Der Landrat fährt jetzt elektrisch

Energie Nordeifel stellt der Kreisverwaltung für einen Monat ein Elektroauto zur Verfügung – Für Mitarbeiter im Außendienst interessante Alternative

Landrat Günter Rosenke und seine Verwaltungsmitarbeiter im Außendienst können einen Monat lang ein Elektromobil nutzen, kostenlos zur Verfügung gestellt von der Energie Nordeifel. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Landrat Günter Rosenke und seine Verwaltungsmitarbeiter im Außendienst können einen Monat lang ein Elektromobil nutzen, kostenlos zur Verfügung gestellt von der Energie Nordeifel. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – „Es gibt einen großen Unterschied zwischen Fahrern von Elektroautos und herkömmlichen Fahrzeugen: Wenn die mit normalen Autos an der Tankstelle vorbeifahren, kriegen die Fahrer Tränen in den Augen, die mit E-Mobilen lächeln“, sagte Landrat Günter Rosenke am Montagvormittag vor dem Kreishaus. Landrat Rosenke und Mitarbeiter der Kreisverwaltung können demnach vier Wochen lang lächeln: Die Energie Nordeifel („ene“) hat der Kreisverwaltung nämlich für einen Monat kostenlos ein Elektroauto zur Verfügung gestellt.

Das „ene“-Team Kerstin Zimmermann (v.l.), Markus Mertgens und Markus Böhm übergaben das E-Mobil an die Kreisverwaltung, vertreten durch Landrat Günter Rosenke und Johannes Adams. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Das „ene“-Team Kerstin Zimmermann (v.l.), Markus Mertgens und Markus Böhm übergaben das E-Mobil an die Kreisverwaltung, vertreten durch Landrat Günter Rosenke und Johannes Adams. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Das E-Mobil ist bis zu 130 Stundenkilometer schnell und hat eine Reichweite von bis zu 150 Kilometer“, erklärte Markus Böhm, Prokurist der Energie Nordeifel, der zusammen mit Kerstin Zimmermann, Teamleiterin Öffentlichkeitsarbeit der „ene“, und Markus Mertgens, Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft für Regenerative Energien „KEVER“, das E-Auto beim Landrat abgab. Die ökologisch korrekte Leihgabe verfügt über eine Leistung von 67 PS mit einem Ein-Gang-Getriebe. 100 Kilometer fahren kosten etwa drei bis vier Euro an Strom.

Mit einem Adapter kann das Elektroauto an einer haushaltsüblichen Steckdose geladen werden. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Mit einem Adapter kann das Elektroauto an einer haushaltsüblichen Steckdose geladen werden. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Johannes Adams, Geschäftsbereichsleiter im Kreishaus, erklärte: „Wir haben ja einige Mitarbeiter mit Außentätigkeit. Oft sind es Dienstfahrten im Bereich von 50 Kilometern im Kreisgebiet, da passt das E-Mobil gut“. Schon in den 80er Jahren habe die Kreisverwaltung Euskirchen als eine der ersten Verwaltungen die Dienstfahrzeuge auf Diesel umgestellt, seit kurzem gebe es auch ein Erdgas-Fahrzeug. Das Betanken eines Erdgasfahrzeuges sei aber schon recht speziell und nicht jedermanns Sache.

Einen vollen „Tank“ im Elektromobil bekommt man auch an einer haushaltsüblichen Steckdose, wie Markus Böhm sagte. Für eine Vollladung seien allerdings momentan sechs Stunden nötig. „An Ladetechnik und Akkukapazitäten wird aber mit Hochdruck geforscht, es kommen gerade Techniken zur Serienreife, in dem ein Akku in einer halben Stunde zu 80 Prozent geladen ist“, so der Prokurist der Energie Nordeifel.

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Im Cockpit unterscheidet sich erst einmal nichts von einem herkömmlichen Auto, bis man den Schlüssel umdreht – auch dann bleibt das E-Auto nämlich nahezu geräuschlos und stößt keine Abgase aus. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Im Cockpit unterscheidet sich erst einmal nichts von einem herkömmlichen Auto, bis man den Schlüssel umdreht – auch dann bleibt das E-Auto nämlich nahezu geräuschlos und stößt keine Abgase aus. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Wichtig sei, dass man das E-Mobil mit Öko-Strom lädt, damit die Kohlendioxid-Bilanz stimmt, „sonst ist sie schlechter als beim Diesel“. Deshalb liefern die drei Stromtankstellen der „ene“ in Kall, Kommern und Heimbach auch 100 Prozent Strom aus regenerativen Quellen, wie Böhm bemerkte. Begeistert war der Landrat bei einer kleinen Spritztour vom enormen Anzug des Fahrzeugs. Rosenke: „Was sofort auffällt: Man dreht den Zündschlüssel um und es bleibt leise, auch beim Fahren gibt es kaum ein Geräusch.“

Es brauche auch niemand Angst zu haben, mit dem Elektroauto plötzlich liegen zu bleiben, weiß Günter Rosenke: „Es warnt rechtzeitig, wenn die Ladung in den Keller geht.“ Außerdem nutzt das Fahrzeug die Energie beim Bremsen und Bergabfahren, um den Akku wieder nachzuladen.

Eifeler Presse Agentur/epa

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