bergstraße-Odenwald ausgezeichnet. Die Auszeichnung an Naturpark-Geschäftsführer Jan Lembach wurde von Dr. Michael Arndt, Präsident des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN), gemeinsam mit Mark Weinmeister, Staatssekretär im Hessischen Umweltministerium vorgenommen. Eifeler Naturpark wurde als „Qualitäts-Naturpark“ ausgezeichnet weiterlesen

Nach zwei Monaten bereits die Hälfte des jährlichen Stromverbrauchs erzeugt

Gemeinde Kall weihte Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Grundschule Sistig ein – Beigeordneter Alfred Schmidt: „Solaranlage ist Ausdruck eines umfangreichen Bemühens um den Klimaschutz in der Kommune“

Alfred Schmidt, Tobias Feld, Michael Petereit und Heike Alfeis (v.l.) nahmen die Solaranlage gemeinsam in Betrieb. Bild: Tameer Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall-Sistig – Die Gemeinde Kall hat sich erneut ihrer regionalen Verantwortung für den Klimawandel gestellt: Auf dem Dach der Grundschule Sistig wurde jetzt eine Photovoltaikanlage mit 50 Kilowattpeak eingeweiht, die pro Jahr gut 40.000 Kilowattstunden sauberen Strom produzieren soll. Die Anlage ist erst seit zwei Monaten am Netz und hat bereits jetzt die Hälfte des Bedarfs produziert, den die Schule jährlich an Strom benötigt. Nach zwei Monaten bereits die Hälfte des jährlichen Stromverbrauchs erzeugt weiterlesen

20 000 Euro für das Matronenheiligtum bei Nöthen

Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt Fördergelder in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung, Förderkreis für Denkmalpflege in Münstereifel packt nochmals dieselbe Summe drauf

Mehr als nur ein wenig Kleingeld wurde jetzt "geopfert", um den Kulthof des Matronenheiligtums bei Nöthen instand zu setzen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Bad Münstereifel-Nöthen – Der „Heidentempel“ bei Nöthen ist eines der bedeutendsten Bodendenkmäler der Nordeifel, ein Matronenheiligtum aus der Zeit des 1. bis 5. Jahrhunderts nach Christus. Reste dieses großen römerzeitlichen Tempelbezirks liegen gut 1500 Meter westlich von Nöthen auf einer Bergzunge zwischen dem Wespelbach und dem Hornbach, auf dem sogenannten Addig. 20 000 Euro für das Matronenheiligtum bei Nöthen weiterlesen

Qualifizierte Begleiter erweitern die Möglichkeiten des barrierefreien Naturerlebnisses

Naturpark Nordeifel bietet Naturführern mit bestehenden Kenntnissen in Eifeler Natur und Landschaft jetzt eine Zusatzqualifikation für den Umgang mit behinderten Menschen an

Mit einer speziell ausgebildeten Begleitung können auch Menschen mit Behinderung die Natur und Landschaft der Eifel erleben. Bild: Naturpark Nordeifel/Stollenwerk

Nordeifel – Deutschlandweit bekannt, anerkannt und ausgezeichnet ist der Naturpark Nordeifel für seine Initiative „Eifel barrierefrei – Natur für Alle“, mit der der Naturpark und seine Partner das Naturerlebnis auch für Menschen mit Behinderung und ältere Menschen fördern. Wichtig bei diesen Angeboten sind die Qualität und die durchgängige touristische Dienstleistungskette von zu Hause in das Ausflugsgebiet Eifel und wieder zurück nach Hause. Qualifizierte Begleiter erweitern die Möglichkeiten des barrierefreien Naturerlebnisses weiterlesen

50 000 Meter Buchenhecken geschnitten

Naturpark-Geschäftsführer Jan Lembach konnte 60 000 Euro Fördermittel an die Heckenpfleger auszahlen – Typische Eifeler Heckenlandschaft hat somit auch zukünftig Bestand

Buchenflurhecken bestimmen das Landschaftsbild im Naturpark Nordeifel. Bild: Wolfgang Schumacher/Naturpark Nordeifel

Nettersheim/Eifel – Die vielen und langen Buchenhecken in der Eifeler Kulturlandschaft sind auch heute noch die herausragenden Landschaftselemente im Naturpark. Nachdem der frühere Nutzen – Begrenzung und Schutz für das Weidevieh – seit den 1970er Jahren nicht mehr bestand, ging die Zahl und die Länge der Buchenflurhecken stark zurück. Daher hat sich der Naturpark Nordeifel bereits damals intensiv für den Erhalt dieser typischen Hecken eingesetzt. 50 000 Meter Buchenhecken geschnitten weiterlesen