„E-Mobil macht Spaß!“

Gemeindeverwaltung Kall testet von der Energie Nordeifel bereitgestelltes Elektroauto – Erster Beigeordneter Alfred Schmidt: „Kann durchaus im normalen Verkehr mithalten“

Alfred Schmidt, Erster Beigeordneter der Gemeinde Kall, macht das Fahren im E-Mobil großen Spaß. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Der Hausmeister will ihn, der Vollziehungsbeamte auch, der Bürgermeister und der Beigeordnete ebenfalls: In der Gemeindeverwaltung Kall geht gerade der Schlüssel für ein Elektroauto von Hand zu Hand. „Das ist wirklich sehr beliebt hier“, berichtet Alfred Schmidt, Erster Beigeordneter der Gemeinde Kall, über den Viersitzer mit Elektroantrieb. Den hat die Energie Nordeifel („ene“) für drei Monate kostenlos zur Verfügung gestellt und nach einigen Touren mit dem „Stromauto“ urteilt Schmidt: „Es bringt Spaß, damit zu fahren!“

Für die täglichen Dienstfahrten im Kaller Gebiet sei das Fahrzeug mit dem umweltfreundlichen Elektroantrieb eine gute Alternative. „Es fährt sich wie ein normales Auto und hat einen guten Anzug, es bringt die Kraft gut auf die Straße und kann so im normalen Verkehr mithalten“, so der Beigeordnete. Bis zu 130 Stundenkilometer ist es schnell.

Für drei Monate hat die Energie Nordeifel („ene“) das bis zu 130 Stundenkilometer schnelle E-Mobil der Gemeindeverwaltung Kall zur Verfügung gestellt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Das E-Mobil hat aber auch seine Grenzen: Nach etwa 150 gefahrenen Kilometern muss es wieder an die Steckdose. Für vier Personen ist es zugelassen, auf der Rückbank ist der Platz aber recht begrenzt. „Aber für unsere Dienstfahrten ist es ideal“, sagt Alfred Schmidt. Auch als Zweitwagen für die Familie könnte er sich ein E-Mobil vorstellen. Allerdings sollte dazu die Reichweite steigen und der Preis noch fallen – rund 30 000 Euro sind für das Modell derzeit fällig.

Gewöhnungsbedürftig findet Schmidt das fehlende Motorengeräusch: „Man dreht den Schlüssel um, es erscheint eine kleine grüne Anzeige, aber es ist nichts zu hören!“ Auch während der Fahrt kann man im Grunde nur das Rollgeräusch der Reifen und den Wind wahrnehmen. „Darauf muss sich der Fahrer einstellen, denn andere Verkehrsteilnehmer werden eben nicht durch Motorengeräusch aufmerksam.“ Aber das sei auch ein Vorteil: Schließlich gelten nicht nur  Abgase, sondern auch laute Geräusche als Emissionen, die Menschen und Umwelt belasten.

Alfred Schmidt: „Man darf nur nicht vergessen, das Auto abends an die Steckdose anzuschließen.“ Wenn Elektrofahrzeuge soweit seien, dass sie wie oft bei herkömmlichen Fahrzeugen nur einmal die Woche an die (Strom-)Zapfsäule müssen und dazu preislich attraktiv sind, sieht der Erste Beigeordnete gute Chancen für eine Verbreitung der E-Mobile: „Dann könnte das auch durchaus etwas für unsere Gemeindeverwaltung sein.“

Eifeler Presse Agentur/epa

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