Zehn Jahre TaxiBus im Kreis Euskirchen: Erfolgsmodell für das gesamte VRS-Gebiet

Für den reibungslosen Ablauf der Personenbeförderung sorgen zehn Vollzeitkräfte und acht Aushilfskräfte in der Dispositionszentrale in Kall

Taxibusunternehmerin Christa Hoeger aus Kall nimmt einen Fahrgast auf. Bild: RVK
Taxibusunternehmerin Christa Hoeger aus Kall nimmt am Bahnhof einen Fahrgast auf. Bild: RVK

Kall/Kreis Euskirchen – „Der TaxiBus fährt, wenn Sie es wollen – Anruf genügt.“ Mit diesem Slogan startete der TaxiBus am 7. Januar 2002 im Kreis Euskirchen. Seitdem haben rund 1.374.000 Fahrgäste mindestens 30 Minuten vor Abfahrt ihren Fahrtwunsch telefonisch unter der Bestell-Rufnummer 0180 4 151515 angemeldet. Neun Taxiunternehmer im Kreis Euskirchen bedienen 22 Linien und fahren die RVK-Kunden zum VRS-Tarif an ihr Ziel.

„Mit der Einführung des TaxiBusses haben wir die Mobilität der Bevölkerung in den ländlichen Regionen unseres Verkehrsgebiets gesichert. Zusätzlich konnte das Angebot des Personennahverkehrs auf einen kreisweiten Stundentakt ausgeweitet werden. Ohne die bedarfsorientierten Fahrten wäre das nicht finanzierbar gewesen“, bringt Eugen Puderbach, Geschäftsführer der RVK, die Vorteile des Systems auf den Punkt. Anlass war eine Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen des TaxiBus, die im Bahnhofsgebäude in Kall stattfand und an der neben Vertretern der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) unter anderem auch Landrat Günter Rosenke teilnahm.

Um die Zuteilung der Fahrtaufträge sowie die optimale Auslastung der Taxis, zum Beispiel durch das Zusteigen weiterer Fahrgäste, kümmert sich die Dispositionszentrale in Kall. Im Mai 2008 sind die inzwischen zehn Vollzeitkräfte und acht zur Aushilfe beschäftigten Personen mit der Disposition aus dem Euskirchener Stadtgebiet in das von der RVK erworbene Bahnhofsgebäude in Kall gezogen.

Dort werden TaxiBus-Fahrten, aber auch Verkehre der Anruf-Sammel-Taxis (AST) organisiert. Die Disponenten nehmen von kurz nach 6 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts Fahrtwünsche telefonisch entgegen, disponieren den Auftrag und kümmern sich um die Fragen und Anregungen der Kunden.

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Was zunächst als Pilotprojekt im Kreis Euskirchen begann, ist inzwischen zum Erfolgsrezept für einen kostengünstigen Nahverkehr im gesamten Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) und darüber hinaus geworden. So lässt bereits seit dem Jahr 2003 der Rheinisch-Bergische Kreis sein TaxiBus-Angebot durch die RVK disponieren. Weitere Aufgabenträger kamen hinzu: 2006 der Oberbergische Kreis, 2009 der Rhein-Sieg-Kreis und im Jahr 2010 der Rhein-Erft-Kreis. Auch für die Stadtwerke Bonn GmbH und die Kölner Verkehrs-Betriebe AG lassen werden die Taxi-Bus- und AST-Verkehre durch die RVK organisiert.

Landrat Günter Rosenke erinnerte sich, dass man 2002  nach einer Personenzählung festgestellt habe, „dass sich im Durchschnitt weniger als vier Personen in den großen Linienbussen befanden.“ Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und natürlich auch aus Gründen des Umweltschutzes sei hier Handlungsbedarf gewesen. Das Resümee des Landrats fiel denn auch eindeutig aus: „Der TaxiBus im Kreis Euskirchen ist ein Erfolgskonzept auf ganzer Linie seit nunmehr 10 Jahren!“

Insgesamt 50 regionale Taxiunternehmer kooperieren beim TaxiBus-Projekt mit der RVK. Eugen Puderbach: „Wir sichern nicht nur das Mobilitätsangebot, sondern auch die Arbeitsplätze in der Region.“

Neben den rund 50 geladenen Gästen an der Feierstunde sollen auch die Nutzer des TaxiBusses eine Chance zum Feiern bekommen. Für die Fahrgäste plant die RVK im Frühjahr dieses Jahres ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen.

(Quelle: Pressestelle der RVK GmbH und Kreispressestelle)

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