71-Jähriger gab an, den Wolf im Westerwald erschossen zu haben

So sah er aus: Der erste Wolf, der im Westerwald fotografiert wurde und jetzt erschossen worden sein soll. Bild: Uli Stadler/NABU
So sah er aus: Der erste Wolf, der im Westerwald fotografiert wurde und jetzt erschossen worden sein soll. Bild: Uli Stadler/NABU

Westerwald/Eifel – Der Wolf, der kürzlich im Westerwald entdeckt wurde, (hier unser Bericht) soll jetzt von einem 71-jährigen Jäger aus dem Raum Köln erschossen worden sein. Wie mehrere Tageszeitungen übereinstimmend berichten, habe der Mann eine Berechtigung gehabt, sich in dem Revier aufzuhalten. Er habe das Tier für einen Rehe hetzenden Hund gehalten und den Wolf mit seinem Jagdgewehr angeschossen. Erst aus den Medien will er erfahren haben, dass er das Tier erlegt hatte. Daraufhin stellte er sich der Polizei.

Ob es sich wirklich um einen Wolf handelt, dies soll jetzt durch einen Gentest geklärt werden. Aus dem Umweltministerium in Mainz verlautete, dass ein Ergebnis wahrscheinlich erst Anfang nächster Woche vorliege.

Vermutet wird aber, dass es sich um den Wolf handelt, der erst vor wenigen Tagen im Westerwald entdeckt und fotografiert worden ist. Besonders der NABU hatte sich über die Rückkehr des Wolfes nach Rheinland-Pfalz gefreut. Denn 123 Jahre ist es her, seit es dort die letzte verbürgte Wolfssichtung gab. Auch im Nationalpark Eifel hofft man, dass der Wolf eines Tages in die Nordeifel zurückkehrt.

Nachdem der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bereits kurz nach dem Auffinden des Wolfskadavers bei der Staatsanwaltschaft Koblenz Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet hatte, verlangt jetzt auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dass die Tat strafrechtliche Folgen haben müsse. (epa)

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