Ein Elektroauto für die Gemeinde Kall

Dieter Hinze, Geschäftsführer der „Energie Nordeifel“, übergab bis zu 130 Stundenkilometer schnelles E-Mobil für drei Monate an Bürgermeister Herbert Radermacher

Die Gemeinde Kall hat von der Energie Nordeifel ein Elektroauto geliehen bekommen: Kerstin Zimmermann (v.l.), Teamleiterin Öffentlichkeitsarbeit bei der „ene“, Harald Heinen von der Gemeinde Kall, Harald Brenner, bei der „ene“ für neue Technologien zuständig, „ene“ Geschäftsführer Dieter Hinze und Bürgermeister Herbert Radermacher bei der Übergabe. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Gemeinde Kall hat von der Energie Nordeifel ein Elektroauto geliehen bekommen: Kerstin Zimmermann (v.l.), Teamleiterin Öffentlichkeitsarbeit bei der „ene“, Harald Heinen von der Gemeinde Kall, Harald Brenner, bei der „ene“ für neue Technologien zuständig, „ene“ Geschäftsführer Dieter Hinze und Bürgermeister Herbert Radermacher bei der Übergabe. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Eine ökologisch korrekte Leihgabe übergab ein Team der Energie Nordeifel (ene) am Montagvormittag an die Gemeinde Kall: Bürgermeister Herbert Radermacher erhielt für drei Monate ein Elektroauto für die Gemeinde. „Das wird quer Beet von Mitarbeitern durch alle Fachbereiche genutzt werden“, sagte Radermacher.

Bis zu 130 Stundenkilometer schnell ist das E-Mobil und hat eine Reichweite von 150 Kilometern. Dann muss es wieder an die Steckdose. Das geht an jedem Haushaltsanschluss – oder aber an einer der beiden Stromtankstellen der „ene“ wie in Heimbach oder in Kall beim Rewe-Center, wo das Fahrzeug auch übergeben wurde. Dieter Hinze, Geschäftsführer der Energie Nordeifel: „Dort kann die Gemeinde Kall das Auto mit 100 Prozent Ökostrom aufladen.“

Zufriedene Gesichter nach der Probefahrt: Herbert Radermacher, Bürgermeister Kall, und Harald Heinen freuen sich über das Elektroauto der „ene“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Zufriedene Gesichter nach der Probefahrt: Herbert Radermacher, Bürgermeister Kall, und Harald Heinen freuen sich über das Elektroauto der „ene“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Und das dazu auch noch ohne einen Cent dafür zu zahlen, wie Kerstin Zimmermann, Teamleiterin bei der Energie Nordeifel, berichtete: „In diesem Jahr können alle bei uns angemeldeten Besitzer von Elektro-Fahrrädern oder E-Autos kostenlos bei uns Strom tanken, nur für die Chipkarte wird eine Gebühr erhoben.“ Im kommenden Jahr sollen dann günstige Sondertarife für den „green-mobility-Strom“ angeboten werden.

„ene“- Geschäftsführer Dieter Hinze wollte mit dem Elektroauto ein Zeichen für umweltfreundliche und trotzdem schnelle und praktische Fortbewegung setzen: „Auch wenn die E-Mobile noch nicht technisch mit den konventionell betriebenen Fahrzeugen konkurrieren können, ist es ein Schritt in die richtige Richtung.“ Neben dem Ausbau weiterer Stromtankstellen denkt Hinze auch über „Wechselstuben“ nach, an denen leere Akkus einfach durch volle ausgetauscht werden könnten.

Zum „Nachtanken“ an der Stromtankstelle braucht man eine Chipkarte – für alle bei der „ene“ angemeldeten Nutzer ist der „gezapfte“ Ökostrom in diesem Jahr sogar kostenlos. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Zum „Nachtanken“ an der Stromtankstelle braucht man eine Chipkarte – für alle bei der „ene“ angemeldeten Nutzer ist der „gezapfte“ Ökostrom in diesem Jahr sogar kostenlos. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Da gibt es noch viel zu entwickeln, aber einer muss erst einmal anfangen. Mit der Eisenbahn war es genauso: Wir hätten einfach keine, wenn nicht irgendjemand damit angefangen hätte – und heute fahren viele Züge mit Strom“, bemerkte der Geschäftsführer. Noch seien Elektroautos recht teuer, aber verschiedene Hersteller entwickelten die E-Autos gerade zur Serienreife, dadurch fielen die Preise wohl bald. Auch neue Antriebsarten in näherer Zukunft seien möglich – ein „heißer Kandidat“ sei die mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle: „Bei der kommt dann statt Abgas nur Wasser hinten raus.“

Harald Brenner, „ene“-Teamleiter für Neue Technologien, wies Herbert Radermacher und Harald Heinen, Gemeindebrandinspektor und bei der Gemeinde Kall für die Arbeitssicherheit zuständig, in das Fahrzeug ein. KFZ-Meister Heinen nahm das Elektroauto genau unter die Lupe, vom Motor bis zur Öse zum Abschleppen – und war sichtlich angetan von dem Fahrzeug. Mit Bürgermeister Radermacher auf dem Beifahrersitz und Dieter Hinze im Fond drehte er gleich eine Runde.

Nicht nur aus dem Elektroauto steigen Dieter Hinze (v.l.), Geschäftsführer der „Energie Nordeifel“, und Herbert Radermacher, Bürgermeister der Gemeinde Kall, aus – bis 2030 wollen sie gerne den Eifelstrom komplett aus regenerativen Quellen ermöglichen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Nicht nur aus dem Elektroauto steigen Dieter Hinze (v.l.), Geschäftsführer der „Energie Nordeifel“, und Herbert Radermacher, Bürgermeister der Gemeinde Kall, aus – bis 2030 wollen sie gerne den Eifelstrom komplett aus regenerativen Quellen ermöglichen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Herbert Radermacher danach: „Gerade jetzt, wo wir zusammen mit der Energie Nordeifel Energieleitlinien und ein Klimaschutzkonzept erstellen, ist das eine tolle Sache mit dem Elektroauto. Schön, dass wir so einen Energieversorger vor der Haustür haben!“ Nach der Gemeinde Kall soll die Stadt Heimbach das Auto geliehen bekommen – und die ist als Luftkurort besonders prädestiniert für umweltfreundliche Autos.

Eifeler Presse Agentur/epa

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