Lautlos durch Heimbach

Die Energie Nordeifel („ene“) übergab dem Heimbacher Bürgermeister Bert Züll ein Elektromobil für seine Dienstfahrten – Eine Batterieladung kostet knapp fünf Euro und reicht für gut 150 Kilometer

 

Markus Böhm, Vertriebsleiter bei der „ene“, Kerstin Zimmermann, Pressesprecherin bei der „ene“, und Bert Züll, Bürgermeister der Stadt Heimbach, trafen sich zur Übergabe des E-Mobils auf dem Großparkplatz „An der Laag“. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Heimbach – Die Dienstfahrten des Heimbacher Bürgermeisters Bert Züll werden fortan fast lautlos vonstattengehen. Kaum ein Motorengeräusch ist zu vernehmen, wenn der Verwaltungschef oder einer seiner Mitarbeiter durch das Stadtgebiet von Heimbach dahin gleitet. Denn bis zum 21. Oktober stellt die Energie Nordeifel („ene“) der Stadt Heimbach kostenlos ihr Elektroauto zur Verfügung. Am Montagmorgen bekam der Bürgermeister vom „ene“-Vertriebsleiter Markus Böhm nicht nur die Schlüssel überreicht, sondern von seiner Kollegin Kerstin Zimmermann auch noch eine kostenlose Fahrstunde auf dem Parkplatz „An der Laag“.

Bert Züll zeigte sich anschließend begeistert von dem Fahrzeug. „Im Winter haben wir hier gemeinsam mit der ene eine Ladestation für E-Mobile eingerichtet, jetzt freuen wir uns natürlich, mit dem entsprechenden Fahrzeug zum Umwelt- und Lärmschutz beitragen zu können.“

Markus Böhm betonte, dass die Stadt Heimbach – quasi eine Enklave im Versorgungsgebiet der KEV – dem Energieversorger mit Sitz in Kall besonders am Herzen liege. Gleichzeitig könne sich der Bürgermeister freuen, erst jetzt mit dem E-Mobil an der Reihe zu sein. „Denn im Sommer hat das Fahrzeug eine höhere Reichweite, weil sich dann die Batterie langsamer entlädt als im Winter“, so Böhm.

Gut 150 Kilometer kann man mit einer Batterieladung zurücklegen. Das Auto hat eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer und verfügt über eine Leistung von 64 PS. Selbstverständlich muss das Fahrzeug nicht unbedingt an einer Ladesäule „aufgetankt“ werden. Es reicht dazu auch eine haushaltsübliche Schukosteckdose. In sechs Stunden ist die Batterie wieder voll. Die Fahrkosten belaufen sich bei 100 Kilometern auf drei bis vier Euro, also weniger als bei vielen Benzin- und Dieselfahrzeugen. Darüber hinaus aber ist eine Fahrt mit dem E-Mobil weitaus umweltfreundlicher, da das Auto keine Auspuffanlage besitzt und daher auch kein Kohlendioxid in die Luft bläst.

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Bürgermeister Züll zeigte sich generös und versprach, dass nicht nur die Bediensteten der Stadt Heimbach mit dem E-Mobil fahren dürfen, sondern auch die Kollegen von der Rureifel-Tourismus.

„Derzeit ist das Stromtanken an unseren Ladesäulen noch kostenlos“, berichtete Kerstin Zimmermann. Man benötige dazu lediglich eine Kundenkarte, die man bei der „ene“ in Kall beantragen könne. Es sei auch möglich, sein Elektrofahrrad an den Ladestationen aufzuladen. Im nächsten Jahr dann werde lediglich der anfallende Strompreis berechnet. „Selbstverständlich tanken unsere Kunden an den Ladesäulen 100 Prozent Strom aus regenerativen Quellen“, so die „ene“-Pressesprecherin weiter.

Einig waren sich die Akteure darin, dass das Strom-Tankstellennetz in der Eifel weiter ausgebaut werden müsse. Bürgermeister Züll dachte bereits darüber nach, wie auch das neue Heimbacher Feriendorf mit angebunden werden könne.

Im Anschluss an die Übergabe schwang sich der Bürgermeister wieder ans Steuer seines neuen Gefährts und brach zu einem ersten Härtetest auf: Mit dem E-Mobil ging es einmal die Serpentinen hinauf bis nach Maria Wald und zurück, was für den Elektroflitzer allerdings kein wirkliches Problem darstellte.

Eifeler Presse Agentur/epa

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