Freitag, der 13. – Unglückstag oder alles Aberglaube?

Freitag, der 13. – Unglückstag oder ein Tag wie jeder andere?
Freitag, der 13. – Unglückstag oder ein Tag wie jeder andere?

Kritisch beäugt wird von vielen Menschen „Freitag der 13.“ Es gibt sogar einen Fachausdruck für die Angst vor diesem Tag: Paraskavedekatriaphobie nennen Psychologen das Ganze. Doch was ist dran an dem (Aber-)Glauben, dieser Tag brächte Unglück? In einer aktuellen Pressemitteilung der Techniker-Krankenkasse heißt es: „Am ‚Freitag den 13.‘ registrierten wir durchschnittlich 1543 Unfälle, nur rund 3,2 Prozent mehr als an üblichen Freitagen.“ Statistisch betrachtet gebe das noch keinen Rückschluss darauf, dass „Freitag der 13.“ ein Unglückstag ist, sagt Ulrike Fieback, Sprecherin der TK-Landesvertretung in Niedersachsen.
„Für diesen prozentualen Unterschied ist lediglich der Freitag am 13. Mai 2011 verantwortlich. Dieser Tag stellt mit 2034 gezählten Unfällen einen zufallsbedingten Ausreißer dar und beeinflusst die Statistik verhältnismäßig stark“, so Fieback.
Deutlicher sei es bei den Verkehrs-Unfallzahlen: Während es an einem durchschnittlichen Freitag 961 Mal kracht (rund 14 Prozent häufiger als an anderen Wochentagen), kam es in den vergangenen Jahren an den jeweiligen Freitagen, die auf den 13. fielen, lediglich durchschnittlich zu 944 Unfällen. Oder kam das vielleicht dadurch, dass alle „Paraskavedekatriaphobiker“ an diesem Tag das Auto stehen ließen?
Tatsächlich hält sich die Angst vor der 13 auch im Zeitalter der Internet-Handys hartnäckig. Auch heute noch gibt es in vielen Hotels keine Zimmernummer 13 und in Flugzeugen keine 13. Sitzreihe. Auch in Krankenhäusern wird diese Zimmernummer höchsten für die Besenkammer vergeben.
Wir fragten einmal im Gemünder „Hotel Friedrichs“ nach und bekamen vom Inhaber Dr. Michael Winter folgende Antwort: „Tatsächlich gibt es bei uns das Zimmer 13. Die vorherigen Betreiber des Hotels haben sich zu der Nummerierung entschieden, und wir haben diese so weiter geführt.“  Es sei sogar eines der Zimmer, die am häufigsten belegt werden – allerdings nicht wegen der besonderen Nummer, sondern weil es ein sehr schönes Zimmer mit besonders ruhiger Lage ist. Michael Winter: „Aber wir hätten es noch häufiger vermieten können, als wir es tatsächlich getan haben. Denn wir hatten schon mehrfach Gäste gehabt, die ausdrücklich nicht in diesem Zimmer übernachten wollten – wegen der Nummer 13. Für mich persönlich ist weder die Zahl 13 noch ‚Freitag der 13.‘ ein Unglückstag.“
Diese Auffassung vertritt auch Kerstin Zimmermann, Teamleiterin Öffentlichkeitsarbeit bei der Energie Nordeifel „ene“ in Kall: „Für mich ist ‚Freitag der 13.‘ sogar ein Glückstag!“ Früher habe sie in der Schule immer die besten Arbeiten geschrieben, wenn der Test an einem solchen Tag geschrieben wurde, und einmal habe sie sogar im Lotto gewonnen, nachdem sie ihren Schein an einem „Freitag dem 13.“ ausgefüllt hatte. „Deshalb gehe ich an diesem Freitag auch ins Casino und versuche mein Glück!“, verrät sie.

Eifeler Presse Agentur/epa

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