Schlagwort-Archive: Sistig

Mitfahrgelegenheiten nach Eifeler Art

„Fahr‘ doch enfach met, stell Dich nett esu ahn!“ lautet das Motto einer Aktion für nachbarschaftliche Mobilität im ländlichen Raum

Mitfahrerliste im Sistiger Dorfladen „Frische Genossenschaft“. Bild: F. Buettner
Mitfahrerliste im Sistiger Dorfladen „Frische Genossenschaft“. Bild: F. Buettner

Kreis Euskirchen/Kall-Sistig – Mit nachbarschaftlichen Mitfahrgelegenheiten wollen Bewohner aus Sistig, Steinfelderheistert und Frohnrath ein ergänzendes Angebot zum ÖPNV schaffen. Ausgerichtet ist der bestehende öffentliche Nahverkehr vor allem an die An- und Abfahrzeiten der Züge am Bahnhof in Kall sowie an die Belange des Schülerverkehrs. In Sistig besteht über den TaxiBusPlus eine stündliche Verbindung von und nach Kall. Durch die Haustürbedienung können auch Ziele in der Nähe des Bahnhofs in Kall bequem erreicht werden. In Steinfelderheistert und Frohnrath besteht eine annähernd zweistündliche Bedienung. Mitfahrgelegenheiten nach Eifeler Art weiterlesen

Wie man sein Leben im Alter selbst gestaltet

Neues Gruppennetzwerk 55plus – Pilotprojekt in Modelldörfern Scheven und Sistig

Sie planen ein neues Gruppennetzwerk 55plus in Sistig: (v.l.) Alice Gempfer, Corinne Rasky, Paul Stanjek, Friederike Büttner, Malte Duisberg und Barbara Thierhoff. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung
Sie planen ein neues Gruppennetzwerk 55plus in Sistig: (v.l.) Alice Gempfer, Corinne Rasky, Paul Stanjek, Friederike Büttner, Malte Duisberg und Barbara Thierhoff. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung

Kreis Euskirchen – Ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld: Das wünschen sich die meisten Menschen auch im Alter. Allerdings klafft in vielen Fällen zwischen Wunsch und Wirklichkeit noch eine Lücke. Welche Herausforderungen überwunden werden müssen, wird derzeit in einem Pilotprojekt im Kreis Euskirchen untersucht, und zwar in den Modelldörfern Scheven und Sistig. Aktuell soll in Sistig auf Wunsch der Bewohner ein Gruppennetzwerk der Generation 55plus aufgebaut werden. Wie man sein Leben im Alter selbst gestaltet weiterlesen

Alternde Menschen sollten sich selbst organisieren

Dorfwerkstatt Sistig lädt ein, um gemeinsam nach Lösungen für die Probleme des demografischen Wandels zu suchen

Das "Sistiger Lädchen" ist längst zum neuen Ortsmittelpunkt geworden. Bild: Karl Vermöhlen
Die Sistiger sind ihrer Zeit voraus: Das „Sistiger Lädchen“ beispielsweise hält die Versorgung vor Ort aufrecht und ist Kommunikationsplattform des Ortes. Bild: Karl Vermöhlen

Kall-Sistig – „Alt sind nur die anderen“, so lautete der Titel eines Buches, das Elisabeth Niejahr 2004 veröffentlichte. Niejahr, 1965 geboren und damit Teil der Baby-Boomer-Generation, analysierte genau, welche Konsequenzen sich aus der sich bereits Anfang des Jahrtausends erkennbaren Entwicklung der veränderten Zusammensetzung der Bevölkerung entstehen. In zehn Jahren wird die Hälfte der Einwohner Deutschlands älter als 60 Jahre sein. Diese Baby-Boomer-Senioren sind „zunächst gesünder und leistungsfähiger als vergangene Generationen – aber spätestens in 15 oder 20 Jahren werden viele von ihnen Pflegefälle sein“, so Frau Niejahr. Und weiter: „Im hohen Alter werden sie länger Hilfe brauchen als ihre Eltern, sie werden viel mehr gute, gesunde Jahre erleben als ihre Vorgänger – aber zusätzliche schwierige Jahre stehen ihnen auch bevor.“ Alternde Menschen sollten sich selbst organisieren weiterlesen

„Sistig droht der langsame Tod“

Ab Januar bricht in dem kleinen Höhendorf die Nahversorgung weg, das gewünschte neue DORV-Zentrum ist aber noch nicht in Sicht – Ortsvorsteher Vermöhlen mahnt: „Ohne bürgerschaftliches Engagement wird das Projekt nicht realisiert werden können“

Der Sistiger Ortsvorsteher Karl Vermöhlen kämpft für die Nahversorgung in den Höhengebieten. Gemeinsam mit engagierten Bürgern lädt er für Donnerstag zur Versammlung ein. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Sistiger Ortsvorsteher Karl Vermöhlen kämpft für die Nahversorgung in den Höhengebieten. Gemeinsam mit engagierten Bürgern lädt er für Donnerstag zur Versammlung ein. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall-Sistig – Karl Vermöhlen, der Ortsvorsteher von Sistig, schlägt Alarm: Der Sistiger Frischemarkt habe angekündigt, das Geschäft zum 31. Januar 2013 schließen zu wollen. „Damit entfällt nicht nur die ortsnahe Versorgung mit Nahrungsmitteln, sondern auch der gesamte Post-Service. Gerade für Menschen ohne tagsüber verfügbaren PKW oder auch ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität ergeben sich hieraus Probleme“, so Vermöhlen, der alle Bürgerinnen und Bürger für Donnerstag, 15. November, 19 Uhr, in die Bürgerhalle Sistig einlädt, um über das weitere Vorgehen in Sachen „DORV-Zentrum“ zu beraten. „Sistig droht der langsame Tod“ weiterlesen

Bürger sagen dem geplanten Dorf-Zentrum ihre Unterstützung zu

Fragebögen zum Nahversorgungsbedarf im Kaller Höhengebiet wurden ausgewertet – Bürgermeister Radermacher: „Politik und Verwaltung stehen einmütig hinter dem Projekt“

Heinz Frey, Markus Auel, Karl Vermöhlen, Bürgermeister Herbert Radermacher, Hans Dieter Schäfer und Alexander Sobotta (v.l.) zeigten sich überzeugt, dass eine Nahversorgung in Kooperation mit den Bürgern möglich ist. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Heinz Frey, Markus Auel, Karl Vermöhlen, Bürgermeister Herbert Radermacher, Hans Dieter Schäfer und Alexander Sobotta (v.l.) zeigten sich überzeugt, dass eine Nahversorgung in Kooperation mit den Bürgern möglich ist. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall-Sistig – „Die Nahversorgung im Kaller Höhengebiet ist ohne bürgerschaftliches Engagement in Zukunft nicht aufrechtzuerhalten.“ Zu diesem deutlichen Urteil kam Heinz Frey vom mehrfach ausgezeichneten „DORV-Zentrum“ aus Jülich-Barmen, nachdem er jetzt die Fragebögen ausgewertet hatte, mit denen in den vergangenen Monaten der Nahversorgungsbedarf der Menschen in Sistig und den Kaller Höhengebieten abgefragt worden war. Bürger sagen dem geplanten Dorf-Zentrum ihre Unterstützung zu weiterlesen

Nach zwei Monaten bereits die Hälfte des jährlichen Stromverbrauchs erzeugt

Gemeinde Kall weihte Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Grundschule Sistig ein – Beigeordneter Alfred Schmidt: „Solaranlage ist Ausdruck eines umfangreichen Bemühens um den Klimaschutz in der Kommune“

Alfred Schmidt, Tobias Feld, Michael Petereit und Heike Alfeis (v.l.) nahmen die Solaranlage gemeinsam in Betrieb. Bild: Tameer Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall-Sistig – Die Gemeinde Kall hat sich erneut ihrer regionalen Verantwortung für den Klimawandel gestellt: Auf dem Dach der Grundschule Sistig wurde jetzt eine Photovoltaikanlage mit 50 Kilowattpeak eingeweiht, die pro Jahr gut 40.000 Kilowattstunden sauberen Strom produzieren soll. Die Anlage ist erst seit zwei Monaten am Netz und hat bereits jetzt die Hälfte des Bedarfs produziert, den die Schule jährlich an Strom benötigt. Nach zwei Monaten bereits die Hälfte des jährlichen Stromverbrauchs erzeugt weiterlesen