Großevent für Radfahrer, Skater und Wanderer startet am 17. Juni

Für die Tour de Ahrtal wird sogar die Bundesstraße 258 zwischen Blankenheim und Dümpelfeld gesperrt – 20.000 Radler und Inlineskater werden erwartet – Umfangreiches Rahmenprogramm an 16 Orten

Die Vertreter von vier Gemeinden und drei Landkreisen stehen hinter der Tour de Ahrtal, die in der nunmehr achten Auflage am Sonntag, 17. Juni, stattfindet. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Vertreter von vier Gemeinden und drei Landkreisen stehen hinter der Tour de Ahrtal, die in der nunmehr achten Auflage am Sonntag, 17. Juni, stattfindet. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim – „Wir bekommen wieder Kaiserwetter, das war bisher jedes Jahr so!“, verspricht Rolf Hartmann, Bürgermeister der Gemeinde Blankenheim, für das größte Fahrradevent in der Region: Die Tour de Ahrtal. Die Aktion, bei der 20.000 Radler, Inline-Skater und Wanderer erwartet werden, findet am Sonntag, 17. Juni, ab 10 Uhr statt. Rolf Hartmann betonte am Montagmorgen bei der Pressekonferenz zu dem Mammutereignis im Blankenheimer Rathaus: „Wie man an den Autokennzeichen bei der Tour de Ahrtal sehen kann, kommen die Menschen auch von weither zu uns – die Tour ist äußerst beliebt und hat große touristische Bedeutung.“

Die Strecke führt durch zwei Bundesländer, drei Landkreise und vier Gemeinden. Eigens für die Tour de Ahrtal wird sogar die Bundesstraße 258 am Streckenverlauf von Blankenheim bis nach Dümpelfeld für den Autoverkehr gesperrt, berichtete Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen: „Wo gibt es schon sowas!“ Rosenke gilt als Vater der Tour de Ahrtal, hatte er doch mit dem Kreis Euskirchener Radaktionstag den Vorläufer des Familien-Bewegungstages ins Leben gerufen.

Entlang der Strecke gibt es an 16 Punkten Angebote für die Teilnehmer wie Radlerfrühstück, Spiel und Bewegungsangebote für Kinder, Erfrischungsstände, Fahrradservice mit Pannenhilfe, Radlergottesdienst mit Rädersegnung und Vieles mehr. Sportlich Ambitionierte können sich zwischen Ahrbrück und Lind der Herausforderung Bergzeitfahren über vier Kilometer stellen: Dem schnellsten Radler winkt ein Geldpreis.

„Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer aus den Vereinen und den Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und Rotes Kreuz wäre die Tour nicht möglich“, sagte Landrat Rosenke. Ein besonders buntes Programm wie bei einem Dorffest wird den Teilnehmern in Ahrdorf geboten. So finden sich in Ahrdorf neben zahlreichen Ständen für das leibliche Wohl und Kinderbelustigung auch Musikkapellen für das passende musikalische Ambiente ein. Passend zur Tour präsentiert sich erstmals auch das kommunenübergreifende Projekt „Eifel präventiv“ mit Projektmanager Sven Zürneck in Ahrdorf: „Eifel präventiv“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Aktionen und Urlaubsangebote für die „Best Ager“, also die Generation 50+, zu erstellen und so Gesundheitsvorsorge und Tourismus in angenehmer Weise zu kombinieren.

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Rolf Hartmann konstatierte: „Ohne Sponsoren ginge gar nichts.“ Und so bedankte sich der Erste Bürger Blankenheims besonders bei der Energie Nordeifel („ene“), die zum zweiten Mal in Folge als Premiumsponsor für ein gutes Gelingen der Tour sorgt. Markus Böhm, Prokurist der „ene“: „Im Grunde sind wir schon seit Anbeginn der Tour de Ahrtal 2005 mit dabei. Zuerst als Aussteller, seit vergangenem Jahr als Sponsor. Ein Großteil unserer Kunden ist bei der Tour dabei, entweder als aktiver Teilnehmer oder in den Vereinen als Helfer.“ Seit vier Jahren sei die Radveranstaltung auch eine Art „Betriebsausflug“ und „Familientag“ der „ene“-Belegschaft: „Wir haben uns für die Tour eigene T-Shirts drucken lassen und gehen hinterher immer gemeinsam Kaffee trinken“, so Böhm. Das regionale Unternehmen sponsert darüber hinaus die gefahrenen Kilometer, der „erstrampelte“ Erlös kommt einem caritativen Zweck zu Gute.

Es werden verschiedene Wegstrecken zwischen 17 Kilometer Länge für Familien bis hin zu 40 Kilometer für ambitionierte Radfahrer geboten. Offizieller Startschuss ist um 10 Uhr in Blankenheim auf dem Curtius-Schulten-Platz mit Radlersegen. Ebenfalls um 10 Uhr wird in Dümpelfeld ein Radlergottesdienst an der Hahnensteiner Mühle angeboten.

Auch Landrat Rosenke ist überzeugt, dass es perfektes Wetter zur Tour geben wird: „An einem 17. Juni haben meine Frau und ich uns nämlich kennengelernt, und da war auch herrliches Wetter – wir sind seit 40 Jahren verheiratet, ich bin zuversichtlich, dass der Tour de Ahrtal auch eine lange Zukunft bevorsteht, in zwei Jahren können wir mit dem Zehnjährigen ja schon ein kleines Jubiläum feiern!“

Weitere Informationen über die Tour findet man im Internet unter www.tour-de-ahrtal.de

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Eifeler Presse Agentur/epa

 

Ein Gedanke zu „Großevent für Radfahrer, Skater und Wanderer startet am 17. Juni“

  1. 1 x Tour de Ahrtal –
    364 x Tortur de Ahrtal

    Alle Jahre wieder begeistern sich unsere Lokalpolitiker ringsum in AW und EU (Lokalpolitikerinnen sehe ich keine) über das Rad-Event „Tour de Ahrtal“. Unsere haupt- und nebenamtlichen lokalen JournalistInnen tuen es Ihnen gleich mit ihren alljährlich gleichlautenden Vor-/ Nachberichten in den Lokalteilen ihrer Tageszeiten, Wochenwerbeblättchen sowie diversen Internetangeboten.

    Nicht zuletzt die Verantwortlichen für den Eifel-Tourismus: Sie vermarkten den Ahrtal-Radweg auch an den übrigen 364 Tagen des Jahres unter dem so trefflichen Motto „…Lust am Leben…“.
    Lust am Leben dürften wohl all diejenigen verspüren, die, die auf bunten Seiten als „harmlose“ Fahrt auf ca. 5 km Landstraße zwischen Fuchshofen und Schuld beworbene – aber häufig als Nürburgring-Ersatz dienende – Lücke im Ahrtal-Radweg unbeschadet überleben!

    Aber wie lange geht‘s noch gut? Über die 364 Tage „Tortur de Ahrtal“ im Jahr berichten unsere unabhängigen lokalen JournalistInnen wohl erst dann, wenn die „Lust am Leben“ dort unter die Räder kommt. Auch die PolitikerInnen ringsum in AW und EU und darüber hinaus fordern dann den letzten Lückenschluss im Ahrtal-Radweg. Da bin ich mir gewiss.
    Ob auch die großen Landbesetzer hier eine Verantwortung für die Allgemeinheit verspüren und ob mehr Transparenz bei den „Verhandlungen“ hilfreich wäre…?

    Alle Jahre wieder erinnern mich unsere Journalisten und Politiker ringsum an das Gebaren einer längst untergegangenen Täterä. Mir wird etwas übel. Und zum Schluss; auch die (un)mittelbar betroffenen AnwohnerInnen, sie schweigen.

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