Zu Fuß durch die Wüste Gobi und mit dem Wohnmobil nach Schottland

Im „Hotel Friedrichs“ kann man sich im November auf zwei Diavorträge freuen

Immer wieder stößt man in der Wüste Gobi auf Sanddünengebiete, die neben den schwarzgrauen Gebirgswüsten ein Charakteristikum der Landschaft sind. Bild: Giefer/Hülsemann

Gemünd –  Die Wüste Gobi ist die größte Wüste Asiens. Kaum eine andere Wüstenregion ist so gegensätzlich wie diese: Im Winter liegen die Temperaturen oft bei minus 30 Grad, während im Sommer das Thermometer 70 Grad mehr anzeigen kann. Schwarzgraue Gebirgswüsten wechseln sich mit Wüstensteppen und Sanddünengebieten ab. Selten gewordene Tiere wie wilde Kamele, Gazellen, Wildesel und Schneeleopard finden in dieser Wüste ein Zuhause, ebenso wie der äußerst seltene Gobibär. Goldgräber durchwühlen auf ihrer Suche nach dem Edelmetall die Gobi und wenige Nomaden ziehen immer noch mit ihren Viehherden auf der Suche nach etwas Grün und Wasser über das karge Land.

In seiner HDAV-Show (Diavortrag) berichtet Michael Giefer am Donnerstag, 24. November, 19 Uhr, im „Hotel Friedrichs“ in Gemünd vom Scheitern und Erfolg der Nord-Süd-Durchquerung des mongolischen Teils der Wüste Gobi.

Dr. Frank Hülsemann und Michael Giefer gelang 2010 eine erfolgreiche Nord-Süd-Durchquerung der Wüste Gobi in der Mongolei. Bild: Giefer/Hülsemann

Im Hochsommer 2009 brach er zu einer Wanderung durch die extremste Landschaftsform der Mongolei auf. Nach anfänglich gutem Start musste der Sonderschullehrer aber immer mehr erkennen, dass er zur falschen Jahreszeit unterwegs war. Temperaturen von über 40 Grad und ein extrem heißer Wüstenwind zwangen ihn letztlich zur Aufgabe, nachdem er in einer brenzligen Situation an den Rand der totalen Erschöpfung geriet. Auf historischen Routen russischer Gobiforscher und zugunsten eines mongolischen Schul- und Familienprojektes (www.ger-jurte.org) kam er letztlich nicht so tief in die Gobi, wie er es sich ursprünglich vorgenommen hatte.

Ein Jahr später gelang ihm dann zusammen mit Dr. Frank Hülsemann (www.exyle.de) aus Köln eine erfolgreiche Nord-Süd-Durchquerung der Gobi in der Mongolei. Innerhalb von zehn Tagen legten sie eine 450 Kilometer lange Strecke von den nördlichen Randgebieten der Gobi bis kurz vor die chinesische Grenze zurück.

Michael Giefer im Gespräch mit einem Bewohner der Wüste Gobi. Bild: Giefer/Hülsemann

Von der Provinzhauptstadt Bayankhongor führte die Route der beiden Wanderer über den fast 4000 Meter hohen Gobi-Altai, hinein in die Trans-Altai-Gobi, immer weiter nach Süden in allmählich unbewohntes Wüstengebiet. Nur mit dem Nötigsten ausgerüstet wanderten Frank und Michael zu kaum besuchten Plätzen dieser menschenleeren Region, wie den sumpfigen Zulganai Gol (Fluss), die großartigen Dünenlandschaften des Tsagaan Els und die eindrucksvolle Canyonlandschaft von Khermen Tsav. Bei Temperaturen zwischen minus 10 und plus 25 Grad legten sie täglich zwischen 40 und 55 Kilometer bis zu ihrem Ziel, der bewohnten Oase Ekhiin Gol, zurück. Karten für den Vortrag sind im Vorverkauf unter 02444/950950 für 10 Euro oder an der Abendkasse für 12 Euro erhältlich. Der Eintritt beinhaltet auch einen Aperitif.

Reise an die schottische Westküste

Regina Hiertz und Andreas Brings nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise zu sagenumwobenen Burgen und Ruinen an der schottischen Westküste. Bild: Andreas Brings

Wer in seinen Gedanken nicht ganz so weit verreisen möchte, der sei auf den Vortrag von Regina Hiertz und Andreas Brings am Samstag, 26. November, 19 Uhr, hingewiesen. Die beiden begeben sich an diesem Abend auf eine Reise zu den Inseln an der schottischen Westküste und nehmen die Gäste mit in eine atemberaubende, wunderschöne und wildromantische Landschaft. Dazu werden erlebnisreiche Geschichten erzählt und Menschen am Rande Europas vorgestellt.
Neben Bildern und Musik sorgt das „Hotel Restaurant Friedrichs“ für den passenden Gaumenschmaus, so dass die Gäste mit allen Sinnen eintauchen können in die Welt von Glens und Lochs, keltischen Kultstätten, mutigen Highländern und sagenumwobenen Burgen und Ruinen.

Regina Hiertz ist Sozialpädagogin, Andreas Brings Fachhochschuldozent. In ihrer Freizeit arbeiten sie an der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang als Referenten und gestalten darüber hinaus verschiedene Programme für Hochschulen, Fachhochschulen und Volkshochschulen. Mit dem Vortrag „Mit dem Wohnmobil durch Schottland“ betreten sie Neuland und berichten in Bildern, Geschichten, Erfahrungen und mit Musik und Erlebnissen aus ihrem Urlaubsland Schottland.

Der Preis von 39 Euro beinhaltet den Vortrag, einen Aperitif und ein Drei-Gänge-Menü. Anmeldungen bitte unter 02444/950950.

Eifeler Presse Agentur/epa

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