Mahngang zur Reichsprogromnacht mit Holocaust-Überlebenden

Die gebürtige Gemünderin Hanna Miley entkam 1939 nach London und überlebte als einzige ihrer Familie die Schreckensherrschaft der Nazis

An die Reichspogromnacht erinnert unter anderem ein Mahngang in Gemünd. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
An die Reichspogromnacht erinnert unter anderem ein Mahngang in Gemünd. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden-Gemünd – Auch in der Eifel kam es am 9. und 10. November 1938 zu massiven Übergriffen auf Menschen jüdischen Glaubens. In den von den Nazis als „Reichskristallnacht“ verherrlichten Novemberpogromen wurden Juden aus ihren Häusern vertrieben, ihre Einrichtung zerstört, sie selbst verprügelt, vergewaltigt, vertrieben und ermordet. In zahlreichen Kommunen finden deshalb heute Mahn- und Gedenkgänge zu den verabscheuungswürdigen Taten der Nazis statt, so unter anderem in Gemünd.

Die ökumenische Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 9. November, um 18.30 im Ev. Gemeindesaal im „Haus am Wehr“, Dreiborner Str. 10-12, Ende gegen 19.30 Uhr in der kath. Kirche St. Nikolaus. An dem Mahngang will Hanna Miley, geb. Zack, teilnehmen. Sie wuchs in Gemünd auf und wurde am 24. Juli 1939 als siebenjähriges Mädchen mit einem der letzten jüdischen Kindertransporte nach London geschickt. Als einzige der Familie überlebte sie so den Holocaust. Sie lebt heute in den USA.

Eifeler Presse Agentur/epa

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