Kontrastprogramm zur Peiner-Ausstellung

Bündnisse gegen Rechts und Eifeler Künstler wollen mit Kultur zum Nachdenken anregen

Mit der Rauminstallation "Dinner-Trubunal der Entarteten" mit Bildern von Karl von Monschau soll ein Gegengewicht zur Ausstelloung über den Nazi-Maler Werner Peiner gebildet werden.
Mit der Rauminstallation "Dinner-Trubunal der Entarteten" mit Bildern von Karl von Monschau soll ein Gegengewicht zur Ausstelloung über den Nazi-Maler Werner Peiner gebildet werden.

Gemünd – Mit der Aktion „Nachdenken tut gut“ als Kontrastprogramm zu der geplanten Ausstellung über den Nazi-Maler Werner Peiner soll ein künstlerisches Gegengewicht geschaffen werden. Am Samstag, 19. Mai, und Sonntag, 20. Mai, sind verschiedene Aktionen im evangelischen Gemeindezentrum in Gemünd angekündigt. Die Künstler Hubert vom Venn und Nicholas Müller (Leadsänger und Chef der Gruppe Jupiter Jones) haben die Schirmherrschaft der Aktionen übernommen.

Unter anderem soll es von Karl von Monschau eine Rauminstallation „Dinner-Tribunal der Entarteten“ am 19. Mai zwischen 11 und 18 Uhr im Gemeindezentrum geben, Dietrich Schubert  von „SchubertFilm“ präsentiert am Sonntag gegen 16 Uhr einen Film über Otto Pankok, ein Maler, der von den Nazis verfolgt wurde.

Künstler wie der Hip-Hop-Sänger Nic Knatterton wollen mit ihren künstlerischen Beiträgen zum Nachdenken anregen. Bild: privat
Künstler wie der Hip-Hop-Sänger Nic Knatterton wollen mit ihren künstlerischen Beiträgen zum Nachdenken anregen. Bild: privat

Der Hip-Hop Künstler Nic Knatterton hat sich angekündigt,  Thomas Menzel bietet eine Lesung an, Klaus der Geiger und Kabarettist Hubert vom Venn sowie der Artist Orlando, Aktionskünstler aus Köln, wollen weitere Programmpunkte bestreiten.

Initiiert wurden die Aktionen auch von den beiden Bündnissen Eifel gegen Rechts“ (EgR) und dem „Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“. Nathalie Konias vom EgR: „Wir bleiben dabei, dass Peiner nicht hätte ausgestellt werden dürfen. Einen Toten zu wecken und damit einen weiteren Anlaufpunkt für Anhänger der rechten Ideologie zu erschaffen, ist aus Sicht des Bündnisses falsch.“

Es sei eine Tatsache, dass das Kunstforum Eifel ein Förderverein für Maler der Eifel ist und als solches finanziell vom Land gefördert die Maler der Region unterstützen solle, aber nicht lange verstorbene Anhänger der Nazis. Konias: „Hier werden Steuergelder ausgegeben, die besser in Präventionsmaßnahmen und Aufklärung gegen Rechtsextremismus gesteckt werden könnten.“

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Die Flyer zum Programm kann man hier herunterladen:

Programm 19. Mai

Programm 20. Mai

Eifeler Presse Agentur/epa

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