Hochbetrieb in Steinfeld: Tausende kamen zum Schulfest des Hermann-Josef-Kollegs

Gut 2000 Besucher genossen den herrlichen Sommertag auf dem Gelände des Klosters Steinfeld –  „Catena“ feierte den 30. Geburtstag – Musikalisches Open-Air-Programm  – „Amadeus“ erntete bewundernde Blicke

Passend zum heißen Wetter gab es bei diesen Schülerinnen und Schülern Cocktails mit exotischen Früchten. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall-Steinfeld – Es scheint nicht verkehrt zu sein, wenn man einen Heiligen mit sich im Bunde weiß. Diesen Schluss muss ziehen, wer am Samstag das Schulfest des Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld besuchte. Obwohl der Freitag noch bedeckt und der Sonntag schon wieder garstig war, konnten sich die über 800 Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrer doch am Samstag über schönstes Bilderbuchwetter freuen. Gut 2000 Besucher kamen denn auch in das spirituelle und kulturelle Zentrum der Nordeifel, um es sich an diesem Nachmittag beim großen Schulfest des Gymnasiums einfach mal gut gehen zu lassen. Gleichzeitig wurde an diesem Tag der 30. Geburtstag der „Catena“ gefeiert, ein Verein der ehemaligen Schülerinnen und Schüler am Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld, der 1981 gegründet wurde. Der Verein hat sich zur Aufgabe gesetzt, einerseits den Schul- und Internatsträger ideell und materiell zu unterstützen, andererseits auch die klassenübergreifenden Kontakte der Schülerinnen und Schüler untereinander zu stärken und zu pflegen. Über ihren Schulbesuch hinaus bekunden die „Ehemaligen“ so ihre Solidarität mit der Schule und dem Internat.

[nggallery id=2] Gemeinsam hatten Schule und „Catena“ denn auch ein musikalisches Open-Air-Programm auf die Beine gestellt, das sich hören lassen konnte. Unter der Moderation von Uwe Reetz und Heiner Schmidt wurden nicht nur Ausschnitte der neuen CD „Catena klingt“ vorgestellt, sondern es gaben sich auch Musiker wie Jojo Joisten und seine Band, „Slyn‘n Dan“ sowie Friedhelm Schorn ein Stelldichein. Darüber hinaus aber zeigten die Schüler selbst ihr Können. Schulorchester, Folk-AG und Einzelinterpreten ließen deutlich werden, dass die musikalische Ausbildung am Hermann-Josef-Kolleg nicht nur vielfältig ist, sondern auch ein hohes Niveau besitzt.

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Bürgermeister Herbert Radermacher (links) nahm sich am Samstag viel Zeit und ließ sich unter anderem auch das Segelbootkonzept des Hermann-Josef-Kollegs erklären. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Unter den Arkaden wurden derweil internationale Speisen geboten. Zahlreiche Schüler kochten und buken was das Zeug hielt. Es gab unter anderem griechische Blätterteig-Spinattaschen, polnisches Bigos und russische Piroggen. Aber auch Popcorn, Waffeln und ein gigantisches Kuchenbuffet luden ein, es sich im Schatten der alten Kastanienbäume gemütlich zu machen. Wer von den Kindern Lust hatte, konnte auch einen Kletterparcours oder eine Naturwerkstatt besuchen oder am Trockenski-Rennen teilnehmen. Sechsklässler zeigten derweil, womit man sich früher in den Pausen auf Schulhöfen beschäftigte. Hier gab es Gummitwist, Himmel-und-Hölle sowie Murmel- und Seilspiele zu sehen.

Während man sich in der „Viehgasse“ künstlerisch betätigte, mixte man anderswo die exotischsten Frucht-Cocktails. Neben vielen Eltern von Schülern waren auch zahlreiche Honoratioren vor Ort. Bürgermeister Herbert Radermacher beispielsweise nahm sich besonders viel Zeit und wurde den Nachmittag über abwechselnd von Schulleiter Heinrich Latz sowie von Ute Stolz vom „Catena“-Vorstand über das große Gelände geführt. Natürlich wurde dabei auch der „Amadeus“ in Augenschein genommen, auf den der Verein der Ehemaligen mit seinen 452 Mitgliedern besonders stolz ist. Dabei handelt es sich nicht um einen musikalisch hochbegabten Schüler, sondern um einen Jollenkreuzer, Baujahr 1960, den man für das Schulfest eigens aufs Trockene gezogen hatte. Die Steinfelder Schüler haben das Segelboot drei Jahre lang auf Vordermann gebracht. Sommertags liegt es am Rursee vor Anker, wo bereits 80 Schüler das Segeln erlernt haben und einen Segelschein vorweisen können.

Wer nach all dem Trubel etwas Ruhe benötigte, der konnte das neu angelegte Labyrinth im Klostergarten besuchen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Selbstverständlich war auch das Kloster Steinfeld in die Veranstaltung mit eingebunden. So lud Pater Pankratius zu Rundgängen durch die Klosteranlage ein, und Pater Robert gestaltete am Abend einen Gottesdienst, den der Schulchor des Hermann-Josef-Kollegs unter der Leitung von Siegmund Pchalek musikalisch umrahmte. Obwohl das Kloster ansonsten eher ein Ort der Ruhe und der Meditation ist, brausten an diesem Nachmittag die Bobbycars durch den Innenhof. Man nutzte das Gefälle im Gelände, um von der Eingangspforte bis runter in den Wirtschaftshof zu rasen, was mit Ohren betäubenden Krach, aber auch mit einem enormen Spaßfaktor verbunden war. Diejenigen, die mal etwas Abstand vom Trubel brauchten, konnten im Labyrinthgarten des Klosters spazieren gehen und dort die Stille eines wunderschönen Spätsommertages genießen.

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