Einst wohnte hier Schaltwärter Esch

Geschäftsführer Helmut Klaßen, Projektleiter Georg Gnädig und Prokurist Rainer Karls (v.l.) stellten die Sanierungsarbeiten vor. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Geschäftsführer Helmut Klaßen, Projektleiter Georg Gnädig und Prokurist Rainer Karls (v.l.) stellten die Sanierungsarbeiten vor. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

KEV-Umspannanlage in Wollenberg wurde komplett saniert – Gebäude aus den 1950er Jahren verfügte noch über gute Bausubstanz, so dass ein Neubau nicht nötig wurde

Hellenthal-Wollenberg – Die Umspannanlage der KEV in Wollenberg ist in die Jahre gekommen. Gebaut wurde sie noch zu Zeiten des Wirtschaftswunders, als in Schleiden und Hellenthal die Industrie boomte und man mehr und mehr Strom im Schleidener Tal benötigte. „Wollenberg war damals ein idealer Standort, um von hier aus die zunehmende Versorgungsleistung zu bewerkstelligen“, berichtet Helmut Klaßen, Geschäftsführer der KEV.

Die Umspannanlage in Wollenberg wurde umfangreich saniert und präsentiert sich jetzt auch äußerlich mit frischen Farben. Bild: Susanne Elste/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Umspannanlage in Wollenberg wurde umfangreich saniert und präsentiert sich jetzt auch äußerlich mit frischen Farben. Bild: Susanne Elste/Eifeler Presse Agentur/epa

Nur wenige der älteren Mitbürger dürften sich noch daran erinnern, dass direkt an die Umspannanlage bis Mitte der 1970er Jahre ein Wohnhaus angebaut war, das sogenannte Schaltwärterhäuschen. Schaltwärter Esch, der die komplette Anlage instand hielt, lebte hier mit seiner Familie und war immer sogleich zur Stelle, wenn es ein Problem gab. Das Häuschen ist längst abgerissen, der Betrieb läuft heute automatisch und wird von der Netzwarte in Kall kontrolliert.

„2010 stellte sich heraus, dass wir die Umschaltanlage dringend sanieren mussten“, so Klaßen weiter. Man hatte starke Feuchtigkeitsschäden festgestellt, die Moniereisen und die nicht wärmegedämmten Türen fingen an zu rosten und der Beton platzte ab. Klaßen: „Wir haben auch einen Neubau erwogen, doch ein Gutachten hat uns bestätigt, dass die Bausubstanz selbst noch in Ordnung war“. Statt eines Neubaus auf der grünen Wiese wurde die Umspannanlage für 170.000 Euro renoviert. Ein Neubau hätte gut doppelt so viel Geld gekostet.

Dort, wo jetzt die kleine Garage angebaut ist, befand sich früher das Haus des Schaltwärters, der dort mit seiner Familie lebte. Bild: Susanne Elste/Eifeler Presse Agentur/epa

Projektleiter Georg Gnädig stellte die Arbeiten jetzt vor. „Das gesamte Gebäude wurde in 2011 trockengelegt und anschließend neu isoliert. Neben einer Betonsanierung am Dachkranz wurden auch die Türen erneuert.“ Darüber hinaus bekam die Umspannanlage einen frischen Anstrich. „Die Bauleitung hatte das Planungsbüro Becker aus Kall“, berichtete Gnädig weiter. „Wir haben fast ausschließlich Firmen aus der Region mit den Sanierungsmaßnahmen beauftragt.“

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Die KEV betreibt neben Wollenberg noch weitere vier Umspannanlagen, nämlich in Dahlem, Kall, Heimbach und Wallenthal. In diesen wichtigen Knotenpunkten wird der Strom von 110 Kilovolt auf 20 Kilovolt heruntertransformiert und sodann in die Mittelspannungsnetze eingespeist, die in die jeweiligen Ortschaften führen.

Eifeler Presse Agentur/epa

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