Energie Nordeifel schafft Infrastruktur für E-Mobility

Auf dem Gelände der Tankstelle Karls in Kommern wurde die dritte Ladestation für E-Fahrzeuge im Versorgungsgebiet der Energie Nordeifel eingeweiht

Die erste Stromtankstelle im Stadtgebiet Mechernich weihten jetzt Peter Dierichsweiler (v.l.), Wirtschaftsförderer der Stadt Mechernich, Christian Karls von der Tankstelle Karls, Thomas Schiefer, Stadtplaner der Stadt Mechernich, Simone Karls, Inhaberin Tankstelle Karls, Markus Böhm, Prokurist Energie Nordeifel, Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister Stadt Mechernich, sowie Marko Mertens, Industriemeister bei der Energie Nordeifel, ein. Registrierte Kunden können dort Ökostrom in ihre E-Mobile laden, und zwar vorerst sogar kostenlos. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die erste Stromtankstelle im Stadtgebiet Mechernich weihten jetzt Peter Dierichsweiler (v.l.), Wirtschaftsförderer der Stadt Mechernich, Christian Karls von der Tankstelle Karls, Thomas Schiefer, Stadtplaner der Stadt Mechernich, Simone Karls, Inhaberin Tankstelle Karls, Markus Böhm, Prokurist Energie Nordeifel, Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister Stadt Mechernich, sowie Marko Mertens, Industriemeister bei der Energie Nordeifel, ein. Registrierte Kunden können dort Ökostrom in ihre E-Mobile laden, und zwar vorerst sogar kostenlos. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kommern – Die Energie Nordeifel („ene“) hat am Donnerstag auf dem Gelände der Tankstelle Karls in Kommern die dritte Strom-Ladesäule in ihrem Versorgungsgebiet eingeweiht.  „Was mir daran besonders gefällt, ist, dass die ene zunächst die Infrastruktur für E-Mobility schafft und nicht erst darauf wartet, bis es genügend E-Fahrzeuge gibt, die das Errichten von Ladesäulen rentabel macht“, freute sich Simone Karls, die Inhaberin der Tankstelle.

In der Tat gehe es nicht darum, mit dem Errichten von Ladesäulen Geld zu verdienen, pflichtete Markus Böhm, Prokurist bei der Energie Nordeifel, bei. „Wir wollen vielmehr frühzeitig in ein Thema einsteigen, das früher oder später sehr wichtig werden wird“, sagte er. Mit dem Projekt sollten vor allem Akzente für die Zukunft gesetzt werden, um Strom als Treibstoff von morgen voranzutreiben. Aus diesem Grund habe man auch bereits in Kall und Heimbach Ladesäulen errichtet.

„E-Mobility macht allerdings nur Sinn, wenn man zum Laden auch Ökostrom nimmt“, so Böhm weiter. Denn mit einer bloßen Verlagerung des CO2-Ausstoßes vom Auspuff zum Kraftwerk wäre nichts gewonnen. Nur wenn ein Elektrofahrzeug auch regenerativ erzeugten Strom nutze, werde der Kohlendioxidausstoß nachhaltig verringert und etwas für den Klimaschutz getan. „Wer an der ene-Ladesäule tankt, der wird daher zu 100 Prozent mit Strom aus regenerativen Quellen versorgt“, so Böhm weiter.

„Paradoxerweise ist eine Tankstelle zunächst gar nicht der richtige Ort für eine Strom-Ladestation“, gab Simone Karls zu bedenken. Denn niemand möchte dort die langen Ladezeiten abwarten. Da es in Kommern jedoch ein neues großes Gewerbegebiet gebe, in das die Tankstelle eingebettet sei, mache es durchaus Sinn, hier zu tanken, und während des Tankvorgangs seine Einkäufe zu erledigen.

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Auch die Vertreter der Stadt Mechernich zeigten sich begeistert von der E-Mobility. Während Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick zugab, noch nicht allzu viel Erfahrungen in Sachen E-Mobilty gesammelt zu haben, entpuppte sich Stadtplaner Thomas Schiefer als echter Experte, dem sogar die Fachsprache der E-Mobility bereits in Fleisch und Blut übergegangen war. So erfuhr man, dass man vom „Segeln“ spricht, wenn ein Elektrofahrzeug bergabwärts gleitet und bei diesem Vorgang seine Batterien auflädt.

Simone Karls (v.l.) stellte der Energie Nordeifel, vertreten durch den Prokuristen Markus Böhm, auf ihrer Tankstelle am Mechernicher Gewerbegebiet Monzenbend Fläche für eine Stromtankstelle zur Verfügung. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Simone Karls (v.l.) stellte der Energie Nordeifel, vertreten durch den Prokuristen Markus Böhm, auf ihrer Tankstelle am Mechernicher Gewerbegebiet Monzenbend Fläche für eine Stromtankstelle zur Verfügung. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Wirtschaftsförderer Peter Dierichsweiler zeigte sich zunächst skeptisch und glaubte, dass E-Mobility zwar für die Stadt interessant sei, aber nicht so sehr für das Land. Nach einer Probefahrt mit dem Elektromobil der „ene“ war er aber ganz aus dem Häuschen über den flotten Anzug und das lautlose Dahingleiten des kleinen Flitzers.

Gut 150 Kilometer, so erklärte Markus Böhm, könne man mit einer Batterieladung zurücklegen. Das Elektromobil der Energie Nordeifel, das reihum an die Bürgermeister im Versorgungsgebiet ausgeliehen wird, habe eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer und verfüge über eine Leistung von 64 PS. Böhm: „Selbstverständlich muss das Fahrzeug nicht unbedingt an einer Ladesäule aufgetankt werden. Es reicht dazu auch eine haushaltsübliche Schukosteckdose.“ In sechs Stunden sei die Batterie wieder voll. Die Fahrkosten beliefen sich bei 100 Kilometern auf drei bis vier Euro, also weniger als bei vielen Benzin- und Dieselfahrzeugen. Eine „Tankfüllung“ schlage mit sechs bis neun Euro zu Buche.

„Derzeit ist das Stromtanken an unseren Ladesäulen noch kostenlos“, berichtete Böhm weiter. Aufgrund der wenigen E-Fahrzeuge im Kreis Euskirchen sei der Verwaltungsaufwand ansonsten viel zu hoch. Man benötige dazu lediglich eine Kundenkarte, die man bei der „ene“ in Kall oder bei der Tankstelle Karls gegen Kaution bekommen könne.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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