Bündnis gegen Rechts: „Wir haben einen Doppelpunkt gesetzt“

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppen „Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ – Initiative möchte etwas gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt unternehmen, sammelt dazu erst einmal Informationen und will sich weiter vernetzen

Gut 20 Teilnehmer waren zu der konstituierenden Sitzung der Arbeitskreise „Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ gekommen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Gut 20 Teilnehmer waren zu der konstituierenden Sitzung der Arbeitskreise „Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ gekommen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden – „Wir haben mit diesem Abend einen Doppelpunkt gesetzt“, beschrieb Peter Schongen, Referent im Büro der Regionaldekane Düren/Eifel und Ansprechpartner des „Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“, die konstituierende Sitzung der einzelnen Arbeitsgruppen am vergangenen Freitag in Schleiden. Es gelte erst einmal, Informationen zu sammeln und sich weiter zu vernetzen, als etwa schnell eine Demo zu organisieren.

Damit entgegnete er auch der Kritik, die im Anschluss an den Abend laut wurde: „Wann macht ihr endlich etwas?“ Die Sprecher der einzelnen Arbeitskreise machten deutlich, dass sich die einzelnen Gruppen „Bildung, Aufklärung und Prävention“, „Integration“, „Schule und Jugend“ sowie „Sport und Kultur“ zunächst über bestehende Projekte, Infomaterialien und Hilfestellen informieren wollen, ehe sie ein Konzept für konkrete Aktionen erstellen und umsetzen.

In kleinen Gruppen planten die einzelnen Arbeitskreise ihr weiteres Vorgehen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
In kleinen Gruppen planten die einzelnen Arbeitskreise ihr weiteres Vorgehen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Pierre Mosbeux, Sprecher des Arbeitskreises „Aktionen und Veranstaltungen“, erklärte die Untergruppe an dem Abend für nicht handlungsfähig: Erstens seien nur zwei Teilnehmer der Gruppe gekommen, zweitens sei die Gruppe wahrscheinlich eh nur für Hintergrunddienste zwecks Informationen wie „Wo bekomme ich eine Beschallungsanlage her?“ sinnvoll, da jeder Arbeitskreis eigene Aktionen planen werde.

Christoph Ude, Pfarrer der evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde Schleidener Tal, berichtete, dass es Kontakt mit der Gemeinde Kall gebe. Er will in der nächste Ratssitzung, zu der auch Rechtsextremismus-Experte Michael Klarmann eingeladen ist, über das Bündnis informieren.

Die gut 20Teilnehmer der Gruppen zeigten sich durchaus zuversichtlich für die weitere Arbeit, wünschen sich aber weitere Mitstreiter. Laut Peter Schongen gibt es mittlerweile 160 Unterstützer, außerdem Unternehmen, die finanzielle Hilfe zugesagt haben.

Gemeinsam gegen Rechts: die Sprecher des Eifeler Bündnisses. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Gemeinsam gegen Rechts: die Sprecher des Eifeler Bündnisses. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

In Vorbereitung sei die Kontaktaufnahme mit dem Macher der geplanten und umstrittenen Ausstellung über den Maler Werner Peiner (NSDAP-Mitglied seit 1937). Peiner leitete die „Hermann-Göring-Meisterschule für Malerei“, Hitler nahm ihn in die Sonderliste der „Gottbegnadeten“ auf, so nannte er die für das Naziregime zwölf wichtigsten bildenden Künstler. Eine Resolution gegen die Ausstellung sei bereits formuliert, wie Schongen sagte.

Informationen über weitere Treffen und das Bündnis an sich erhält man bei Peter Schongen, Tel. 02421-2802-29, E-Mail: peter.schongen@bistum-aachen.de

 

 

Eifeler Presse Agentur/epa

Kommentar verfassen