Gut aufgestellt in der „Energierevolution“

Energie Nordeifel („ene“) weihte mit der Stadt Mechernich und dem Euskirchener Solarspezialisten „F&S solar concept“ bei Kalenberg neuen Solarpark ein – Es ist das erste Projekt in der Hand von „KEVER“, eine Beteiligungsgesellschaft, die für regenerative Projekte steht – Nachrichtenvideo dazu hier klicken

Anstoßen auf sonnige Zeiten in Kalenberg: Dieter Hinze (v.l.), Jörg Frühauf, Dr. Hans-Peter Schick, Georg Schmiedel, Markus Mertgens, Alexander Böhmer, Markus Böhm und Uwe Czypiorski. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich-Kalenberg – Mit großer Anteilnahme von Seiten der Bevölkerung sowie aus den Reihen der Politik wurde am Freitagmorgen der „Sun Park Kalenberg“ feierlich eröffnet. Begrüßt wurden die gut 120 Gäste durch den neuen Geschäftsführer der „KEVER“ (Kreisenergieversorgung Euskirchen Regenerative), Markus Mertgens aus Dreiborn. Das neu gegründete Unternehmen unter dem Dach der „ene“, das sich den Planungssachverstand von PE Becker aus Kall mit ins Boot geholt hat, will sich auf Erneuerbare Energien und die Nutzung der regionalen Ressourcen spezialisieren.

Gemeinsam drückten die Partner den roten Knopf, um den Sun Park Kalenberg symbolisch in Betrieb zu nehmen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Der Geschäftsführer der „ene“, Dieter Hinze, sprach von einer „Energierevolution“, in der die Gesellschaft gerade stecke und nannte diese „Revolution“ eine Chance besonders für die Menschen in der Eifel. Der neue „Sun Park Kalenberg“ sei nach dem „Sun Park Herhahn“ ein weiterer Mosaikstein in der strategischen Neuausrichtung des regionalen Energieversorgers, der plant, die Eifel bis 2030 rein mit grünem Strom zu versorgen. Derzeit sind es bereits 25 bis 30 Prozent. Doch sei dies vom Energieversorger allein nicht zu schaffen. Dazu bedürfe es vielmehr vieler starker Partner. Aus diesem Grunde wurde die „KEVER“ als Beteiligungsgesellschaft für Bürger, Kommunen und Institutionen gegründet, die sich fortan an der Erzeugung regenerativer Energien beteiligen können, um so wirtschaftlich an der Energiewende zu profitieren. Ziel der „KEVER“ sei es vor allem, eine Wertschöpfung in der Region für die Region zu betreiben und mit der Natur und der Landschaft in der Eifel respektvoll umzugehen.

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Vor den Toren Kalenbergs „wogt“ jetzt ein blaues Meer aus Sonnenkollektoren, die sauberen Strom für 1000 Haushalte liefern. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Dieter Hinze: „Dieser »Fairwert« ist uns besonders wichtig, wir möchten die energetische Zukunft der Eifel gemeinsam mit den Menschen in der Region gestalten.“ Neben der Photovoltaik sei auch vorgesehen, Windkraftprojekte gemeinsam mit Kommunen, Bürgern oder Kirchengemeinden zu entwickeln und zu bauen.

Der Mechernicher Bürgermeister, Dr. Hans Peter Schick, freute sich, dass seine Kommune mit dem „Sun Park Kalenberg“ einen weiteren großen Schritt auf dem Gebiet der regenerativen Energien unternommen hat. Seine Kommune, die in Kalenberg das Grundstück zur Verfügung stellte, kann bereits auf eine Vielzahl von CO2-neutralen Projekten verweisen, die von der Erdwärmenutzung im Rathaus bis hin zur Eindeckung zahlreicher kommunaler Dächer mit Photovoltaik-Modulen reichen.

Vor der Mammut-Photovoltaikanlage in Kalenberg ließen sich Georg Schmiedel (v.l), Geschäftsführer „F&S solar concept“, “, Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister Stadt Mechernich, Markus Mertgens (v.r.), Geschäftsführer „KEVER“, Dieter Hinze, Geschäftsführer „ene“, und Jörg Frühauf, Geschäftsführer „F&S solar concept“, von der Sonne bescheinen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Der Photovoltaik-Projektleiter der „ene“, Alexander Böhmer, teilte mit, dass der „Sun Park“ derzeit das größte Sonnenkraftwerk der Region sei.  Zwischen der Bundesstraße 266 und der Eisenbahnlinie Köln-Trier bei Mechernich-Kalenberg haben die Sonnenenergiespezialisten „F&S solar concept“ im Auftrag der „ene“ 16.000 Photovoltaikmodule montiert und verkabelt. Der Satzveyer Georg Schmiedel, gemeinsam mit Jörg Frühauf Geschäftsführer von „F&S“, freute sich besonders, dass seine Firma den „Sun Park“ in seiner Heimatkommune als Generalunternehmer realisieren durfte. Großes Lob hatte er vor allem für die Kalenberger („clevere und innovativ denkende Eifeler“), die schon bei der ersten Bürgerversammlung dem Sonnenkraftwerk positiv gegenüber gestanden hätten. Für die Dorfgemeinschaft hatte Schmiedel einen Scheck in Höhe von 1000 Euro dabei, „der von Herzen kommt“. Auch für die „ene“ gab es viel Lob, da diese als regionaler Energieversorger „mit Volldampf in ein neues Energiezeitalter startet“.

Markus Kreutz, der als Techniker von „F&S“ die Anlage in Kalenberg federführend geplant hat, nannte bei einem kleinen Rundgang weitere Einzelheiten der Anlage: „Die installierten 15708 Module liefern 3770 Kilowattpeak Sonnenstrom, das sind gut 3,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr“, sagte er. Mit dem Strom könne man knapp 1000 Haushalte versorgen. Kreutz: „Aber das Beste ist natürlich die CO2-Einsparung, die sich auf 2374 Tonnen pro Jahr beläuft.“ Auf der knapp 87.000 Quadratmeter großen Fläche seien darüber hinaus zehn Kilometer Leitungen unterirdisch verlegt und 8000 Pfosten in den Boden gerammt worden.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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