„ene“ setzt auf Aus- und Weiterbildung

Bei der Energie Nordeifel und Tochterunternehmen KEV haben zum 1. August vier neue Azubis angefangen – Bei dem Kaller Dienstleister rund um Energie ist vom Fachkräftemangel nichts zu spüren

Kerstin Zimmermann (2.v.l.) und Heike Bauer (4.v.l.) stellten die neuen Azubis des Konzerns vor: Christoph Kutsch (v.l.), Pascal Offermann, Jörg Melka und David Paulson. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Fachkräfte werden immer rarer, wie Prof. Dr. Gottfried Richenhagen von der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) beklagt. Seine wichtigste Forderung lautet: „Mobilisieren Sie Fachkräfte aus den eigenen Reihen!“ Ausbilden und Weiterentwickeln seien die beiden wichtigsten Aufgaben, die Unternehmen heute leisten müssten. Genau das hat sich die Energie Nordeifel („ene“) mit dem Tochterunternehmen KEV seit Jahren auf die Fahnen geschrieben, wie Ausbildungsleiterin Heike Bauer sagt: „Wir bilden sogar über den Bedarf aus und haben auch zum 1. August wieder vier neue Azubis angestellt.“

Und zwar sowohl zwei Auszubildende zum Industrie-Kaufmann als auch zwei Azubis zum Elektroniker für Betriebstechnik. Im kaufmännischen Bereich sind das Pascal Offermann (18) und Christoph Kutsch (20). Der Simmerather Offermann: „Alles ist sehr familiär hier, es wird sich gut um einen gekümmert.“ Das Gefühl hatte Christoph Kutsch aus Kronenburg schon beim Bewerbungsgespräch: „Ich bin mit einem super Gefühl nach Hause gegangen und dachte, das ist es.“
Beim Azubitag der „ene“, bei denen ältere Azubis Eltern und Interessierten ihre Ausbildungsfelder vorstellten, habe sich dieser Eindruck weiter gefestigt: „Es ist auch toll, dass es neben der abwechslungsreichen Ausbildung im Betrieb auch externe Ausbildung und Prüfungsvorbereitung gibt.“ Bei der „ene“ dürfen die Kaufleute außerdem auch in den technischen Bereich der KEV reinschnuppern und umgekehrt.

Die künftigen Betriebselektroniker David Paulsen (16) aus Schleiden-Oberhausen und Jörg Melka (17) aus Tondorf schätzen auch das abwechslungsreiche Arbeiten sehr. Paulson: „Hier muss man nicht nur die Muskeln anstrengen, sondern auch den Kopf. In anderen Betrieben macht man nach zwei Monaten immer nur das Gleiche, durch die vielen Aufgabenfelder hier ist das ganz anders.“ Dazu sei das Betriebsklima prima und die Ausbilder geduldig: „Man bekommt alles ruhig erklärt“, so Paulson.

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Jörg Melka war schon „familiär vorgeprägt“: „Mein Onkel und mein Vetter arbeiten hier und haben immer viel von ihrer Arbeit erzählt. Das hat mich schon von klein auf fasziniert. Dann habe ich bei der KEV erst ein einwöchiges, dann ein dreiwöchiges Praktikum absolviert und mich dann beworben.“ Ihn reizt auch die Verantwortung in Sachen Strom und Netzbetrieb: „Man muss alles im Blick haben und darf sich keine Fehler leisten, das könnte sonst schlimme Folgen haben.“

Allen neuen Azubis gemeinsam ist, dass sie sich vor ihrer Bewerbung nicht nur im Bekanntenkreis umgehört haben, sondern sich auch im Internet über Energie Nordeifel und KEV informiert haben. Und noch ein Interesse eint sie: Das an erneuerbaren Energien. Und so sind die Auszubildenden auch begeistert von den Plänen der „ene“, bis 2030 das Versorgungsgebiet autark mit „Grünstrom“ aus regenerativen Quellen zu versorgen.

Heike Bauer gibt ihren Schützlingen mit auf den Weg: „Das Wichtigste ist, immer offen und neugierig zu sein. Lieber zweimal zu viel fragen als einmal zu wenig.“ Auch der Blick in die Zukunft in Sachen Weiterbildung sei bedeutsam: „Bildet euch auch nach der Ausbildung weiter, entweder privat oder in einem der vielen Programme bei uns.“ So sind erst kürzlich sechs Mitarbeiter zum „Europäischer Energiemanager IHK“ weitergebildet worden und arbeiten jetzt im immer gewichtiger werdenden Dienstleitungsspektrum der „ene“.

Bei 140 Mitarbeitern gibt es zwölf Auszubildende. Ausbildungsbeginn ist am 1. August, jeweils im September/Oktober des Vorjahres finden die Einstellungstests statt. Die Azubis durchlaufen alle Abteilungen im Betrieb, außerdem gibt es Blockunterricht auf den Berufskollegs in Kall und Euskirchen. Heike Bauer: „Zeigt Einsatz und beweist, dass wir euch auch in Zukunft hier brauchen – dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen!“
Eifeler Presse Agentur/epa

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