„Open-Air-Semester“ im Nationalpark Eifel

Studierende erwarten spannende Projekte, eigenständiges Arbeiten und praxisnahe Herausforderungen – Bewerbung bis zum 15. Januar 2012 bei der Nationalparkverwaltung Eifel

Im Fachgebiet Umweltbildung in der Wildniswerkstatt Düttling wurde die Unterstützung durch Praktikantin Agnès Hallosserie (Mitte) sehr wertgeschätzt. Foto: Nationalparkverwaltung
Im Fachgebiet Umweltbildung in der Wildniswerkstatt Düttling wurde die Unterstützung durch Praktikantin Agnès Hallosserie (Mitte) sehr wertgeschätzt. Bild: Nationalparkverwaltung

Schleiden-Gemünd – Für das Sommersemester 2012 können sich Studierende aller Fachrichtungen wieder um zwei fünfmonatige „Open-Air-Semester“ im Nationalpark Eifel oder in 23 weiteren Nationalen Naturlandschaften bewerben. In Kooperation mit dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften EUROPARC und mit finanzieller Unterstützung der Commerzbank bieten die Großschutzgebietsverwaltungen motivierten Studierenden mehrmonatige Praktikumsstellen in Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten an. Seit 1990 haben bereits rund 1.300 junge Menschen ein „Praktikum für die Umwelt“ absolviert.

Ute Matzner, diesjährige Praktikantin für die Umwelt im Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben der Nationalparkverwaltung Eifel, hat unter anderem ausgewählte Wegestrecken auf ihre Eignung für mobilitätseingeschränkte Besucher untersucht. Foto: Nationalparkverwaltung
Ute Matzner, diesjährige Praktikantin für die Umwelt im Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben der Nationalparkverwaltung Eifel, hat unter anderem ausgewählte Wegestrecken auf ihre Eignung für mobilitätseingeschränkte Besucher untersucht. Bild: Nationalparkverwaltung

2011 tauschten zwei „Praktikantinnen für die Umwelt“ ihre Hörsäle mit frischer Eifelluft. Für jeweils fünf Monate arbeiteten Ute Matzner, Studentin des Studiengangs Tourismus in Finnland, und Agnès Hallosserie, französische Studentin der „Internationalen Beziehungen und Einsatz im Ausland“ in der Nationalparkverwaltung Eifel. Mit ihrer Arbeit unterstützten die Studentinnen wertvolle Projekte in den Fachgebieten „Kommunikation und Naturerleben“ und „Umweltbildung“. So untersuchte Ute Matzner unter anderem ausgewählte Wegestrecken auf ihre Eignung für mobilitätseingeschränkte Besucher wie Familien mit Kinderwagen oder Gäste mit Rollator und Rollstuhl. Eine ausführliche Beschreibung des Ist-Zustandes der Wege zur Orientierung der Wanderer mit besonderen Bedürfnissen rundete das Projekt ab.

Die ausführliche Beschreibung des Ist-Zustandes der Wege dient der Orientierung von Wanderern mit besonderen Bedürfnissen. Bild: Nationalparkverwaltung
Die ausführliche Beschreibung des Ist-Zustandes der Wege dient der Orientierung von Wanderern mit besonderen Bedürfnissen. Bild: Nationalparkverwaltung

Anlässlich des „Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung“ vergangenen Samstag freut sich Nadine Rathofer, Koordinatorin für Barrierefreiheit in der Nationalparkverwaltung Eifel, über den Gewinn des Projekts für die Region: „Die detailliert beschriebenen Wege eignen sich hervorragend für leichte Familienwanderungen mit Kleinkindern und Großeltern. Sie erweitern das Angebot für Menschen mit besonderen Anforderungen und ergänzen unser Angebot des barrierefreien Natur-Erlebnisraums Wilder Kermeter. Die Auskunft zu Steigung, Gefälle und Beschaffenheit der Wege hilft Besuchern, eine Entscheidung zu den persönlichen Nutzungsmöglichkeiten der Wege zu fällen.“

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Auch im Fachgebiet Umweltbildung in der Wildniswerkstatt Düttling wurde die Unterstützung durch Praktikantin Agnès Hallosserie sehr wertgeschätzt: „Praktikanten, die eigene Ideen entwickeln und eigenständig als Projekt abwickeln, hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Im Gegenzug haben sie die Gelegenheit, vielfältige Netzwerke kennen zu lernen und Erfahrungen im Gebietsmanagement zu sammeln“, so Jutta D’Orsaneo, Fachgebietsleiterin der Umweltbildung im Nationalpark Eifel.

Mit dem „Praktikum für die Umwelt“ möchte die Commerzbank ihr langfristiges Engagement für Bildung und Nachwuchsförderung dokumentieren. Ziel des Projektes ist es, bei den Teilnehmern Verantwortung für die Umwelt zu wecken und das Bewusstsein für ökologische Themen und einen nachhaltigen Umgang mit der Natur zu schärfen. Darüber hinaus erwerben die Studierenden auch wichtige Kompetenzen für ihre spätere Berufswahl und tragen diese Form von Bildung für nachhaltige Entwicklung in viele Bereiche der Umwelt, Wirtschaft und Politik.

Weitere Informationen zu den ausgeschriebenen Praktikumsplätzen im Jahr 2012 können Interessierte unter www.praktikum-fuer-die-umwelt.de nachlesen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2012.

(Quelle: Nationalparkforstamt Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW)

 

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