Ausstellung in Gedenken an Peter Hundeck

Peter Hundeck 2008 bei der gemeinsam mit Dr. Elisabeth Geschwind und Frim Sauvageot konzeptionierten Ausstellung „Eifelglühn und Alpengold“ in Nettersheim. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Peter Hundeck 2008 bei der Ausstellung „Eifelglühn und Alpengold“ in Nettersheim. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Altes Kloster Nettersheim zeigt ein Jahr nach dem Tod des Eifeler Künstlers Arbeiten unter dem Titel „Ein anderer Blick“

Nettersheim – Viele Jahre lang hat der Künstler Peter Hundeck die Kunstszene in der Eifel maßgeblich bestimmt. Nicht nur mit seinen eigenen Fotos, Installationen und Gemälden, auch als Kurator bedeutender, überregional wahrgenommener Ausstellungen hat er sich einen Namen gemacht. Denn in seinen Ausstellungen wurden Kunstwerke nicht einfach nur „gehängt“, sondern es ging stets um ein höchst komplexes Gesamtkonzept, um Interaktion zwischen den Kunstwerken, um Dialoge, aber auch um bedeutungsintensivierende Gruppierungen.

Eine seiner Zentralfragen lautete, ob und wie es der gegenwärtigen Kunst überhaupt gelingen kann, die von den Medien geprägten Sehgewohnheiten aufzubrechen. „Soll die gegenwärtige Kunst die Klischees der medialen Bildsprache auf die Spitze treiben, oder soll sie versuchen, diesen Klischees mit der Einmaligkeit individuellen Erlebens zu begegnen?“, fragte sich Hundeck.

Wie es ihm persönlich gelang, an die Stelle der schnell konsumierbaren Informationen und des immer schnelleren Zeittaktes alternative Botschaften zu setzen, dies kann man in der Ausstellung „Ein anderer Blick“ nachverfolgen. Diese ist in Gedenken an Peter Hundecks künstlerisches Werk vom 12. bis 19. Mai im Alten Kloster Nettersheim, Klosterstraße 12, (11 bis 18 Uhr) zu sehen.

Die Ausstellung wurde konzipiert von Anne Hundeck und Benjamin Wulf. Die Vernissage findet statt am Samstag, 12. Mai, 14 Uhr. Die Finissage ist am Samstag, 19. Mai, 18 Uhr. Der Abend beginnt mit einer Filmvorführung „Der Maler Otto Pankok in der Eifel 1942 bis 1946“ von Dietrich Schubert. Der Eintrittspreis für die Finissage beträgt fünf Euro. Anschließend startet die Kunstaktion „Burning Man“.

Infos zu Peter Hundeck

Peter Hundeck, geboren 1943, studierte Kunst und Pädagogik in Mainz und Köln. Seit 1968 nahm er an Ausstellungen in Köln, Langenberg, Frankreich und in der Eifel teil. Ab 1984 lebte er in Ettelscheid und arbeitete als Förderschullehrer im Kreis Euskirchen. Dort beteiligte er sich an Ausstellungen im Kreismuseum Blankenheim sowie an den „Eifeler-Atelier-Tagen“ (EAT) und konzeptionierte und realisierte die Projekte „Kunst im Fluss“ in Schleiden/Gemünd sowie mehrere Themenausstellungen in Blankenheim und Nettersheim. Peter Hundeck starb am 9. Mai 2011.

Eifeler Presse Agentur/epa

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