Neuer Wirtschaftsförderer in Schleiden

Frischen Schwung soll Horst Kirfel ab sofort in die Wirtschaft der Nationalparkstadt bringen – Enger Kontakt zu den Gewerbetreibenden und ein offenes Ohr für deren Nöte sind dem bisherigen Bauamtsleiter besonders wichtig

 

Horst Kirfel ist der Wirtschaftsförderer der Stadt Schleiden. Bild: Stadt Schleiden
Horst Kirfel ist der Wirtschaftsförderer der Stadt Schleiden. Bild: Stadt Schleiden

Schleiden – Die Stadt Schleiden möchte frischen Wind in die Wirtschaft bringen: Seit 1. April ist Horst Kirfel (56) Wirtschaftsförderer der Stadt. Besonders wichtig ist ihm der Kontakt zu den Gewerbetreibenden: „Zusammen mit dem Bürgermeister will ich alle Betriebe besuchen, um die Erfahrungen, aber auch Probleme und Nöte der Gewerbetreibenden zu erfahren. Und wo die Stadt Schleiden helfen kann, bieten wir unsere Unterstützung an.“

Mittel- und langfristige Ziele sind, nicht nur die bestehenden Unternehmen zu stärken, sondern auch neue Gewerbe- und Industriebetriebe sowie Dienstleister in der Stadt am Nationalpark anzusiedeln. Der Schleidener Bürgermeister Ralf Hergarten: „Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels gilt es, die Wirtschaftskraft vor Ort zu stärken, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Wir wollen die Stadt als lebenswerten Wohnstandort mit ihrer hervorragenden Infrastruktur erhalten und weiterentwickeln.“ Dabei wollen Kirfel und Hergarten auch die Bürger einbeziehen.

Gerade bei der Ansiedelung neuer Wirtschaftsstandorte kann Kirfel auf seine Erfahrungen als bisheriger Bauamtsleiter zurückgreifen. Dazu hat er die Gewebegebiete Herhahn und Oberhausen besonders in den Blick genommen, will aber auch nach neuen Standorten Ausschau halten. Als Nationalparkstadt kommt Schleiden außerdem eine hohe touristische Bedeutung zu, deshalb will Horst Kirfel auch die touristische Infrastruktur verbessern. Und zwar vom Wohnmobilhafen und Campingplatz bis zu Hotels, Pensionen und Ferienhausanlagen. „Dabei möchte ich auch gerne die Touristik Schleidenen Tal mit einbeziehen“, so Kirfel.

Um weiter in die Klimaschutzoffensive zu gehen, sollen der gemeinsam mit der Energie Nordeifel (ene) und „F&S solar concept“ in Herhan gebauten größten Photovoltaik-Freilandanlage der Eifel weitere Projekte der alternativen Energiegewinnung folgen. Horst Kirfel: „Außerdem möchten wir eine ausreichende Versorgung von Stromtankstellen für Elektromobile schaffen.“

In Absprache mit den Eigentümern sollen auch leer stehende Gewerbeobjekte und Ladenlokale erfasst werden, um bei der Vermittlung neuer Betreiber zu helfen. Netzwerke schaffen durch Kontaktbörsen und Unternehmerstammtische stehen ebenso auf der Agenda wie Hilfe für Unternehmer im Behördendschungel, um etwa Fördergelder beantragen zu können oder Personalkostenzuschüsse bei der Agentur für Arbeit. „Die Zusammenarbeit mit örtlichen wie überörtlichen Interessensgemeinschaften ist dabei für uns selbstverständlich“, betont der neue Wirtschaftsförderer.

Und mit noch einer wichtigen Aufgabe ist der 56-Jährige betraut: Kirfel will sich um die kommende Kanaldichtigkeitsprüfung kümmern und ist somit auch Ansprechpartner für nicht-gewerbetreibende Bürger. Denn neben der verwaltungstechnischen Arbeiten zur Dichtigkeitsprüfung setzt Horst Kirfel auf Information und Unterstützung der Grundstückseigentümer: „Gerade dann, wenn eine Dichtigkeitsprüfung negativ ausfällt, stehen wir zur Seite, damit keine unnötigen Kosten entstehen.“

Eifeler Presse Agentur/epa

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