„Größte städtische Investition seit einem Jahrzehnt“

Sporthalle und Mensa am St.-Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel wurden feierlich eingeweiht

Bürgermeister Alexander Büttner stellte in seiner Rede die Besonderheiten des neuen Erweiterungsbaus am St.-Michael-Gymnasium vor. Bild: Marita Hochgürtel
Bürgermeister Alexander Büttner stellte in seiner Rede die Besonderheiten des neuen Erweiterungsbaus am St.-Michael-Gymnasium vor. Bild: Marita Hochgürtel

Bad Münstereifel – Vor großem Publikum konnte der Münstereifeler Bürgermeister Alexander Büttner jetzt den neuen Erweiterungsbau, bestehend aus Sporthalle, Mensa sowie Fach- und Schulräume, am St.-Michael-Gymnasium feierlich seiner Bestimmung übergeben. „Mit über drei Millionen Euro ist er die größte städtische Investition seit über einem Jahrzehnt“, so der Bürgermeister in seiner Ansprache.

Diese Zukunftsinvestition habe auf der Kippe gestanden, als die Stadt am 30. Juni 2009 wegen wegbrechender Gewerbesteuereinnahmen in den Nothaushalt zurückgeworfen worden sei. Doch aufgrund des Konjunkturpakets sei die Finanzierung schließlich doch noch möglich geworden.

Der Erweiterungsbau inmitten der engen historischen Altstadt sei nicht leicht gewesen. So mussten allein 2500 Tonnen Schotter angefahren werden, wobei gut tausendmal ein schwerer Lastwagen durch die Altstadt fuhr. Büttner bedankte sich daher auch bei den Bürgerinnen und Bürgern, die die Belastungen mitgetragen hätten.

Der Erweiterungsbau mit einer Gesamtbruttogrundfläche von 1.813 Quadratmetern fügt sich behutsam in die Silhouette des „Neubaues“ von 1980 ein. Aus dem Bereich des Schulhofes ist die Erweiterung als Einheit zu erkennen. Die bestehende Bauweise der Dachform erstreckt sich über das gesamte Erweiterungsbauwerk, so dass eine einheitliche Giebelhöhe eine zurückhaltende und beruhigende Sicht auf die innere Stadtmauer freigibt.

Die Schülerinnen und Schüler hatten für die Gäste ein paar Tänze und akrobatische Einalgen einstudiert: Bild: Marita Hochgürtel
Die Schülerinnen und Schüler hatten für die Gäste ein paar Tänze und akrobatische Einlagen einstudiert: Bild: Marita Hochgürtel

„Um die neue schulische Mehrzweckhalle als 15 mal 27 Meter große Einfeldturnhalle, die Mensa in einer Größe von 220 Quadratmetern für 150 Schüler sowie die vier neue, großzügige Klassenräume werden uns viele Schulen im Kreis beneiden“, so Büttner.

Um den Chemie-, Lehr- u. Übungsraum in einer Größe von 103 Quadratmetern mit einem zugehörigen Chemiesammlungs- und Vorbereitungsraum mit einer Größe von 40 Quadratmeter und einem anschließenden „Jugend-forscht–Labor“ werde sogar manche Universität das St.-Michael-Gymnasium beneiden.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Mehr Platz zum Klettern

Herausragend beim neuen Bauwerk ist die multifunktionale kontrollierte mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die nicht nur die Mehrzweckhalle für Versammlungen raumlufttechnisch versorgt, sondern den gesamten Erweiterungsbau be- und entlüftet. Die Nutzungs- bzw. Betriebskosten werden erheblich reduziert und die Gesundheitsfürsorge der Kinder, so Büttner, werde verbessert.

Auf eine neue Heizungszentrale habe man verzichten können. Die fünf Jahre alte zentrale Gasbrennwertkesselanlage reiche für den gesamten Altbaubestand und Erweiterungsbau. „Die Energiekosten der alten maroden Turnhalle werden um mehr als 50 Prozent gesenkt. Im Sportbetrieb erfolgt die Beheizung der Mehrzweckhalle über eine Deckenstrahlungsheizung und wird natürlich be- und entlüftet über die Rauch-Wärme-Abzugsanlage mit automatisiertem Hydromessgerät“, so Büttner weiter.

Außerdem werde durch die automatisierte Schaltung von Licht über Präsenz- bzw. Bewegungsmeldern bis zu 30 Prozent Strom eingespart.

Ein Blick in den neuen Chemieraum des St.-Michael-Gymnasiums. Bild: Marita Hochgürtel
Ein Blick in den neuen Chemieraum des St.-Michael-Gymnasiums. Bild: Marita Hochgürtel

Der Erweiterungsbau wurde nach nur 13 Monaten reiner Bauzeit seiner Bestimmung übergeben. Damit habe man nicht nur den Zeitplan eingehalten, auch beim Budgetplan liege man gut im Rennen: „Die Abweichungen zwischen erster Baukostenschätzung vor fast vier Jahren und den tatsächlichen Kosten werden nur gering sein, bei zusätzlich gewonnener Nutzfläche von über 230 Quadratmetern“, so Büttner.

Besonderer Dank ging an Walter Henn, dem technischen Leiter der Zentralen Immobilienverwaltung der Stadt Bad Münstereifel sowie an Paul Georg Neft, den Leiter der Schule, die sich für das Projekt über die Maße engagiert hätten.

Schulorchester und Schulchor begeisterten die Gäste anschließend mit ihren Darbietungen ebenso wie die Klassen 5b, 8c und 12, die Tänze einstudiert hatten. Die Klasse 7b präsentierte eine Menschenpyramide. Auch die Kampfsport-AG zeigte ihr Können. Eingesegnet wurden die neuen Räume von Pastor Thomas Bahne und Pfarrer Frank Raschke.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
In Bad Münstereifel geht es rund

epa/Eifeler Presse Agentur

Kommentar verfassen