20 000 Euro für das Matronenheiligtum bei Nöthen

Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt Fördergelder in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung, Förderkreis für Denkmalpflege in Münstereifel packt nochmals dieselbe Summe drauf

Mehr als nur ein wenig Kleingeld wurde jetzt "geopfert", um den Kulthof des Matronenheiligtums bei Nöthen instand zu setzen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Bad Münstereifel-Nöthen – Der „Heidentempel“ bei Nöthen ist eines der bedeutendsten Bodendenkmäler der Nordeifel, ein Matronenheiligtum aus der Zeit des 1. bis 5. Jahrhunderts nach Christus. Reste dieses großen römerzeitlichen Tempelbezirks liegen gut 1500 Meter westlich von Nöthen auf einer Bergzunge zwischen dem Wespelbach und dem Hornbach, auf dem sogenannten Addig.

Insgesamt sind noch Überreste von drei Gebäuden erhalten und teilweise konserviert wie auch rekonstruiert. Dazu gehören der Umgangstempel, der Kulthof und die Basilika. Bekannt aber nicht konserviert sind einige weitere Gebäude bzw. Gebäudeteile (z. B. ein Fachwerkhaus), die sich teilweise auf Privatgrundstücken befinden. Mit einer Heckenbepflanzung sichtbar gemacht ist der Verlauf einer 120 Meter langen und drei Meter breiten ehemaligen Wandelhalle, die den Tempelbezirk gegen Osten teilweise gegen Norden abschloss.

Alexander Büttner, Wolf Werth, Johannes Backes und Alexandra Schröder (v.l.) bei der Übergabe des Fördervertrags am Matronenheiligtum. Bild: Stadt Bad Münstereifel

Das Matronenheiligtum wurde bis zum Sommer 2010 über Jahre hinweg von Ehrenamtlern gepflegt und instand gehalten. Der Erhalt dieses Bodendenkmals liegt auch dem Förderkreis für Denkmalpflege in der Stadt Bad Münstereifel ganz besonders am Herzen. „Aus diesem Grund stellte der Förderkreis für Denkmalpflege einen Antrag bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur Instandhaltung des Matronenheiligtums. Dass dieser Antrag nun erfolgreich war, dazu trug maßgeblich der Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für den Kreis Euskirchen, Wolf Werth, bei“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Bad Münstereifel.

Für die Mauerwerkssanierung und Reinigung der Wand- und Abdeckflächen sowie sonstige nötige Arbeiten zum Erhalt der kelto-romanischen Tempelanlage in Nöthen habe Wolf Werth jetzt Bürgermeister Alexander Büttner, Vorsitzender des Förderkreises für Denkmalpflege in Münstereifel, einen Fördervertrag in Höhe von 10.000 Euro überbracht. Die Tempelanlage in Nöthen, eine der größten Anlagen ihrer Art nördlich der Alpen, ist eines von über 270 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn seit ihrer Gründung 1985 dank privater Spenden und Mitteln der stattlichen Lotterien in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

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Das Matronenheiligtum auf dem Addig bei Nöthen gehört mit zu den bedeutendsten und auch beliebtesten Bodendenkmälern der Nordeifel. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Weitere 10.000 Euro, so Schatzmeister Johannes Backes, stellt der Förderkreis für Denkmalpflege zur Verfügung. Mit diesen insgesamt 20.000 Euro soll nun der Bauteil „Kulthof“ instandgesetzt werden. „Um die gesamte Anlage zu sanieren, sind über 60.000 Euro notwendig. Sobald weitere Mittel zu Verfügung stehen, sollen auch die beiden anderen Bauteile saniert werden“, heißt es in der Pressemitteilung. Bürgermeister Alexander Büttner bedankte sich bei Wolf Werth für die Unterstützung und Fürsprache bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Eifeler Presse Agentur/epa

(Quelle: Stadt Bad Münstereifel)

 

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