Regionales Pilotprojekt: 770 Straßenlaternen in Dahlem wurden auf LED-Technik umgerüstet

Gemeinde ist jetzt leuchtendes Vorbild – Energie Nordeifel installierte auf gemeinsamen Wunsch von Rat und Verwaltung flächendeckend LED-Leuchten, die nicht nur zwei Drittel Energie und Kohlendioxid einsparen, sondern das Licht auch stärker auf die Straße richten und deutlich weniger Wartungskosten verursachen

Gemeinsame Sache in Sachen Klimaschutz machten: Paul Hütter (v.l.), Geschäftsführer „Hütter“, Bernward Bohnen von „Bohnen & Mies“, Heinz Lorse von der Gemeinde Dahlem, Reinhold Müller, Bürgermeister Gemeinde Dahlem, Markus Böhm, Prokurist Energie Nordeifel, Jens Schröder, Europäischer Energiemanager von der Energie Nordeifel, Markus Skeide vom Ingenieurbüro für intelligente Elektrotechnik Rheinberg, und Helmut Etten, Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Müller. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Gemeinsame Sache in Sachen Klimaschutz machten: Paul Hütter (v.l.), Geschäftsführer „Hütter“, Bernward Bohnen von „Bohnen & Mies“, Heinz Lorse von der Gemeinde Dahlem, Reinhold Müller, Bürgermeister Gemeinde Dahlem, Markus Böhm, Prokurist Energie Nordeifel, Jens Schröder, Europäischer Energiemanager von der Energie Nordeifel, Markus Skeide vom Ingenieurbüro für intelligente Elektrotechnik Rheinberg, und Helmut Etten, Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Müller. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Dahlem – Mehr Beleuchtungsservice für den Bürger bieten und dennoch deutlich Stromkosten einsparen, ist das überhaupt möglich? Es ist realisierbar, wie jetzt die Gemeinde Dahlem bewiesen hat. 770 Straßenlaternen wurden von der Energie Nordeifel („ene“) mit modernen LED-Leuchten ausgestattet. Es ist das erste Projekt, das in solchem Umfang im Kreis Euskirchen umgesetzt wird und macht Dahlem damit zum Vorreiter in Sachen effizienter und klimafreundlicher Straßenbeleuchtung. Doch die massive Energieeinsparung bringt für den Bürger keinerlei Beeinträchtigung. Im Gegenteil: Denn anders als bisher kann auf eine komplette Abschaltung von Straßenlampen in der Nacht fortan verzichtet werden.

Während Rolf Blakowski (oben) den bisherigen Lampenkörper durch eine LED-Laterne austauscht, kümmert sich Joachim Mahlberg um die Verkabelung der nächsten Leuchte. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Während Rolf Blakowski (oben) den bisherigen Lampenkörper durch eine LED-Laterne austauscht, kümmert sich Joachim Mahlberg um die Verkabelung der nächsten Leuchte. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Haben wir bislang 57.000 Euro im Jahr an Energie und Wartungskosten für unsere Straßenbeleuchtung ausgegeben, so wird es ab sofort 33.000 Euro preiswerter“, berichtete Bürgermeister Reinhold Müller. Froh zeigte er sich vor allem darüber, dass es für die 481.500 Euro teure Maßnahme vom Bund eine Förderung von über 40 Prozent der Summe gab. Neben der Energieersparnis seien LED-Leuchtkörper überdies wesentlich langlebiger, so dass geringere Wartungskosten anfielen. Und das Beste: Die Gemeinde Dahlem hat mit dem Projekt bereits einen wesentlichen Punkt ihres Klimaschutzkonzepts umgesetzt und spart fortan bei der Straßenbeleuchtung 65 bis 70 Prozent des jährlichen Kohlendioxidausstoßes.

„Die Maßnahme rechnet sich bereits in gut acht Jahren“, so Helmut Etten, Gemeindekämmerer und gleichzeitig Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Müller. Es sei jedoch nicht nur eine finanzielle Herausforderung gewesen, vor der die Gemeinde gestanden habe: „Der Zeitfaktor spielte vielmehr eine große Rolle, denn die gesamte Maßnahme musste bis zum 11. November 2011 umgesetzt sein und das bedeutete, dass wir nach der Auftragsvergabe nur noch gute drei Wochen Zeit hatten.“

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Monteur Joachim Mahlberg mit einer LED-Straßenlampe: Die gelben Phosphorscheiben geben dem blauen LED-Licht die richtige Farbtemperatur. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Monteur Joachim Mahlberg mit einer LED-Straßenlampe: Die gelben Phosphorscheiben geben dem blauen LED-Licht die richtige Farbtemperatur. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Die Projektierung der Maßnahme übernahm Ingenieur Markus Skeide, der bereits 21 Kommunen in Sachen Straßenbeleuchtung betreut hat. Die Umsetzung der Maßnahme selbst erfolgte durch die Energie Nordeifel („ene“), die als günstigster Anbieter den Zuschlag erhielt. „Wir haben bereits sehr viele positive Reaktionen von Seiten der Bevölkerung erhalten“, berichtete Etten. Denn die Tatsache, dass die umgerüsteten Straßenlaternen jetzt die Nacht über durchleuchteten, vermittle den Bürgern ein deutlich höheres Sicherheitsgefühl. Lediglich während einer kurzen Phase in verkehrsarmen Zeiten werde die Leistungsaufnahme der Leuchten um 50 Prozent reduziert. Ausgenommen von der Runderneuerung wurden nur die Neubaugebiete der Gemeinde sowie der historische Burgbering von Kronenburg, da letzter aufgrund von Denkmalschutzvorschriften „historisch“ beleuchtet werden muss. „Alles in allem bleibt es dennoch bei einer Umrüstungsquote von 90 Prozent“, so Bürgermeister Müller, denn von 875 Straßenlaternen wurden 770 umgerüstet.

Am Ende passte alles perfekt zusammen

Auch „ene“-Vertriebsleiter Markus Böhm sprach von einer großen Herausforderung, der sich die „ene“ im Dienstleistungsbereich gestellt habe. „Da bereits eine Woche nach der Vergabe der Start der Maßnahme erfolgen musste, hätten wir dies ohne regionale Partner nicht realisiert bekommen“, sagte er. Aus diesem Grund, aber vor allem, weil es die Philosophie des regionalen Energiedienstleisters sei, die möglichst Wertschöpfung vor Ort zu sichern, habe man die Schmidtheimer Elektrofirmen „Bohnen & Mies Elektrotechnik“ sowie „Hütter & Söhne KG“ mit ins Boot geholt. Die örtlichen Partner mit ihrer genauen Ortskenntnis hätten überdies wertvolle Hilfe bei der Umsetzung des Projekts geleistet.

Der komplette Lampenkörper wird getauscht, die LED-Leuchten sind wesentlich kleiner als die bisherigen Langleuchten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Der komplette Lampenkörper wird getauscht, die LED-Leuchten sind wesentlich kleiner als die bisherigen Langleuchten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Elektroinstallateur Paul Hütter bedankte sich ausdrücklich bei der „ene“, dass diese die Unternehmen vor Ort berücksichtigt habe. „Für die Gemeinde Dahlem ist es sehr positiv gelaufen“, fasste Bürgermeister Müller die Umrüstung zusammen: „Firmen aus der Region haben gemeinsam Hand in Hand gearbeitet und alles passte am Ende auf den Punkt genau zusammen.“

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Jens Schröder, Europäischer Energiemanager bei der „ene“, hat das Projekt betreut. Er erklärte die Vorteile der LED-Technik: „Die LED-Leuchten sparen nicht nur zwischen 65 und 70 Prozent Energie und damit auch Kohlendioxid gegenüber bisherigen Straßenleuchten ein, sondern sie sind auch von der Ausleuchtung her optimiert“, sagte er.

Das heißt, dass durch Spiegel- und Prismentechnik das LED-Licht direkt auf die Fahrbahn und Bürgersteige gerichtet wird. Gleichzeitig erhält man eine gleichmäßigere Ausleuchtung des Verkehrsraumes, was zusätzlich mehr Sicherheit für Verkehrteilnehmer bedeutet.

Eifeler Presse Agentur/epa

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