20 000 Radler, Inline-Skater und Wanderer bevölkerten das Ahrtal

Besucher kamen zum Teil mit Bus und Bahn von weither – Zahlreiche Informations- und Erfrischungsstände am Wegesrand – Familien, Vereine und Freundeskreise gingen gemeinsam an den Start

Allein in Blankenheim gingen Hunderte von Radlern an den Start. Ganze Familien, aber auch Freundeskreise und Vereine machten sich auf den Weg Richtung Dümpelfeld. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Eifel – Die leicht bekleideten Optimisten waren am Sonntag bei der „Tour de Ahrtal“ eindeutig im Vorteil. Denn auch wenn am frühen Morgen noch einige Wolken gesichtet wurden, so riss der Himmel doch mehr und mehr auf, so dass die dicke Regenbekleidung, mit der einige an den Start gegangen waren, schnell überflüssig wurde.

Landrat Günter Rosenke, der in diesem Jahr aufgrund einer Verletzung nicht mit radeln konnte, ließ es sich dennoch nicht nehmen, gemeinsam mit Blankenheims Bürgermeister Rolf Hartmann den ohrenbetäubenden Startschuss zum großen Fahrrad-Event zu geben. Der Landrat, der mit dem Radaktionstag des Kreises Euskirchen vor vielen Jahren den Grundstein für das heutige länderübergreifende Mega-Ereignis gelegt hatte, bedauerte es sichtlich, sich nicht mit aufs Rad schwingen zu dürfen, versprach aber, im nächsten Jahr wieder mit von der Partie zu sein.

Dass die Veranstaltung in gewohnt professioneller Weise über die Bühne gehen konnte, war vor allem dem neuen Hauptsponsor der „Tour de Ahrtal‘, der Energie Nordeifel zu verdanken. Über 30 Mitarbeiter des regionalen Energieversorgers mit Sitz in Kall zeigten denn auch Flagge und schwangen sich selbst aufs Rad, beziehungsweise schnallten sich, wie Teamleiterin Kerstin Zimmermann, die Inline-Skater an die Füße. Die gefahrenen Kilometer des „ene“-Teams werden finanziell vergütetet und kommen „ene jode Zweck“ zugute, wie auf den T-Shirts der Energieexperten zu lesen war.

Die Veranstalter zählten an die 20 000 Besucher, die an diesem Tag die B 258 und die L 73 zwischen Blankenheim und Dümpelfeld ganz für sich alleine hatten, denn für Autos waren die Straßen komplett gesperrt. Teilweise waren die Radler von weither mit Bus und Bahn angereist. Ganze Familien gingen mit Kind und Kegel ebenso an den Start wie größere Teams im Einheits-Trikot. Selbst einige Wanderer wurden auf der Strecke gesichtet. Immer wieder gab es am Wegesrand Möglichkeiten, eine Rast einzulegen und sich zu stärken. In Ahrdorf beispielsweise ging es fast zu wie auf dem Rummelplatz. Die Udelhovener Musikanten begrüßten die eintreffenden Radler mit zünftiger Blasmusik. Am Stand der „ene“ konnte man seine müden Füße mit Erfrischungsspray bearbeiten. Der Nationalpark Eifel und viele andere Institutionen sorgten hier für einen informativen Aufenthalt. Und natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt, so dass Bürgermeister Hartmanns Leitspruch: „Das Schönste am Radfahren sind die Pausen“, wieder einmal voll zuzutreffen schien.

Eifeler Presse Agentur/epa

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