Schlagwort-Archive: Tihange

24 Seiten über „Schrottreaktor“ Tihange

Informationen zu Kernkraft in Belgien, Verhalten im Notfall und Einnahme von Jodtabletten und mehr

Der Atommeiler in Tihange hat durch zahlreiche Pannen traurige Berühmtheit erlangt. Foto: Wilfried Gierden
Der Atommeiler in Tihange hat durch zahlreiche Pannen traurige Berühmtheit erlangt. Foto: Wilfried Gierden

Kreis Euskirchen – 24 Seiten geballte Informationen über das als „Schrottreaktor“ bekannt gewordene belgische Atomkraftwerk Tihange bekommt man jetzt in einer Informationsbroschüre, die von der StädteRegion Aachen gemeinsam mit der Stadt Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg in Kooperation mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz herausgegeben wurde. Darin findet man Antworten auf Fragen wie: Warum ist das Kernkraftwerk in Tihange gefährlich? Wie verhalte ich mich im Falle eines Falles richtig? Was hat es mit den Jodtabletten auf sich? 24 Seiten über „Schrottreaktor“ Tihange weiterlesen

Demo: Stopp Tihange & Doel

Kostenlos mit dem Bus zur Demo gegen die sogenannten „Schrottreaktoren“ in Antwerpen

Der Atommeiler in Tihange hat durch zahlreiche Pannen traurige Berühmtheit erlangt. Foto: Wilfried Gierden
Der Atommeiler in Tihange hat durch zahlreiche Pannen traurige Berühmtheit erlangt. Foto: Wilfried Gierden

Kreis Euskirchen/Antwerpen – Am 11. März ist es genau sechs Jahre her, dass die Katastrophe des bis dahin als modern und sicher gegoltenen Atomreaktors in Fukushima die Welt schockierte. Noch heute und absehbar auf viele weitere Jahre hin sind die Auswirkungen und Folgen der Kernschmelze deutlich sichtbar und messbar. Am kommenden Samstag, 11. März, rufen verschiedene Verbände und Organisationen sowie Parteien zur Demo gegen die als „Schrottreaktoren“ bekannt gewordenen Atommeiler im belgischen Tihange und Doel auf, und zwar ab 14 Uhr in Antwerpen. Direkt an den Atommeilern darf aus Sicherheitsgründen nicht demonstriert werden. Der Kreisverband Euskirchen der Partei „Die Grünen“ hat dazu eine kostenlose Busfahrt nach Antwerpen organisiert. Demo: Stopp Tihange & Doel weiterlesen

Studie bestätigt Sorgen rund um Tihange 2

Die Ergebnisse der Studie basieren auf Expertenbeurteilung öffentlich verfügbarer Dokumente – Städteregionsrat Helmut Etschenberg: „Wir haben jetzt einen seriösen Nachweis, dass unsere Region mit hoher Wahrscheinlichkeit von radioaktivem Niederschlag betroffen wäre.“

Städteregionsrat Helmut Etschenberg sieht sich durch die Ergebnisse der Studie in seiner konsequenten Forderung nach Abschaltung des Atommeilers „Tihange 2“ bestätigt. Bild: Andreas Herrmann
Städteregionsrat Helmut Etschenberg sieht sich durch die Ergebnisse der Studie in seiner konsequenten Forderung nach Abschaltung des Atommeilers „Tihange 2“ bestätigt. Bild: Andreas Herrmann

StädteRegion Aachen – Die StädteRegion Aachen hat eine Studie in Auftrag gegeben, die mögliche radiologische Auswirkungen eines Versagens des Reaktordruckbehälters im KKW Tihange 2 für die DreiländerRegion Aachen unter 3000 verschiedenen realen Wetterbedingungen analysiert. „Die Ergebnisse sind verheerend!“, heißt es in einer Pressemitteilung der StädteRegion Aachen. Mit 30-prozentiger Wahrscheinlichkeit würde in der Region der Grenzwert für die effektive Dosis zum Schutz von Einzelpersonen um das Dreifache überschritten, der für den Normalbetrieb von Anlagen zulässig ist (=1 Millisievert). Dieser Wert ergebe sich aus der Strahlenschutzverordnung. Studie bestätigt Sorgen rund um Tihange 2 weiterlesen

Erneut Störung im AKW Tihange

Bereits Anfang Oktober soll es einen Defekt im Kühlkreislaufs des Reaktors 3 gegeben haben – MdB Oliver Krischer: „Unding, dass ein Zwischenfall nach der INES-Skala erst jetzt bekannt wird“

Erneut soll es einen Zwischenfall im belgischen Atomreaktor gegeben haben.  Bild: Robert Schallehn
Erneut soll es einen Zwischenfall im belgischen Atomreaktor gegeben haben. Bild: Robert Schallehn

Tihange/Eifel – „Es ist ein Unding, dass ein Zwischenfall nach der INES-Skala im belgischen Atomkraftwerk Tihange Anfang Oktober erst jetzt bekannt wird“, betont Oliver Krischer, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, über eine Störung im Kühlkreislauf des Reaktors 3. Erneut Störung im AKW Tihange weiterlesen

Notfallschutzpläne für Reaktorunfall sind erarbeitet

Jodtabletten sollen in den nächsten Wochen eintreffen – Zentraler Bestandteil ist eine Informationsbroschüre

Die Nofallschutpläne in der Region Aachen wurden jetzt erarbeitet und sollen ie Bevölkerung schützen helfen, falls es zu einem Unfall in den belgischen Atomreaktoren kommt.   Bild: Robert Schallehn
Die Nofallschutpläne in der Region Aachen wurden jetzt erarbeitet und sollen die Bevölkerung schützen, falls es zu einem Unfall in den belgischen Atomreaktoren kommt. Bild: Robert Schallehn

Kreis Euskirchen/Region – Die Stadt Aachen, die StädteRegion Aachen sowie die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg haben mit Blick auf die diversen Zwischenfälle und Pannenserien in den Atomkraftwerken Tihange 2 und Doel 3 gemeinsam Konzepte zur Information der Bevölkerung sowie zur Vorverteilung und Verteilung von Jodtabletten im Ereignisfall für die Region Aachen ausgearbeitet. Dies teilte jetzt das Kreishaus in Euskirchen mit. Die Erstellung dieser Konzepte sei eine Verabredung aus einem Gespräch Mitte Mai 2016 gewesen, das der Innenminister des Landes NRW, Ralf Jäger, mit den betroffenen Gebietskörperschaften geführt hatte. „Auf Initiative der Stadt Aachen haben die Beteiligten daraufhin gemeinsam eine regionale Koordinierungsgruppe gegründet, die in den vergangenen Monaten die Katastrophenschutzplanung aufbereitet hat“, heißt es aus dem Kreishaus. Notfallschutzpläne für Reaktorunfall sind erarbeitet weiterlesen

Tihange: „Druck auf allen politischen Ebenen erforderlich“

Der für nukleare Sicherheit zuständigen EU-Kommissar Miguel Arias Canete betonte zwar, dass die Nutzung von kernenergie Ländersache sei, will aber Erfahrungen und Erkenntnisse zu den belgischen Atommeilern in die Überarbeitung der einschlägigen EU-Richtlinie einfließen lassen

Die CDU-Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke (v.r.), Detlef Seif, Wilfried Oellers und Helmut Brandt wandten sich wegen der in die Kritik geratenen belgischen Atommeiler an den EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Canete (linke Seite Mitte). Foto: privat
Die CDU-Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke (v.r.), Detlef Seif, Wilfried Oellers und Helmut Brandt wandten sich wegen der in die Kritik geratenen belgischen Atommeiler an den EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Canete (linke Seite Mitte). Foto: privat

Euskirchen/Brüssel Die Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt (Aachen Land), Rudolf Henke (Aachen Stadt), Wilfried Oellers (Heinsberg) und Detlef Seif (Euskirchen/Rhein-Erft-Kreis II), trafen sich jetzt mit dem für nukleare Sicherheit zuständigen EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, Miguel Arias Canete, in Brüssel. Gegenüber Canete und seinem Stab brachten die Abgeordneten im Büro des Kommissars die Sorgen im Hinblick auf die belgischen Kernkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 zum Ausdruck. Tihange: „Druck auf allen politischen Ebenen erforderlich“ weiterlesen

Bilder von der Atomkatastrophe

Galerie „Eifel Kunst“ zeigt die Ausstellung des Gemünder Fotografen Bernd Wawer „Tschernobyl – 30 Jahre danach / Tihange – 30 Jahre vorher?“

Der Gemünder Fotograf Bernd Wawer hat in der Sperrzone in Tschernobyl fotografiert. Foto: Marita Rauchberger
Der Gemünder Fotograf Bernd Wawer hat in der Sperrzone in Tschernobyl fotografiert. Foto: Marita Rauchberger

Schleiden-Gemünd – Tschernobyl ist auch in Gemünd – zumindest im Bild. Denn seit vergangenem Sonntag zeigt die Gemünder Galerie „Eifel Kunst“ die Ausstellung des Fotografen Bernd Wawer „Tschernobyl – 30 Jahre danach / Tihange – 30 Jahre vorher?“ Tschernobyl steht für eine Umweltkatastrophe, deren Nachwirkungen zu den längsten und dramatischsten in der Geschichte der Menschheit zählen. Besondere Brisanz hat das Thema auch durch die Nähe der Eifel zum belgischen Atomkraftwerk Tihange, welches durch zahlreiche Zwischenfälle und tausende Risse in der Reaktorhülle in der Kritik steht. Bilder von der Atomkatastrophe weiterlesen

„Tschernobyl – 30 Jahre danach – Tihange – 30 Jahre vorher?“

Bernd Wawer zeigt Fotografien zu „heißem“ Thema in der Galerie „Eifel Kunst“

Bernd Wawer hat unter anderem auch in der Sperrzone von Tschernobyl fotografiert. Foto: Wawers-Fotoarchiv.de
Bernd Wawer hat unter anderem auch in der Sperrzone von Tschernobyl fotografiert. Foto: Wawers-Fotoarchiv.de

Schleiden-Gemünd – „Tschernobyl – 30 Jahre danach – Tihange – 30Jahre vorher?“, unter diesem Titel will der Schleidener Bernd Wawer Fotografien in der Galerie „Eifel Kunst“, Schleidener Straße 1 in Schleiden-Gemünd, zeigen. Die Ausstellungseröffnung am Sonntag, 10.  Juli, um 15 Uhr will Klaus Ranglack, stellvertretender Bürgermeister von Schleiden, übernehmen, während den musikalischen Rahmen dazu Georg Kaiser gestaltet. „Tschernobyl – 30 Jahre danach – Tihange – 30 Jahre vorher?“ weiterlesen

Konstruktive Lösungen des Problems „Schrott-Reaktor Tihange“ gesucht

Markus Ramers, Vorsitzender SPD Kreis Euskirchen und stellvertretender Landrat, hat zusammen mit Landtagsabgeordneten den Dialog mit belgischen Politikern gesucht, um konstruktive Lösungen bezüglich des durch Störfälle und tausende Risse in der Reaktorhülle bekannt gewordenem belgischen Atommeilers zu finden

Drängt auf eine möglichst schnelle Abschaltung des sogenannten „Schrott-Reaktors“ Tihange: Markus Ramers, Kreis-SPD-Vorsitzender und stellvertretender Landrat Kreis Euskirchen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Drängt auf eine möglichst schnelle Abschaltung des sogenannten „Schrott-Reaktors“ Tihange: Markus Ramers, Kreis-SPD-Vorsitzender und stellvertretender Landrat Kreis Euskirchen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen/Brüssel – Wie kann man das durch tausende Risse in die Kritik geratene belgische Atomkraftwerk Tihange endgültig abschalten lassen? Markus Ramers, Vorsitzender SPD Kreis Euskirchen, hat sich am vergangenen Donnerstag mit Parteifreunden aus der Landespolitik auf den Weg nach Brüssel gemacht, um sich mit Vertretern der belgischen Schwesterparteien zu treffen. Ziel war es, konstruktive Lösungen zu finden, so Ramers beim Pressegespräch am Freitagmorgen in den Euskirchener SPD-Fraktionsräumen: „Belgien ist nicht Nord-Korea, sondern unser Nachbarland. Mir ist immer wichtig, durch Gespräche Verständnis zu erreichen.“ Konstruktive Lösungen des Problems „Schrott-Reaktor Tihange“ gesucht weiterlesen

Tihange: Kreisbürger sollen vorsichtshalber Jodtabletten erhalten

Landrat Rosenke: „Man kann nicht einfach eine Tablette wie eine Aspirin ausgeben, und das war’s.“ – Menschen über 45 rät die Strahlenschutzkommission, auf Kaliumjodidtabletten zu verzichten

So sehen die Jodtabletten aus, die angeblich bei einem radioaktiven Fallout kurzfristig schützen sollen. Bild: Udo Crespin
So sehen die Jodtabletten aus, die angeblich bei einem radioaktiven Fallout kurzfristig schützen sollen. Bild: Udo Crespin

Kreis Euskirchen – „Nachdem Belgien sich entschieden hat, sicherheitshalber Jodtabletten an alle Menschen im Umkreis von 100 Kilometern rund um das Atomkraftwerk Tihange zu verteilen, soll dies nun auch in den angrenzenden deutschen Kreisen passieren“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung aus dem Kreishaus. Dies habe Landrat Günter Rosenke heute Vormittag bei einem Gespräch mit Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf erfahren. Bei einem atomaren Unfall solle durch die Tabletten die Aufnahme von radioaktivem Jod verhindert werden. Tihange: Kreisbürger sollen vorsichtshalber Jodtabletten erhalten weiterlesen

Tihange: Rückt die Abschaltung einen Schritt näher?

Auch im Kreis Euskirchen ist man froh, dass der Bund jetzt auf die Linie der Region eingeschwenkt ist – Etschenberg: „Bis zur Abschaltung der maroden Blöcke werden wir unseren Weg unbeirrt weitergehen“

 Sie haben den Stein ins Rollen gebracht: Städteregionsrat Helmut Etschenberg (Mitte) hat am 29. Januar 2016 im Beisein der Rechtsanwälte Dr. Ute Jasper von der Kanzlei Heuking, Kühn, Lüer, Wojtek (Düsseldorf) und Tim Vermeir von der Kanzlei blixt (Brüssel) erklärt, dass die StädteRegion Aachen gegen Tihange 2 klagen wird. Bild: Städteregion Aachen

Sie haben den Stein ins Rollen gebracht: Städteregionsrat Helmut Etschenberg (Mitte) hat am 29. Januar 2016 im Beisein der Rechtsanwälte Dr. Ute Jasper von der Kanzlei Heuking, Kühn, Lüer, Wojtek (Düsseldorf) und Tim Vermeir von der Kanzlei blixt (Brüssel) erklärt, dass die StädteRegion Aachen gegen Tihange 2 klagen wird. Bild: Städteregion Aachen

Kreis Euskirchen/Region – „Die Reaktorsicherheitskommission hat Zweifel daran, dass die fehlerhaften Reaktordruckbehälter in den beiden Kraftwerken im Störfall über ausreichende Sicherheitsreserven verfügen“, heißt es in einer Pressemitteilung der StädteRegion Aachen. Bereits im Februar hatte die StädteRegion Aachen vor dem belgischen Staatsrat Klage gegen das Wiederhochfahren von Tihange 2 eingelegt. Zwischenzeitlichen haben sich über 60 Kommunen aus den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland den Aktivitäten der StädteRegion Aachen gegen „Tihange 2“ angeschlossen; darunter auch der Kreis Euskirchen und die Städte Köln, Düsseldorf und Maastricht. Erst vergangene Woche hatte auch das Land NRW erklärt, sich der Klage der StädteRegion Aachen anzuschließen. Tihange: Rückt die Abschaltung einen Schritt näher? weiterlesen

Tihange: Johannes Remmel signalisiert Schulterschluss mit Landrat Rosenke

Neben der Forderung einer schnellen und endgültigen Abschaltung der „Problemreaktoren“ setzt Remmel auf ein bilaterales Abkommen mit Belgien, das eine vertiefte Zusammenarbeit in Fragen der kerntechnischen Sicherheit und des Katastrophenschutzes regeln soll

Landrat Günter Rosenke (links) und NRW-Umweltminister Johannes Remmel (hier bei der Eröffnung der Landesgartenschau) fordern unisono die Abschaltung der belgischen "Problemrekatoren". Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Landrat Günter Rosenke (links) und NRW-Umweltminister Johannes Remmel (hier bei der Eröffnung der Landesgartenschau Zülpich) fordern unisono die Abschaltung der belgischen „Problemreaktoren“. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen – Die Resolution des Kreises Euskirchen gegen den weiteren Betrieb des Atomkraftwerks Tihange ist auch bei NRW-Umweltminister Johannes Remmel auf offene Ohren gestoßen. Ausdrücklich dankt Remmel Landrat Günter Rosenke jetzt in einem Brief für seine Initiative und schreibt: „Ich versichere Ihnen, dass ich die in der Resolution zum Ausdruck gekommene Sorge und insbesondere die Forderung nach schnellstmöglicher und endgültiger Abschaltung der problematischen Reaktoren vollständig teile.“ Tihange: Johannes Remmel signalisiert Schulterschluss mit Landrat Rosenke weiterlesen