Der Swing aus dem Sumpf

Die „Cajun Roosters“ laden wieder zum Cajun- und Zydecofestival ein: Zum ersten Mal findet der Abend mit akkordeonsatter Tanzmusik aus den Sümpfen Louisianas nicht in Baasem, sondern im Dahlemer Vereinshaus statt – Neben den Gastgebern spielen „Jeffery Broussard & the Creole Cowboys” und Lil‘ Jim

Jeffery Broussard kommt direkt aus Louisiana nach Dahlem. Mit dabei hat er die "Creole Cowboys”. Bild: privat

Dahlem – Als im September 2001 das Cajun- und Zydecofestival zum ersten Mal in dem kleinen Ort Baasem in der Eifel über die Bühne ging, waren viele Besucher noch reichlich skeptisch. Schwierigkeiten machte damals allein schon die korrekte Aussprache des Festivals, und Michael Bentele, der Bassist der Band „Cajun Pioneers“, die den Abend ausrichtete, hatte alle Mühe, den angereisten Journalisten vor Ort zu erklären, was es mit der Musik aus den Sümpfen Louisianas auf sich hatte. Kaum jedoch hatte die aus München angereiste „Ludwig Seuss Band“ die ersten drei Takte angespielt, da war klar, dass Cajun vor allem eines ist: Flotte Tanzmusik mit kräftigen Grooves, die ohne Umwege direkt vom Ohr in die Beine geht. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Die "Cajun Roosters" laden nach Dahlem ein und werden natürlich auch selber auf der Bühne stehen. Bild: privat

In diesem Jahr findet das Festival nun mehr schon zum 11. Mal statt, und es ist mittlerweile das bekannteste Festival dieser Art in Deutschland. Es zählt mit einigen anderen Festivals in Frankreich, Holland und England zu den Highlights der Szene. Die Presse, so heißt es in einer Ankündigung des Veranstalters, „nennt es bereits in einem Atemzug mit dem Irish Folk Festival und dem Blues Caravan“. Zu Anfang nur im Eifelort Baasem und Unna auf der Bühne ist es inzwischen in neun Städten unterwegs. In diesem Jahr spielen die Bands auch das erste Mal in Berlin.

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Geno Delafose und seine Band sorgten 2004 für Hochsstimmung im Saal Kinnen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Seit einigen Jahren werden auch exklusiv Bands aus Louisiana eingeladen. Geno Delafose, Leon Chavis, Lafayette Rhythm Devils, Corey Ledet und der dreifach Grammy nominierte Cedric Watson brachten Original Louisiana Cajun/Creole/Zydeco nach Deutschland.

2011 haben die deutsch-englischen Gastgeber “Cajun Roosters”  „Jefferey Broussard & the Creole Cowboys“ aus Louisiana eingeladen. Broussard spielt zum ersten Mal in Deutschland. Er verfügt über eine große Bandbreite von traditioneller Creolischer Musik bis zu Nouveau Zydeco. Er wechselt genau so nahtlos vom Akkordeon zur Fiddle wie seine kräftige Stimme vom französischen „Louisiana patois“ zum Südstaaten Englisch.

Die Fans des Festivals reisen zum Teil von weither an. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Als „special guest“ aus England kommt Lil‘ Jim nach Dahlem. Er war bereits 2006 dabei und hat den Saal zum Überkochen gebracht. Das Festival findet seinen krönenden Abschluss in diesem Jahr erstmals nicht in Baasem im Saal Kinnen, sondern in Dahlem im Vereinshaus, Bahnstraße 25, und zwar am Samstag, 29. Oktober, 20 Uhr. Nachmittags kann man hier auch an einem Cajun/Zydeco-Tanzkursus teilnehmen. Am Sonntag, 30. Oktober, ist dann ab 11 Uhr im Dahlemer Vereinshaus Cajun Brunch und Chillout nach einer durchtanzten Nacht.

Tickets und weitere Infos gibt es unter: 0176/9906-1488 oder hier: https://www.cajunweb.de/catalog/index.php?cPath=26&sort=2a&language=de

 

 Eifeler Presse Agentur/epa

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