Durch Klimaschutz kann Blankenheim kräftig sparen

Energie Nordeifel rüstet in der Ahrgemeinde 444 Straßenlaternen auf LED-Technik um – Neben 160 000 Kilowattstunden Strom jährlich werden auch etwa 65 Prozent Kohlendioxid eingespart

Während Rolf Blakowski (v.l.) und Martin Schiffer auf dem Steigerwagen LED-Leuchten montieren, freuen sich Markus Böhm und Christian Reuter von der Energie Nordeifel sowie Bürgermeister Rolf Hartmann, Maria Nelles und Dieter Hüllbusch von der Gemeinde Blankenheim über die klimafreundliche Beleuchtung. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Während Rolf Blakowski (v.l.) und Martin Schiffer auf dem Steigerwagen LED-Leuchten montieren, freuen sich Markus Böhm und Christian Reuter von der Energie Nordeifel sowie Bürgermeister Rolf Hartmann, Maria Nelles und Dieter Hüllbusch von der Gemeinde Blankenheim über die klimafreundliche Beleuchtung. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim – „Klimaschutz funktioniert sowohl beim Bürger wie bei der Gemeinde nur über den Geldbeutel“, konstatierte Rolf Hartmann, Bürgermeister der Gemeinde Blankenheim, am Freitagmorgen. Er besichtigte zusammen mit Markus Böhm, Prokurist der Energie Nordeifel („ene“), im Blankenheimer Gewerbegebiet die Umrüstung durch die „ene“ von konventionellen Straßenlaternen auf LED-Leuchten. Und die Einsparung durch die moderne Technik für die Kommune ist enorm: Für rund 160 000 Kilowattstunden Strom jährlich braucht Blankenheim künftig kein Geld mehr auszugeben.

Markus Böhm: „Und auch bei der Wartung spart die Gemeinde viel Geld: Konventionelle Leuchtmittel halten etwa 16 000 Stunden, die LED-Module sollen laut Hersteller 50 000 Stunden Lebensdauer haben.“ Aber nicht nur für den Geldbeutel, auch für die Umwelt hat die angehende Klimaschutzkommune Blankenheim einiges getan: Etwa 65 Prozent weniger Kohlendioxidausstoß ergeben sich aus der Umstellung auf LED-Technik.

Die neuen LED-Leuchten sparen bei sehr guter Lichtausbeute über 60 Prozent Strom und damit auch Kohlendioxid ein. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die neuen LED-Leuchten sparen bei sehr guter Lichtausbeute über 60 Prozent Strom und damit auch Kohlendioxid ein. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Christian Reuter ist Projektleiter in der Abteilung Neue Technologien bei der Energie Nordeifel und berichtete: „Insgesamt werden 444 Leuchten verbaut, 219 mit 56 Watt Leistung und 225 mit 27 Watt.“ Durch eine Nachtabsenkung in der verkehrsarmen Zeit zwischen 22 und 4 Uhr verbrauchen die LED-Leuchten sogar nur noch die Hälfte an Strom. Reuter: „Die vorherigen Leuchtmittel brauchten 125 Watt plus etwa 15 bis 20 Watt für das Vorschaltgerät.“ Zudem sind die LED-Straßenlaternen im Gegensatz zu den noch stark verbreiteten Quecksilber-Dampflampen quecksilberfrei – auch das sei ein großer Vorteil für die Umwelt.

Bis Ende April sollen alle 444 LED-Leuchten in Blankenheim montiert sein und so künftig 160 000 Kilowattstunden Strom einsparen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Noch im April sollen alle 444 LED-Leuchten in Blankenheim montiert sein und so künftig 160 000 Kilowattstunden Strom einsparen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

40 Prozent der Gesamtausgaben werden durch eine Förderung vom Bundesumweltministerium übernommen. Markus Böhm: „Politik und Verwaltung der Gemeinde hatten schnell reagiert und den Förderantrag rechtzeitig gestellt, mittlerweile werden nur noch 25 Prozent vom Bund gefördert.“ Bei der Ausschreibung, an der sich fünf Unternehmen beteiligt hatten, stellte sich die Energie Nordeifel als günstigster Anbieter heraus. Und da der Preis für die LED-Leuchten seit Antragsstellung gefallen sei und die „ene“ diesen Preisnachlass direkt weitergegeben habe, können sogar 121 Leuchten mehr als ursprünglich geplant eingebaut werden.

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Auch die Blankenheimer Bürger freuen sich, wie Bürgermeister Hartmann sagt: „Ich wurde erst gestern beim Friseur angesprochen, dass die neuen Leuchten nicht nur gut aussehen, sondern auch sehr helles Licht erzeugen. Ein Bürger sagte sogar, dass er jetzt auf seine Beleuchtung an der Straßenseite seines Hofes verzichten könne.“ Bis Ende April will die Energie Nordeifel das Projekt vollständig umgesetzt haben.

Eifeler Presse Agentur/epa

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