Marketingkonzept für Bauernmuseum Lammersdorf vorgestellt

Studierende der Wirtschaftsfachschule für Tourismus in Kall präsentierten vier Großprojekte im Kulturraum der Energie Nordeifel

Bildungsgangleiter Willi Witten freute sich über den gelungenen Vortrag der Museums-Gruppe bestehend aus Anna Schiller, Laura Steinbach, Isabell Michaux, Anne Feder und Ute Pietsch (v.l.) Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Bildungsgangleiter Willi Witten freute sich über den gelungenen Vortrag der Museums-Gruppe bestehend aus Anna Schiller, Laura Steinbach, Isabell Michaux, Anne Feder und Ute Pietsch (v.l.) Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Das Bauernmuseum in Simmerath-Lammersdorf, das vom ortsansässigen Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur betrieben wird, zeigt über 3000 Exponate aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Besucher können bei minimalem Eintritt die originalen Einrichtungsgegenstände sowie Handarbeits- und Haushaltsgeräte bewundern, die den Eifelern früher einmal in einem großen Bauerngehöft zur Verfügung standen. So weit, so gut. Doch das Bauernmuseum könnte mehr Besucher gebrauchen. Das funktioniert heute natürlich nur mit einer clever ausgearbeiteten Marketingstrategie, und die zu erstellen ist ein klassischer Fall für die Studierenden der Wirtschaftsfachschule für Tourismus am Berufskolleg Eifel in Kall.

Denn im zweiten Ausbildungsjahr müssen die angehenden staatlich geprüften Betriebswirte in der Fachrichtung Tourismus ein Großprojekt in Kooperation mit der Tourismuswirtschaft erarbeiten. Diesmal hatten sich die Studierenden für die Vorstellung ihrer Arbeiten die gute Stube der „Energie Nordeifel“ („ene“) gewählt. „Wir haben unseren Kulturraum gern für die öffentliche Präsentation zur Verfügung gestellt“, berichtete Kerstin Zimmermann, Pressesprecherin der „ene“, die allen Vortragenden zugleich viel Glück wünschte.

Die Studierenden der Wirtschaftsfachschule für Tourismus stellten im Kulturraum der Energie Nordeifel ihre Studienprojekte vor. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Studierenden der Wirtschaftsfachschule für Tourismus stellten im Kulturraum der Energie Nordeifel ihre Studienprojekte vor. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Die Studierenden Anne Feder, Isabell Michaux, Ute Pietsch, Anna Schiller und Laura Steinbach erklärten dem gut besetzten Plenum, welche Marketingstrategien sie sich für das Bauernmuseum hatten einfallen lassen. Nach einer Fragebogenerhebung und einer Konkurrenzanalyse konnten sie zunächst einmal die Zielgruppen genauer bestimmen. „Das Bauernmuseum kommt am besten bei Schulkindern bis zur 6. Klasse an, bei Familien mit Kindern, bei Fahrrad- und Wandertouristen sowie Gästen aus der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und dem Dreiländereck“, informierte eine der jungen Damen.

Nachdem die Stärken und Schwächen des Museums genauestens analysiert und Chancen und Risiken abgewogen worden waren, gaben die fünf Studierenden den Betreibern ein klares Marketingkonzept mit auf den Weg. Zur Attraktivitätssteigerung wurde dem Museum unter anderem nahegelegt, sich um Sponsoren zu kümmern, die eigene Kommunikationspolitik zu verbessern, Kombinationen mit anderen Highlights der Region wie beispielsweise der RAVel-Route (Réseau Autonome de Voies Lentes) zu erwägen, die Öffnungszeiten zu ändern, das Außengelände zu verschönern, Schilder zu erneuern, das Programm zu erweitern, einen Parkplatz einzurichten, einen aussagekräftigen Flyer zu erstellen sowie den Internetauftritt komplett zu überarbeiten und zu modernisieren. Wie das alles im Einzelnen aussehen könnte, auch dazu gab es vielerlei Ratschläge, die von einem Vertreter des Museum dankend angenommen wurden.

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Laura Steinbach erklärte, welche Veränderungen im Außengelände zur Attraktivitätssteigerung des Bauernmuseums beitragen könnten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Laura Steinbach erklärte, welche Veränderungen im Außengelände zur Attraktivitätssteigerung des Bauernmuseums beitragen könnten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Weitere Projekte an diesem Tag drehten sich um die Vermarktung des Eifeldorfs „Grüne Hölle“, um eine erweiterte Barrierefreiheit des Nationalpark-Gästehauses in Hergarten sowie um die Erstellung einer Bedarfsanalyse für die Neukonzeption eines Kölner Hotels.

Der Bildungsgangleiter der Wirtschaftsfachschule, Willi Witten, merkte abschließend an, dass Interessierte, die an einer Qualifikation zum Betriebswirt Tourismus interessiert sind und über die nötigen Voraussetzungen verfügen, sich jederzeit beim Berufskolleg Eifel melden können.

www.berufskolleg-eifel.de

 

Eifeler Presse Agentur/epa

Ein Gedanke zu „Marketingkonzept für Bauernmuseum Lammersdorf vorgestellt“

  1. Endlich mal ein guter Artikel, vielen Dank. Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Generell finde ich die Seite gut zu lesen und leicht zu verstehen.

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