„Kleine Strolche“ erkundeten Windrad

17 Kinder der DRK-Kita Dollendorf ließen sich von „ene“-Mitarbeiter Eckhard Klinkhammer erklären, wie eine Windkraftanlage funktioniert

Eckhard Klinkhammer von der Energie Nordeifel, „ene“, erklärte den Kita-Kindern aus Dollendorf, wie ein Windrad Strom erzeugt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Eckhard Klinkhammer von der Energie Nordeifel, „ene“, erklärte den Kita-Kindern aus Dollendorf, wie ein Windrad Strom erzeugt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim-Dollendorf – „Wie funktioniert eigentlich so ein Windrad?“ – Das wollten 17 Kinder der DRK-Kindertageseinrichtung „Die kleinen Strolche“ aus Dollendorf jetzt einmal genau wissen. Über ihre Leiterin Birgit Bresgen ließen sie daher bei der Energie Nordeifel („ene“) anfragen, ob dort jemand bereit sei, mal zu erklären, wie aus Wind Strom erzeugt wird.

Eckhard Klinkhammer, Experte für Windkraft bei der „ene“, ließ sich nicht zwei Mal bitten. Gemeinsam mit Öffentlichkeitsarbeiterin Katharina Klinkhammer machte er sich jetzt auf den Weg nach Rohr, wo zwei Windräder auf freiem Feld stehen. Dort trafen die wissbegierigen Kinder dann auch wie verabredet ein und drehten zunächst einmal eine energiegeladene Ehrenrunde um das Windrad.

Natürlich durften die Kinder (hier mit Birgit Bresgen) das Windrad auch einmal anfassen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Natürlich durften die Kinder (hier mit Birgit Bresgen) das Windrad auch einmal anfassen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

„Wir haben die energetische Sanierung unserer Einrichtung zum Anlass genommen, die Kinder an das Thema Energie heranzuführen“, berichtete Kita-Leiterin Birgit Bresgen. Mitten im Winter sei dazu im Vorfeld ein stromfreier Tag veranstaltet worden. „Mit einem Bunsenbrenner haben wir Wasser für den Frühstückstee erhitzt, und die Brotmaschine musste von Hand gedreht werden“, so Bresgen. Auf diese Weise hätten die Kinder verstanden, dass Strom etwas sehr Wertvolles ist. Und natürlich hätten sie wissen wollen, wo der Strom herkommt.

„Wir haben uns dann unterschiedliche Möglichkeiten der Energiegewinnung angesehen, unter anderem haben wir eine Biogasanlage besichtigt“, so die Kita-Leiterin. Da das Thema Windkraft derzeit überall sehr stark diskutiert werde, habe man sich entschieden, den Kindern auch einmal ganz unvoreingenommen zu erklären, wie eigentlich ein Windrad funktioniert.

Die „ene“-Mitarbeiter Katharina Klinkhammer (rechts) und Eckhard Klinkhammer waren nach Rohr gekommen, um den Kindern zu erklären, wie ein Windrad funktioniert. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die „ene“-Mitarbeiter Katharina Klinkhammer (rechts) und Eckhard Klinkhammer waren nach Rohr gekommen, um den Kindern zu erklären, wie ein Windrad funktioniert. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Eckhard Klinkhammer hatte dazu das Modell einer Windkraftanlage mitgebracht und verriet den jungen Forschern zunächst einmal, wie die einzelnen Teile der Anlage heißen. So erfuhren die Kinder unter anderem, dass man bei einem Windrad nicht von Flügeln, sondern von Rotorblättern spricht. Klinkhammer erklärte darüber hinaus anhand eines Fahrrad-Dynamos, wie durch Bewegung Energie entsteht und die Fahrradlampe damit zum Leuchten gebracht wird. Darüber hinaus hätten Fahrrad und Windrad noch eine weitere Gemeinsamkeit: die Bremse. Besonders interessierte sich der Nachwuchs für die Frage, ob die Monteure mit einer Leiter oder mit einem Aufzug bis zur Gondel hinauf fahren, und ob die Leiter steil in die Luft steigt oder doch eher so eine Art gemütliche Wendeltreppe ist. Der Experte wusste auf alles eine zufriedenstellende Antwort. Selbst das Thema Schattenwurf wurde angesprochen, doch die Kinder hatten sogleich eine Idee, wie daraus statt eines Ärgernisses eine Freude werden kann: Es ließ sich nämlich nach Art eines Seilspiels prächtig über die Schatten der rundsausenden Rotorblätter springen.

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Die Kinder interessierten sich besonders dafür, wie man bis zur Gondel des Windrads hinaufgelangt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Kinder interessierten sich besonders dafür, wie man bis zur Gondel des Windrads hinaufgelangt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Nur wenige Meter von der Windkraftanlage entfernt sollten die Kinder dann einmal versuchen, mit geschlossenen Augen das Geräusch der sich drehenden Rotorblätter zu hören. Aber das Rauschen der fernen Autobahn war deutlich lauter.

Für die „Kleinen Strolche“ gehören die Experimentier- und Forschertage zum Alltag. „Wir wurden 2009 als erste Einrichtung zum offiziellen Haus der kleinen Forscher im Kreis Euskirchen zertifiziert“, berichtete Birgit Bresgen stolz. Im hauseigenen Forscherlabor fänden die Kinder Zeit, Raum und Ruhe, den Bildungsbereich Naturwissenschaften zu erleben. So würden beispielsweise mit den Kindern regelmäßig Experimente zu den Themen Wasser, Luft, Feuer und Sprudelgase durchgeführt und erforscht.

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