Ein Werk höchster Tiefe, Wirkung und Anforderung

Der Kammerchor Schleiden lädt zur Aufführung der Johannes-Passion nach Gemünd ein. Bild: Privat
Der Kammerchor Schleiden lädt zur Aufführung der Johannes-Passion nach Gemünd ein. Bild: Privat

Unter Leitung von Chordirektor Heinz Ströder wird die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach in St.-Nikolaus in Gemünd aufgeführt

Gemünd – Neben der Matthäus-Passion ist die Johannes-Passion die einzige vollständig erhaltene authentische Passion von Johann Sebastian Bach. Am Sonntag, 25. März, wird diese um 17 Uhr in St. Nikolaus, Gemünd, aufgeführt. Unter Leitung von Chordirektor Heinz Ströder musizieren der Kammerchor Schleiden, Hans Peter Göttgens am Orgelpositiv, Mitglieder des Akademischen Orchesters Bonn, Birgit Gibson, Sopran, Regina Bullermann-Lentz, Alt, Giovanni da Silva, Tenor, Rolf Schmitz-Malburg, Bass, und Martin Krasnenko, Bass.

Die Johannes-Passion hält wie alle Passionsvertonungen Bachs am Bibelwort der Evangelienerzählung fest. Er bereichert aber den Bericht durch lyrisch-meditative Einschübe, Chorsätze und Arien, deren Texte er geistlichen Dichtern seiner Zeit entnimmt. Die musikalischen Mittel  sind reich und anspruchsvoll, und Formen der Oper werden mit Formen der kirchlichen Tradition kombiniert. Der Arie wird breiter Raum gewährt, das Rezitativ zu hoher Ausdruckskraft entwickelt, und der instrumentale Teil gewinnt höchste Bedeutung und Wirkung. Der Chor trägt zwei Elemente: motettisch-polyphone Chorsätze und eingeschobenene Choräle, die die liturgische Tradition verklammern. Ein Werk höchster Tiefe, Wirkung und Anforderung. Am Sonntag, 1. April, wird die Aufführung in St. Anna, Gerolstein, wiederholt.

Hintergrund

Der Kammerchor Schleiden wurde 1986 von Heinz Ströder gegründet, mit der Intention, ein Instrument zu schaffen, mit dem anspruchsvolle Chorliteratur aufgeführt werden konnte. Schon bald wurde man auf diesen Klangkörper aufmerksam, erst recht, als 1993 der komplette „Messias“ von Händel mit nur 24 Choristen aufgeführt wurde. 1994 wurde der Kammerchor erstmalig „Meisterchor“ und eine eindrucksvolle Aufführung von Mendelssohns Oratorium „Paulus“ gelang. Aufgrund langjähriger, hochstehender Chorarbeit wurde Heinz Ströder der Titel „Chordirektor“ verliehen.  Danach folgten Mozarts „Requiem“ und Bruckners“ Messe in f-Moll“ und “ Te deum“. 1999 errang der Kammerchor zum zweiten Mal die Auszeichnung „Meisterchor“, die ihm auch 2004 und 2009 zuteilwurde.

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Karten zum Preis von 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, können ab sofort unter 02445-7998 oder 02444-2897 bestellt werden.

www.kammerchor-schleiden.de

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