Ab Februar öffnet die neue Mensa am Clara-Fey-Gymnasium in Schleiden ihre Pforten

Gebäude ist für 450 Personen ausgelegt und soll auch als Veranstaltungsstätte dienen – Große Teile der Technik wurden in die Decke eingebaut

Auf dem Dach der neuen Mensa sprach Zimmermann Stefan Dederichs seinen Richtspruch. Die ersten Essen werden ab Februar 2012 ausgegeben. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden – Als Zimmermann Stefan Dederichs vom Dach der neuen Mensa des Bischöflichen Clara-Fey-Gymnasiums (CFG) am Freitagabend seine Kranzrede hielt, war es schon ein wenig dämmrig. Doch es herrschte noch genug Licht um zu erkennen, dass das neue Gebäude sich einmal sehr schön in die umgebende Landschaft einfügen und man geradezu im Grünen tafeln wird.

Gut 800 Gäste waren erschienen, um beim Richtfest dabei zu sein. Der verantwortliche Architekt Andreas Lebender berichtete am Rande der Veranstaltung, dass in dem gut 40 mal 15 Meter großen Gebäude Platz für 225 Sitzplätze sei. Ausgelegt sei die Mensa jedoch für 450 Personen. Denn dort wird ein Teil der derzeit 1070 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums ab Februar 2012 nicht nur zu Mittag essen. Die Schule erfüllt sich mit dem Bau der Mensa auch endlich den Traum von einer größeren Veranstaltungsstätte, in der auch Feiern und Konferenzen stattfinden können.

Zahlreiche Gäste kamen am Freitagabend zum Mensa-Richtfest nach Schleiden. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

„Wir haben hier besonders viel Holz und Glas verbaut“, berichtete Lebender. So wirke das Gebäude hell und klar strukturiert. Eine voll ausgerüstete Küche, die sowohl zum Selbstkochen als auch für den Cateringbetrieb ausgelegt ist, sowie sanitäre Einrichtungen und Lagerräume werden in den nächsten Wochen noch installiert. Eine verhältnismäßig kleine Gastherme wird den Bau einmal heizen, denn das Glas verfügt über beste Dämmwerte, und ein Wärmetauscher soll dafür sorgen, dass auch beim Öffnen und Schließen der Türen nur wenig Wärme entweicht.„Wir werden keine Heizkörper aufstellen, die den Raum nur kleiner machen würden, sondern Strahlplatten an den Decken anbringen“, so der Architekt. Überhaupt habe man einen Großteil der Technik in die Decke eingebaut, um Platz zu sparen.

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Schulleiter Helmut Schuster bedankte sich bei allen, die den neuen Mensabau möglich gemacht hatten. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Eifeldekan Erik Pühringer sagte in seiner kleinen Ansprache, dass die Schule sich schon seit jeher um den Geist der Schüler gekümmert habe. Mit dem Bau der Mensa übernehme man nun aber auch Verantwortung für den Körper und trage so der sich wandelnden Schullandschaft Rechnung.

Die ersten Entwürfe für die neue Mensa gehen bereits auf das Jahr 2006 zurück. „Noch vor der Ganztagsoffensive des Landes mit ihren Investitionshilfen und dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung haben wir für dieses Projekt geworben und letztlich – Gott sei Dank – auch beim Schulträger offene Ohren gefunden“, berichtete Schulleiter Helmut Schuster. In Zeiten großer finanzieller Enge sei es schon ein herausragendes Zeichen der Wertschätzung von katholischen Schulen allgemein und dem CFG im Besonderen, dass das Bistum Aachen sich hier in dieser großartigen Weise engagiere. Schuster bedankte sich denn auch bei allen Unterstützern im Generalvikariat, ohne die dieser Neubau nicht hätte realisiert werden können, insbesondere  der Schulabteilung, der Bauabteilung sowie beim Bistumsarchitekten Peter Schumacher und bei Generalvikar Manfred von Holtum.

Auch Eltern spendeten für den Bau

Lob gab es auch für den Architekten Andreas Lebender, der 2006 den ersten Entwurf entwickelt hatte, ohne zu diesem Zeitpunkt bereits mit einem späteren Auftrag rechnen zu können. Dank ging aber auch an die Eltern, die für den Bau gespendet hatten, sowie an den Förderverein, der mit vielfältiger personeller, aber auch finanzieller Unterstützung entscheidend zur Realisierung beigetragen habe. „Ohne diese Finanzhilfen hätte das Bistum dieses Projekt alleine – auch bei bestem Willen – in der heutigen Zeit nicht schultern können“, so Schuster.

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Mit der Jojo Joisten Band und einem gemütlichen Umtrunk auf dem Schulhof des Clara-Fey-Gymnasiums wurde das Richtfest schließlich bis spät in die Nacht hinein gebührend gefeiert.

Eifeler Presse Agentur/epa

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