Spatenstich für die größte Photovoltaik-Freilandanlage in NRW

In unmittelbarer Nähe zum Braunkohlenkraftwerk Weisweiler werden schon bald dreieinviertel Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom produziert – Euskirchener Firma „F&S solar concept“ ist mit der Ausführung des „Solarparks Inden“ beauftragt worden

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Spatenstich im Sunpark Inden
Heinrich Unterberger (Inden), Thomas Palus (Sparkasse Düren), Landrat Wolfgang Spelthahn, Heinrich Klocke (SWD), Dirk Hürtgen, Landtagsmitglied Josef Wirtz und Georg Schmiedel (F&S solar concept) (v.l.) griffen zum Spaten, um den größten Solarpark Nordrhein-Westfalens in Angriff zu nehmen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Inden/Euskirchen – „Wer heute noch ernsthaft über den Neubau von Kohle- oder Atomkraftwerken nachdenkt, handelt kurzsichtig und unverantwortlich. Erneuerbare Energien sind die Zukunft unserer Energieversorgung. Sie sind sauber, sicher, dezentral und unerschöpflich.“ – Mit diesen Worten begrüßte Georg Schmiedel, Geschäftsführer der Euskirchener Firma „F&S solar concept“, am Donnerstagnachmittag zahlreiche Gäste, die zum Spatenstich für NRWs größte Photovoltaik-Freilandanlage erschienen waren, die derzeit auf der ehemaligen Mülldeponie in Inden im Kreis Düren unweit des Braunkohlenkraftwerks Weisweiler entsteht.

Nach seiner Fertigstellung wird der Solarpark Inden auf gut 100 000 Quadratmetern Freifläche rund 3.250.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Damit können an die 1000 Haushalte in der Region mit sauberem Sonnenstrom versorgt werden. Gegenüber herkömmlichen, fossilen Brennstoffen werden damit pro Jahr mehr als 2200 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Ein Bild mit Symbolwert: Unter dem Braunkohlenkraftwerk Weisweiler lagern bereits die Aluminiumträger des künftigen Solarparks, der für einen sauberen Neuanfang in Sachen Energieerzeugung steht. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

„Die Zukunft der Energieversorgung gehört einzig und allein den regenerativen Energien und dort in erster Linie der Photovoltaik-Technik, denn nur mit ihr ist es möglich, dezentral Stromversorgung vorzunehmen“, so Schmiedel weiter. Mit der Sonnenenergie stehe darüber hinaus eine Energiequelle zur Verfügung, die den ständig steigenden Energiebedarf problemlos decken könne. Sie sei absolut umweltfreundlich und schaffe gerade in Deutschland immer weitere neue Arbeitsplätze.

Der Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn, pflichtete dem Euskirchener Solarspezialisten bei und war ebenfalls der Meinung, dass in Europa die Zeit, da man noch fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung nutze, langsam aber sicher zu Ende gehe. Ausdrücklich bedankte er sich bei Georg Schmiedel und seinem Partner Jörg Frühauf dafür, dass diese den Dürenern bei dem Großprojekt mit Rat und Tat zur Seite standen. „Ich finde es toll, dass Sie als gesuchtes, europaweit anerkanntes Fachunternehmen nicht nur den weltweiten Großprojekten hinterherjagen, sondern Ihr Knowhow auch hier in unsere ländliche Region einbringen“, so Spelthahn.

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Dass das Projekt in Inden überhaupt realisiert werden könne, habe man der großen Einmütigkeit aller verantwortlichen Gremien zu verdanken, so Spelthahn weiter. Initiator des 10-Millionen-Euro-Projekts „Solarpark Inden“ ist der Kreis Düren. Um die Förderung regenerativer Energien in der Region tatkräftig voranzutreiben, hatte der Kreis die Rur-Energie GmbH gegründet. Deren Gesellschafter sind die Beteiligungsgesellschaft des Kreises Düren, die die Mehrheit des Stammkapitals von 500.000 Euro bereitstellt, die Stadtwerke Düren und die S-Beteiligungsgesellschaft der Sparkasse mbH.

100 Monteure in der Spitze

In der „F&S solar concept“ mit Sitz in Euskirchen hatten die Dürener schnell einen kompetenten Partner gefunden. Über den erfahrenen Solarspezialisten wurden die relevanten planungsrechtlichen Schritte begleitet, der Bauantrag vorbereitet und eingereicht sowie die erforderlichen Gutachten erstellt.

Tausende von Schraubanker liegen schon bereit. Sie werden tief in den Boden gedreht, um den „Solarpark Inden“ auch bei Wind und Wetter die nötige Standfestigkeit zu geben. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

„Mit mehreren Ingenieuren und Elektrotechnikern wurde ein umfangreicher Analyse- und Planungsprozess durchgeführt, der zu einem fließenden Genehmigungsprozess führte“, berichtete Georg Schmiedel. In bereits zwölf Wochen soll der Solarpark fertiggestellt sein. In der Spitze werden bis zu 100 Monteure auf der Baustelle arbeiten, um die Sonnenkollektoren auf Träger zu montieren und mit Hilfe von Lasern präzise auszurichten.

Landrat Spelthahn kündigte an, weitere Solarprojekte im Kreis Düren in Angriff nehmen zu wollen, um so weiterhin etwas für den Klimaschutz zu tun und gleichzeitig mit einer ortsnahen, dezentralen Stromproduktion die Versorgungssicherheit der Bürger zu erhöhen.

Mit diesem Gerät werden die Schraubanker in den Boden eingebracht. Erst danach können die Photovoltaikmodule montiert werden. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Ausschlaggebend für die Investition in Erneuerbare Energien dürfte aber nicht zuletzt deren Rentabilität sein. Denn Dank der im Erneuerbare-Energien-Gesetz abgesicherten Solarförderung können Investoren mit Solarstromanlagen auch im nächsten Jahr hervorragende Renditen erzielen. Für jede von der eigenen Solarstromanlage in das Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde erhält der Betreiber einen festen Vergütungssatz vom Netzbetreiber. 20 Jahre lang, staatlich garantiert. Der „Solarpark Inden“ löst den derzeit größten NRW-Solarpark in Troisdorf im Ranking ab. Auch dieser wurde neben vielen anderen Solarparks, beispielsweise in Herhahn, Schwege, Düsseldorf, Schaffrath, Oberlar, Kevelaer oder unlängst in Mechernich, von den Euskirchener Solarspezialisten Frühauf und Schmiedel geplant und errichtet.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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